Der Hamburger SV hat am 3. Spieltag der Bundesliga 2026/27 mit 0:5 (0:2) bei RB Leipzig verloren und damit den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte perfekt gemacht: drei Spiele, null Punkte, 0:12 Tore. Tidiam Gomis, Antonio Nusa, Willi Orbán, Christopher Nkunku und Rômulo trafen für die Gastgeber. Alle Daten stehen auf unserer Spielseite zu RB Leipzig gegen den Hamburger SV, alle Ergebnisse des Spieltags in unserer Übersicht Bundesliga heute.

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Wie der HSV bei RB Leipzig 0:5 verlor
Erste Halbzeit: Der HSV beginnt ordentlich und liegt doch 0:2 zurück
Der Auftritt begann gar nicht schlecht. Der HSV stellte Leipzig früh im Aufbau zu, zwang die Gastgeber zu Fehlern und setzte sie in der 12. Minute so unter Druck, dass Torhüter Maarten Vandevoordt bei der Spieleröffnung einen eigenen Mitspieler traf. Yussuf Poulsen, der frühere Leipziger, kam in seinem 250. Bundesliga-Spiel beinahe zum Abschluss.
Gejubelt haben dann aber die Gastgeber. Brajan Gruda spielte einen haargenauen Steckpass auf Ezechiel Banzuzi, der blitzschnell auf Tidiam Gomis querlegte, und der Franzose traf zum ersten Mal für RB (17.). Elf Minuten später verlor Shafiq Nandja nach einem Pass von Torhüter Daniel Heuer Fernandes den Ball im eigenen Aufbauspiel an Antonio Nusa, der eiskalt zum 2:0 verwandelte (28.). Bitter war die 35. Minute auch für Leipzig: Assan Ouédraogo musste verletzt raus, für den Nationalspieler kam Christopher Nkunku. Der 19-Jährige, der gerade erst eine Schulterverletzung hinter sich gebracht hat, dürfte auch für die Nominierung am Donnerstag ein Kandidat gewesen sein.
Zweite Halbzeit: Drei Leipziger Tore in sechs Minuten
Der erste Abschluss nach der Pause gehörte den Gästen. David Möller Wolfe setzte sich links durch und flankte auf Terem Moffi, der für Poulsen gekommen war, doch Vandevoordt parierte (48.). Die Hamburger waren nun deutlich besser im Spiel, hatten eine ordentliche Druckphase und vor allem in Moffi einen Belebungsversuch, der ankam. Belohnt haben sie sich dafür nicht.
Stattdessen machte Leipzig innerhalb von sechs Minuten alles klar. Willi Orbán köpfte nach einem Freistoß von Nusa zum 3:0 ein (72.), zwei Minuten später traf Christopher Nkunku nach der nächsten Nusa-Vorlage, 1205 Tage nach seinem letzten Tor für RB (74.). Den Schlusspunkt setzte der kurz zuvor eingewechselte Rômulo (77.). Nusa war an drei Treffern beteiligt, ein Tor und zwei Vorlagen, ehe er in der 78. Minute vom Feld ging.

Die Tore im Überblick
- 17. Minute: 1:0 Tidiam Gomis (Vorlage Ezechiel Banzuzi)
- 28. Minute: 2:0 Antonio Nusa
- 72. Minute: 3:0 Willi Orbán (Vorlage Antonio Nusa)
- 74. Minute: 4:0 Christopher Nkunku (Vorlage Antonio Nusa)
- 77. Minute: 5:0 Rômulo
Der schlechteste HSV-Start der Bundesliga-Geschichte
Für den HSV ist die Bilanz nach drei Spieltagen die schlechteste der eigenen Bundesliga-Geschichte: null Punkte, 0:12 Tore, Tabellenletzter. Zwei 0:5-Niederlagen innerhalb einer Woche, zuerst im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05, nun in Leipzig, haben den Start der Aufsteiger-Saison entwertet. Kein anderes Team der Liga steht ohne Zähler da, selbst die Aufsteiger Paderborn und Union Berlin haben einen Punkt.
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Das Heimspiel gegen den 1. FC Köln am kommenden Samstag wird damit zum Schlüsselspiel, zumal danach die längere Länderspielpause folgt. Ein weiterer Rückschlag würde die Diskussion um Polzin, dessen Vertragsverlängerung offenbar kurz bevorsteht, sofort verschärfen.
Das sagen die Verantwortlichen
Nach dem Schlusspfiff schleppten sich die Hamburger vor ihre Fankurve, wo es keine Pfiffe gab, sondern aufmunternde Gesänge. „Das nackte Ergebnis ist heute ernüchternd“, sagte Profifußball-Direktor Claus Costa bei DAZN. Er verwies zwar darauf, dass „die Art und Weise“ nicht mit dem 0:5 im Heimspiel gegen Mainz zu vergleichen war, benannte aber das entscheidende Problem: „Drei Gegentore in sechs Minuten, das darf natürlich nicht passieren.“ Costa prangerte die vielen individuellen Fehler an und forderte für das Heimspiel gegen den 1. FC Köln „ein anderes Gesicht“. Von „Aktionismus“ halte er nichts, Trainer Merlin Polzin steht dem Bericht zufolge unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung.
Auf der anderen Seite atmete Martin Demichelis auf. Der Leipziger Trainer hatte vor der Partie erklärt, seine Mannschaft müsse „eine Reaktion zeigen“, es sei „eine Verpflichtung, zu gewinnen“. Nach zwei bitteren Niederlagen in Bremen und bei Como kam diese Reaktion. „Fußball ist verrückt“, sagte Nusa: „Wir hatten viel Druck und haben gezeigt, dass wir noch da sind.“

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RB Leipzig gegen Hamburger SV: Aufstellungen und Daten zum Spiel
RB Leipzig: Vandevoordt, Henrichs (74. Baku), Orbán, Lukeba (74. Esteve), Raum, El Aynaoui, Banzuzi, Ouédraogo (35. Nkunku), Gruda, Gomis (74. Rômulo), Nusa (78. Finkgräfe). Trainer: Martin Demichelis
Hamburger SV: Heuer Fernandes, Nandja (73. Omari), Torunarigha, Capaldo, Sambi Lokonga (78. Stange), Remberg, El Ouahdi (89. Jatta), Möller Wolfe, Daka (73. Vieira), Grönbaek, Poulsen (46. Moffi). Trainer: Merlin Polzin
- Ergebnis: RB Leipzig gegen Hamburger SV 5:0 (2:0)
- Tore: 1:0 Gomis (17.), 2:0 Nusa (28.), 3:0 Orbán (72.), 4:0 Nkunku (74.), 5:0 Rômulo (77.)
- Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)
- Gelbe Karten: Lukeba für Leipzig, Capaldo und Nandja für den HSV
- Stadion: Red Bull Arena, Leipzig, 47.800 Zuschauer (ausverkauft)
- Torschüsse: 18:10 · Ecken: 7:7 · Ballbesitz: 62:38 Prozent · Zweikämpfe: 119:97 (Quelle: Sportec Solutions)
Die Zahlen zeigen ein Spiel, das lange offener war, als es das Ergebnis vermuten lässt. Zehn Abschlüsse des HSV stehen 18 der Leipziger gegenüber, entschieden haben die individuellen Fehler und die Effizienz der Gastgeber in der Schlussphase.
Die Bundesliga-Tabelle nach dem Spieltag
So sieht die Spitze der Bundesliga aus. Die Top 5:
Die komplette Tabelle mit allen 18 Mannschaften und den Spielplan aller Spieltage gibt es auf der Turnierseite zur Bundesliga 2026/27. Leipzig kletterte mit dem Kantersieg auf Platz vier, der HSV bleibt mit 0:12 Toren Letzter.
Wie es für RB Leipzig und den HSV weitergeht
RB Leipzig tritt am 4. Spieltag am Sonntag, 20. September, um 15.30 Uhr bei Bayer Leverkusen an, live und exklusiv bei DAZN. Der Hamburger SV empfängt am Samstag, 19. September, um 15.30 Uhr den 1. FC Köln, diese Partie läuft bei Sky und WOW sowie in der Samstagskonferenz bei DAZN. Danach folgt die Länderspielpause, Bundestrainer Jürgen Klopp nominiert seinen Kader am Donnerstag.