Fußball heute Ergebnisse: Wie hat der SC Freiburg gegen Gladbach gespielt?

Aktualisiert am Sonntag, 13. September 2026 um 19.46 Uhr: Borussia Mönchengladbach hat Trainer Eugen Polanski einen Tag nach dem 0:5 in Freiburg entlassen. Die Einordnung steht weiter unten im Artikel.

Der SC Freiburg hat am 3. Spieltag der Bundesliga 2026/27 mit 5:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen und ist das einzige Team der Liga ohne Punktverlust. Yannik Engelhardt und Igor Matanović trafen jeweils doppelt, Maximilian Eggestein setzte den Schlusspunkt. Gladbach steht nach der Gelb-Roten Karte für Kapitän Tim Kleindienst punktlos am Tabellenende. Alle Daten stehen auf unserer Spielseite zu SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach, alle Ergebnisse und Übertragungen des Spieltags in unserer Übersicht Bundesliga heute.

Igor Matanović bejubelt einen Treffer für den SC Freiburg. Am 3. Spieltag der Bundesliga 2026/27 traf der Angreifer beim 5:0 gegen Borussia Mönchengladbach doppelt. (Daniela Porcelli / Getty Images Europe via Getty Images)
Igor Matanović bejubelt einen Treffer für den SC Freiburg. Am 3. Spieltag der Bundesliga 2026/27 traf der Angreifer beim 5:0 gegen Borussia Mönchengladbach doppelt. (Daniela Porcelli / Getty Images Europe via Getty Images)
| 12.9.2026-15:30
SC Freiburg
S S S S S
5 : 0
Endergebnis
Borussia Mönchengladbach
N S S N N
Y. Engelhardt
23'
I. Matanović
29'
I. Matanović
77'
Y. Engelhardt
79'
M. Eggestein
86'
Tore
23'
77'

Wie hat SC Freiburg gegen Gladbach gespielt?

Erste Halbzeit: Engelhardt köpft gegen seinen Ex-Klub ein

Die Verunsicherung der Gäste war von der ersten Minute an spürbar, Freiburg übernahm sofort das Kommando. Philipp Treu (10.), Yannik Engelhardt (12.) und Matthias Ginter (16.) kamen früh zu guten Gelegenheiten, Gladbach konnte sich kaum befreien. Beide Gelben Karten der Anfangsphase gingen an die Borussia: Kapitän Tim Kleindienst (13.) und Kevin Diks (14.) griffen jeweils zu spät zu.

In der 23. Minute segelte Moritz Nicolas nach einer Ecke von Derry Scherhant unter dem Ball durch, der frühere Gladbacher Engelhardt nickte am zweiten Pfosten ohne Mühe zum 1:0 ein. Offensiv kam von der Borussia nichts, stattdessen erhöhte Igor Matanović sechs Minuten später mit einer Direktabnahme von der Strafraumkante, der Ball sprang vom Innenpfosten ins Tor. Yuito Suzuki hätte allein vor Nicolas auf 3:0 stellen können (38.), mit dem 0:2 zur Pause war Gladbach gut bedient.

Zweite Halbzeit: Kleindienst fliegt, Freiburg dreht spät auf

Die guten Vorsätze für den zweiten Durchgang waren schnell dahin. Kleindienst beging in der 52. Minute sein zweites unnötiges Foul und sah Gelb-Rot. In Unterzahl ließ sich die Elf vom Niederrhein weit nach hinten drücken, schaffte kaum noch Entlastung, verteidigte den tiefen Abwehrblock aber zunächst passabel. Freiburg kam nicht mehr zu der Fülle an Chancen wie in Halbzeit eins.

Das änderte sich in der Schlussviertelstunde. Matanović traf nach Vorarbeit von Junior Makengo zum 3:0 (77.), Engelhardt köpfte zwei Minuten später erneut nach Vorlage von Ginter (79.), und Maximilian Eggestein machte in der 86. Minute das halbe Dutzend voll. Trainer Julian Schuster konnte in der Schlussphase großzügig wechseln: Vincenzo Grifo kam für Scherhant (67.), Lucas Höler und Keisuke Goto folgten in der 78. Minute, Cyriaque Kalou Irié und Lukas Kübler in der 82. Bei Gladbach brachte Eugen Polanski Shuto Machino (45.), Wilfried Mohya und Isac Lidberg (beide 67.) sowie Mika Nguefack (83.).

Yuito Suzuki feiert mit seinen Teamkollegen einen Treffer für den SC Freiburg im Europa-Park Stadion. Gegen Borussia Mönchengladbach vergab der Japaner die größte Chance auf das dritte Tor vor der Pause. (Daniela Porcelli / Getty Images Europe via Getty Images)
Yuito Suzuki feiert mit seinen Teamkollegen einen Treffer für den SC Freiburg im Europa-Park Stadion. Gegen Borussia Mönchengladbach vergab der Japaner die größte Chance auf das dritte Tor vor der Pause. (Daniela Porcelli / Getty Images Europe via Getty Images)

Die Tore im Überblick

  • 23. Minute: 1:0 Yannik Engelhardt (Vorlage Derry Scherhant)
  • 29. Minute: 2:0 Igor Matanović (Vorlage Matthias Ginter)
  • 77. Minute: 3:0 Igor Matanović (Vorlage Junior Makengo)
  • 79. Minute: 4:0 Yannik Engelhardt (Vorlage Matthias Ginter)
  • 86. Minute: 5:0 Maximilian Eggestein

Rund um das Spiel: Bestmarke für Freiburg, Polanski unter Druck

Für den Sport-Club ist der Saisonstart historisch: Erstmals überhaupt stehen nach drei Spieltagen neun Punkte auf dem Konto, dazu kommt ein Torverhältnis von 10:1. Gegen den Lieblingsgegner aus Gladbach ist Freiburg nun seit elf Partien ungeschlagen, die letzte Heimniederlage gegen die Fohlenelf in der Bundesliga liegt 24 Jahre zurück. Derry Scherhant, mit zwei Vorlagen einer der Auffälligsten, hatte schon vor dem Anpfiff bei Sky erklärt, woran das liegt: „Ich habe im Moment viel Selbstvertrauen, habe mir in den letzten Spielen einen Flow erarbeitet und fühle mich sehr wohl im Team.“

Auf der anderen Seite setzt sich ein Horror-Start fort. Borussia Mönchengladbach steht erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach drei Spielen ohne Punkt da, das Torverhältnis von 3:12 ist das schlechteste der Liga. Vor fast genau einem Jahr hatte Polanskis Vorgänger Gerardo Seoane nach drei Partien und nur einem Punkt gehen müssen.

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Schon vor dem Spiel hatte es am Niederrhein nach der 3:4-Heimniederlage gegen Aufsteiger SV Elversberg gewaltig gerumort. Kleindienst kritisierte seine Mitspieler öffentlich und riet ihnen, „weniger TikTok“ zu schauen, woraufhin ihn die sportliche Führung zum Gespräch bat. Sportchef Rouven Schröder stellte sich bei Sky hinter den Kapitän: „Grundsätzlich möchten wir Spieler haben, die sich äußern. Das haben wir im letzten Jahr stark vermisst.“ Zur Wortwahl sagte er: „Aufrütteln ist das eine, die Wortwahl das andere. Aber das ist ein normaler Austausch und kein Rapport oder Rüffel.“ Am Ende müsse die Mannschaft „auf dem Fußballplatz die individuellen Fehler abstellen. Das haben wir zuletzt nicht geschafft, und daran lag nicht das Handy vor dem Spiel.“

Sky-Experte Didi Hamann hatte vor dem Anpfiff eine Reaktion gefordert und gewarnt: „Wenn sie heute verlieren, und die Bilanz in Freiburg ist nicht die beste, dann könnte es diese Woche heiß werden.“ Es ging schneller als gedacht.

Polanski entlassen: Gladbach zieht einen Tag später die Konsequenz

Am Sonntagmorgen schuf Borussia Mönchengladbach Fakten und entließ Eugen Polanski, keine 24 Stunden nach dem 0:5 im Breisgau. Es ist der erste Trainerwechsel der Bundesliga-Saison 2026/27. „Trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze ist es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen“, sagte Sportchef Rouven Schröder: „Die zuletzt gezeigten Leistungen haben zu der Entscheidung geführt, Eugen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden.“ Auch Co-Trainer Tobias Trulsen wurde freigestellt, die Mannschaft betreut zunächst Jan-Moritz Lichte interimistisch.
Polanski reagierte emotional, bevor er das Vereinsgelände am Sonntagmorgen um 10.20 Uhr verließ. „Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so wahnsinnig weh, dass es nun so gekommen ist“, sagte der 40-Jährige: „Nach dem gelungenen Klassenerhalt haben wir zu dieser Saison einiges verändert. Wir hatten uns viel vorgenommen, haben es aber nicht umgesetzt bekommen. Das tut mir leid.“ Polanski hatte die Borussia in der vergangenen Saison ebenfalls nach drei Spieltagen übernommen, damals als Nachfolger des entlassenen Gerardo Seoane, und sie auf Platz zwölf geführt. Im November 2025 hatte Schröder seinen Vertrag bis 2028 verlängert. Als mögliche Nachfolger werden Horst Steffen, Christian Eichner und Dietmar Kühbauer genannt.
Wer die Elf vom Niederrhein am kommenden Samstag um 15.30 Uhr im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 betreut, ist offen. Es ist das letzte Spiel vor der Länderspielpause, und Kapitän Tim Kleindienst fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt.

SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach: Aufstellungen und Daten zum Spiel

SC Freiburg: Backhaus, Treu (82. Kübler), Ginter, Lienhart, Makengo, Eggestein, Engelhardt, Beste (82. Kalou Irié), Suzuki (78. Goto), Scherhant (67. Grifo), Matanović (78. Höler). Trainer: Julian Schuster

Borussia Mönchengladbach: Nicolas, Scally, Itakura, Diks, Herold, Stöger (83. Nguefack), Sander, Honorat (67. Lidberg), Bolin (45. Machino), Hack (67. Mohya), Kleindienst. Trainer: Eugen Polanski

  • Ergebnis: SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach 5:0 (2:0)
  • Tore: 1:0 Engelhardt (23.), 2:0 Matanović (29.), 3:0 Matanović (77.), 4:0 Engelhardt (79.), 5:0 Eggestein (86.)
  • Schiedsrichter: Richard Hempel (Großnaundorf)
  • Gelbe Karten: Kalou Irié für Freiburg, Kleindienst, Diks und Scally für Gladbach
  • Gelb-Rot: Kleindienst (52., wiederholtes Foulspiel)
  • Stadion: Europa-Park Stadion, Freiburg, 34.000 Zuschauer
  • Torschüsse: 19:5 · Ecken: 6:2 · Ballbesitz: 60:40 Prozent · Fouls: 7:16

Die Zahlen unterstreichen die Einbahnstraße: Freiburg kam auf 19 Abschlüsse, Gladbach auf fünf. Die 16 Fouls der Gäste zeigen, wie sehr sie im Rückstand zum Mittel der Grätsche greifen mussten.

Die Bundesliga-Tabelle nach dem Spieltag

So sieht die Spitze der Bundesliga aus. Die Top 5:

#
Team
B
S
U
N
Tore
GT
TD
Pkt.
1
3
3
0
0
10
1
9
9
2
3
3
0
0
8
2
6
9
3
3
2
1
0
9
3
6
7
4
3
2
1
0
7
2
5
7
5
RB Leipzig
S N S
>
3
2
0
1
9
3
6
6

Die komplette Tabelle mit allen 18 Mannschaften und den Spielplan aller Spieltage gibt es auf der Turnierseite zur Bundesliga 2026/27.

Wie es für Freiburg und Gladbach weitergeht

Der SC Freiburg tritt am 4. Spieltag am Samstag, 19. September, um 15.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt an, die Partie läuft bei Sky und WOW sowie in der Samstagskonferenz bei DAZN. Borussia Mönchengladbach empfängt zur selben Zeit den FSV Mainz 05 und steht dabei schon unter erheblichem Druck, zumal Kleindienst gesperrt fehlt.

In der Torjägerliste der Bundesliga liegen Engelhardt und Matanović nach ihren Doppelpacks mit je drei Treffern vorne mit dabei. Freiburg führt die Tabelle vor Borussia Dortmund an, beide Teams haben neun Punkte.