Ein Debütant trifft, ein Rückkehrer verzaubert: RB Leipzig ist unter seinem neuen Trainer Martin Demichelis mit einem souveränen 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga-Saison gestartet. Rocco Reitz erzielte gegen seinen Ex-Klub sein erstes Liga-Tor im RB-Trikot, eingefädelt vom eingewechselten Christopher Nkunku, der drei Jahre nach seinem Abschied glanzvoll zurückkehrte.

Demichelis startet nach Umbruch mit einem Dreier
Es war ein Einstand nach Maß für Demichelis, der als Nachfolger des entlassenen Ole Werner die Geschicke bei RB Leipzig übernommen hat. Die Sachsen befinden sich mitten in einer Neuausrichtung, schließlich hatte Starspieler Yan Diomande den Klub für kolportierte 120 Millionen Euro in Richtung Real Madrid verlassen. Auch der frühere Fußballchef Jürgen Klopp ist inzwischen ins Amt des Bundestrainers gewechselt. Trotz all dieser Veränderungen bleibt das Saisonziel unverändert ambitioniert: Wieder soll die Qualifikation für die Champions League gelingen. „Es ist für mich eine große Ehre. Ich werde versuchen, es zu genießen“, hatte Demichelis vor seinem ersten Bundesliga-Spiel als RB-Chefcoach erklärt.
Um die Lücke zu schließen, die Diomande hinterlassen hat, lieh Leipzig unter anderem den einstigen Bundesliga-Torschützenkönig Nkunku von der AC Mailand aus. Der Franzose feierte gegen die Gladbacher sein Comeback, kam zur zweiten Hälfte von der Bank und benötigte nur Sekunden, um sich in Szene zu setzen: Mit seinem ersten Ballkontakt legte er den Treffer von Reitz auf. Der Mittelfeldspieler, im Sommer von der Borussia gekommen, war von den mitgereisten Gladbacher Anhängern zuvor lautstark ausgepfiffen worden und feierte sein Tor entsprechend zurückhaltend.
Baku und Nusa sorgen für frühe Weichenstellung
Zunächst hatte Gladbach dem Favoriten jedoch Paroli geboten. Die Fohlen ließen kaum Großchancen zu und setzten selbst Nadelstiche. Ein Schuss von Hugo Bolin klatschte in der 21. Minute an den Pfosten, ehe RB-Schlussmann Maarten Vandevoordt den Abpraller unmittelbar vor dem heranstürmenden Tim Kleindienst von der Linie kratzte.
Leipzig antwortete jedoch prompt mit der ersten sehenswerten Kombination der Partie. Ridle Baku und Tidiam Gomis, der zunächst anstelle von Nkunku im Sturmzentrum agierte, hebelten die Gladbacher Defensive per Doppelpass aus, sodass der Nationalspieler eiskalt zur Führung einschieben konnte. Die Gäste steckten dennoch nicht auf, während RB den Druck sukzessive erhöhte. Nusa zielte nach einer Flanke von Kapitän David Raum nur knapp vorbei, wenig später köpfte Willi Orban an die Latte.
Nusa mit Zauberfuß, Nicolas verhindert Schlimmeres
Nach der Pause steigerte sich Leipzig noch einmal und begann regelrecht zu kombinieren. Per Hacke bediente Gomis den Norweger Nusa, der sich vor dem Abschluss noch zwei Übersteiger gönnte, bevor er den Ball wunderschön ins lange Eck schlenzte. Über schnelle Konter stellte RB die Gladbacher Hintermannschaft anschließend immer wieder vor Probleme. Nur dank mehrerer starker Reflexe von Torhüter Moritz Nicolas blieb die Vorentscheidung zunächst aus.
Endgültig besiegelt wurde die Angelegenheit dann in der 64. Minute: Nkunku kam für Gomis ins Spiel und setzte bei einem weiteren überlegt herausgespielten Umschaltmoment Reitz in Szene, der zum 3:0-Endstand traf.
+++ 🔴 Bundesliga 2026/27 komplett sehen: 📺 Bei MagentaTV bekommst du WOW, DAZN und MagentaSport in einem Paket ⚡ Samstagskonferenz, alle Sonntagsspiele und die Champions League ➡️ 🔴 +++