Bayern-Triple: Kane, Gwinn und Kompany räumen ab

Der FC Bayern setzt seine Erfolgsserie fort und das nicht nur auf dem Rasen. Bei der alljährlichen Wahl der Jahresbesten unter deutschen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten räumen die Münchner gleich dreifach ab. Harry Kane, Vincent Kompany und Giulia Gwinn heißen die Ausgezeichneten und unterstreichen damit die Ausnahmestellung des Rekordmeisters im deutschen Fußball.

Harry Kane im Testspiel des FC Bayern München beim 1. FC Heidenheim: Der englische Stürmer kam in der Voith-Arena am 18. August 2026 zu seinen ersten Einsatzminuten der Saisonvorbereitung. Christian Kaspar-Bartke / Getty Images
Harry Kane im Testspiel des FC Bayern München beim 1. FC Heidenheim: Der englische Stürmer kam in der Voith-Arena am 18. August 2026 zu seinen ersten Einsatzminuten der Saisonvorbereitung. Christian Kaspar-Bartke / Getty Images

Der Saisonstart hätte für den deutschen Branchenprimus kaum besser laufen können. Nach dem Erfolg im Supercup gegen Borussia Dortmund und einem geglückten Auftakt der Frauen-Mannschaft in der Bundesliga folgt nun die Krönung abseits des Spielfelds. Die Dominanz des Klubs spiegelt sich damit auch in der öffentlichen Wahrnehmung wider, wie die aktuellen Auszeichnungen belegen.

Bayern gewinnt alle drei Hauptkategorien

Mit Kane, Gwinn und Kompany gehen die Auszeichnungen in allen drei Hauptkategorien an den FC Bayern. Die Wahl würdigt damit sowohl die individuellen Leistungen der beiden Profis als auch die Entwicklung der Mannschaften unter dem belgischen Trainer. Für die Münchner ist das Ergebnis zugleich eine Bestätigung ihrer erfolgreichen Vorsaison, in der sowohl die Männer als auch die Frauen das nationale Double gewannen.

Kleine Korrektur im bestehenden Text: „Eine Ende ist nicht in Sicht“ aus der SID-Vorlage muss „Ein Ende ist nicht in Sicht“ heißen – in deiner Fassung ist das bereits korrekt beziehungsweise anders formuliert. Inhaltlich musst du aus dem zweiten Text sonst nichts mehr ergänzen.

Kane als „Fußballer des Jahres“ nicht mehr zu stoppen

Kaum verwunderlich ist der Triumph von Harry Kane, der bereits mit dem Goldenen Schuh als treffsicherster Angreifer Europas geehrt wurde und nun erstmals auch zum „Fußballer des Jahres“ gewählt wurde. Bei der vom Fachmagazin kicker organisierten Abstimmung ließ der Engländer unter anderem seinen Teamkollegen Michael Olise hinter sich. Mit 61 Toren in 51 Pflichtspielen war Kane in der abgelaufenen Spielzeit der überragende Antreiber auf dem Weg zum Double.

Sein langjähriger Weggefährte Eric Dier würdigte diese Entwicklung mit warmen Worten: „Du hast nie aufgehört, an dir zu arbeiten. Du wurdest einfach besser und besser und besser.“ Ein Ende der Formkurve ist nicht absehbar, im Gegenteil: Kane gilt derzeit als Topfavorit auf den Ballon d’Or, zudem steht eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern offenbar kurz bevor. „Ich spüre die Liebe vom ganzen Verein“, schwärmte der 33-Jährige nach dem 2:1-Erfolg (2:0) im Supercup von Dortmund.

Vincent Kompany, Cheftrainer des FC Bayern, lächelt beim Sommer-Trainingslager der Münchner am 28. Juli 2026 im Stadion am Birkenmoos in Rottach-Egern. Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images
Vincent Kompany, Cheftrainer des FC Bayern, lächelt beim Sommer-Trainingslager der Münchner am 28. Juli 2026 im Stadion am Birkenmoos in Rottach-Egern. Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images

Kompany führt Bayern zurück an die Weltspitze

Ganz ähnlich dürfte es seinem Chefcoach Vincent Kompany ergehen, der zum „Trainer des Jahres“ gewählt wurde. In seiner zweiten Spielzeit an der Säbener Straße hat der Belgier den Rekordmeister endgültig zurück in die internationale Spitzenklasse geführt, dabei diverse nationale Bestmarken geknackt und dem Klub durch sein souveränes Auftreten auch abseits des Platzes viele Sympathien eingebracht.

Vorjahressieger Julian Schuster, der diesmal mit deutlichem Rückstand auf Rang zwei landete, zollte seinem Konkurrenten Respekt: Kompanys Auszeichnung sei „mehr als verdient“, der Bayern-Trainer habe in der vergangenen Saison „Herausragendes geleistet“. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings das knappe Aus im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain. Doch die Ambitionen für die neue Spielzeit sind ungebrochen. „Der erste von vier“, betonte Kane nach dem Supercup-Sieg mit Blick auf die angepeilte Titeljagd. Unter Kompany, den die Vereinsverantwortlichen wiederholt als „Glücksgriff“ bezeichnet haben, scheint derzeit vieles möglich.

KÖLN, DEUTSCHLAND - 14. Mai 2026: Giulia Gwinn vom FC Bayern München während des DFB-Pokalfinales der Frauen gegen den VfL Wolfsburg im RheinEnergieStadion. (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
KÖLN, DEUTSCHLAND – 14. Mai 2026: Giulia Gwinn vom FC Bayern München während des DFB-Pokalfinales der Frauen gegen den VfL Wolfsburg im RheinEnergieStadion. (Foto: Pau Barrena/Getty Images)

Gwinn erneut Deutschlands „Fußballerin des Jahres“

Auch abseits der Männer-Mannschaft läuft es beim FC Bayern rund. Die Frauen, amtierende Double-Gewinnerinnen und Halbfinalistinnen der Champions League, nähern sich immer mehr der internationalen Spitze an. Aus diesem starken Kollektiv wurde Giulia Gwinn bereits zum zweiten Mal in Folge zur „Fußballerin des Jahres“ gewählt.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

Die erneute Ehrung bezeichnete Gwinn als „eine Ehre und Bestätigung für meinen Weg“. Den gelungenen Liga-Auftakt ihrer Mannschaft beim 4:1-Erfolg bei Union Berlin am vergangenen Freitag hatte die Abwehrspielerin dabei verpasst. Über die Auszeichnung selbst zeigte sie sich dennoch überrascht: „Aber um ehrlich zu sein, hatte ich nicht damit gerechnet.“

Deutschlands „Fußballer des Jahres“ im Überblick

Seit 1960 werden Deutschlands herausragende Fußballer ausgezeichnet, später kamen die Ehrungen für Fußballerinnen und Trainer hinzu.

Kapitän Franz Beckenbauer erhält WM-Pokal nach dem 2:1 Sieg gegen Holland am 07. Juli 1974 . Deutschlands damaliger Bundespräsident Walter Scheel (L) applaudiert. (Foto AFP)
Kapitän Franz Beckenbauer erhält WM-Pokal nach dem 2:1 Sieg gegen Holland am 07. Juli 1974 . Deutschlands damaliger Bundespräsident Walter Scheel (L) applaudiert. (Foto AFP)

Fußballer des Jahres seit 1960

Jahr Fußballer Verein
1960 Uwe Seeler Hamburger SV
1961 Max Morlock 1. FC Nürnberg
1962 Karl-Heinz Schnellinger 1. FC Köln
1963 Hans Schäfer 1. FC Köln
1964 Uwe Seeler Hamburger SV
1965 Hans Tilkowski Borussia Dortmund
1966 Franz Beckenbauer Bayern München
1967 Gerd Müller Bayern München
1968 Franz Beckenbauer Bayern München
1969 Gerd Müller Bayern München
1970 Uwe Seeler Hamburger SV
1971 Berti Vogts Borussia Mönchengladbach
1972 Günter Netzer Borussia Mönchengladbach
1973 Günter Netzer Borussia Mönchengladbach
1974 Franz Beckenbauer Bayern München
1975 Sepp Maier Bayern München
1976 Franz Beckenbauer Bayern München
1977 Sepp Maier Bayern München
1978 Sepp Maier Bayern München
1979 Berti Vogts Borussia Mönchengladbach
1980 Karl-Heinz Rummenigge Bayern München
1981 Paul Breitner Bayern München
1982 Karlheinz Förster VfB Stuttgart
1983 Rudi Völler Werder Bremen
1984 Harald „Toni“ Schumacher 1. FC Köln
1985 Hans-Peter Briegel Hellas Verona
1986 Harald Schumacher 1. FC Köln
1987 Uwe Rahn Borussia Mönchengladbach
1988 Jürgen Klinsmann VfB Stuttgart
1989 Thomas Häßler 1. FC Köln
1990 Lothar Matthäus Inter Mailand
1991 Stefan Kuntz 1. FC Kaiserslautern
1992 Thomas Häßler AS Rom
1993 Andreas Köpke 1. FC Nürnberg
1994 Jürgen Klinsmann Tottenham Hotspur
1995 Matthias Sammer Borussia Dortmund
1996 Matthias Sammer Borussia Dortmund
1997 Jürgen Kohler Borussia Dortmund
1998 Oliver Bierhoff AC Mailand
1999 Lothar Matthäus Bayern München
2000 Oliver Kahn Bayern München
2001 Oliver Kahn Bayern München
2002 Michael Ballack Bayer Leverkusen / Bayern München
2003 Michael Ballack Bayern München
2004 Ailton Werder Bremen / Schalke 04
2005 Michael Ballack Bayern München
2006 Miroslav Klose Werder Bremen
2007 Mario Gomez VfB Stuttgart
2008 Franck Ribéry Bayern München
2009 Grafite VfL Wolfsburg
2010 Arjen Robben Bayern München
2011 Manuel Neuer Schalke 04 / Bayern München
2012 Marco Reus Borussia Mönchengladbach / Borussia Dortmund
2013 Bastian Schweinsteiger Bayern München
2014 Manuel Neuer Bayern München
2015 Kevin De Bruyne VfL Wolfsburg
2016 Jérôme Boateng Bayern München
2017 Philipp Lahm Bayern München / Karriere beendet
2018 Toni Kroos Real Madrid
2019 Marco Reus Borussia Dortmund
2020 Robert Lewandowski Bayern München
2021 Robert Lewandowski Bayern München
2022 Christopher Nkunku RB Leipzig
2023 İlkay Gündoğan Manchester City / FC Barcelona
2024 Toni Kroos Real Madrid
2025 Florian Wirtz Bayer Leverkusen
2026 Harry Kane Bayern München

Fußballerin des Jahres seit 1996

Jahr Fußballerin Verein
1996 Martina Voss FC Rumeln-Kaldenhausen
1997 Bettina Wiegmann Grün-Weiß Brauweiler
1998 Silke Rottenberg Sportfreunde Siegen
1999 Inka Grings FCR Duisburg
2000 Martina Voss FCR Duisburg
2001 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2002 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2003 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2004 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2005 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2006 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2007 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2008 Birgit Prinz 1. FFC Frankfurt
2009 Inka Grings FCR Duisburg
2010 Inka Grings FCR Duisburg
2011 Fatmire Bajramaj 1. FFC Turbine Potsdam
2012 Célia Okoyino da Mbabi SC 07 Bad Neuenahr
2013 Martina Müller VfL Wolfsburg
2014 Alexandra Popp VfL Wolfsburg
2015 Célia Šašić 1. FFC Frankfurt
2016 Alexandra Popp VfL Wolfsburg
2017 Dzsenifer Marozsán Olympique Lyon
2018 Dzsenifer Marozsán Olympique Lyon
2019 Dzsenifer Marozsán Olympique Lyon
2020 Pernille Harder VfL Wolfsburg
2021 Nicole Billa TSG Hoffenheim
2022 Lea Schüller Bayern München
2023 Alexandra Popp VfL Wolfsburg
2024 Ann-Katrin Berger FC Chelsea / Gotham FC
2025 Ann-Katrin Berger und Giulia Gwinn Gotham FC / Bayern München
2026 Giulia Gwinn Bayern München

Trainer des Jahres seit 2002

Jahr Trainer Verein oder Mannschaft
2002 Klaus Toppmöller Bayer Leverkusen
2003 Felix Magath VfB Stuttgart
2004 Thomas Schaaf Werder Bremen
2005 Felix Magath Bayern München
2006 Jürgen Klinsmann DFB / Bundestrainer bis 9. Juli 2006
2007 Armin Veh VfB Stuttgart
2008 Ottmar Hitzfeld Bayern München
2009 Felix Magath VfL Wolfsburg
2010 Louis van Gaal Bayern München
2011 Jürgen Klopp Borussia Dortmund
2012 Jürgen Klopp Borussia Dortmund
2013 Jupp Heynckes Bayern München
2014 Joachim Löw DFB / Bundestrainer
2015 Dieter Hecking VfL Wolfsburg
2016 Dirk Schuster Darmstadt 98
2017 Julian Nagelsmann 1899 Hoffenheim
2018 Jupp Heynckes Bayern München
2019 Jürgen Klopp FC Liverpool
2020 Hansi Flick Bayern München
2021 Thomas Tuchel FC Chelsea
2022 Christian Streich SC Freiburg
2023 Urs Fischer Union Berlin
2024 Xabi Alonso Bayer Leverkusen
2025 Julian Schuster SC Freiburg
2026 Vincent Kompany Bayern München