Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Die turbulenten Szenen nach dem WM-Finale bekommen ein juristisches Nachspiel: Der Weltverband FIFA hat offenbar eine disziplinarische Untersuchung gegen mehrere argentinische Nationalspieler eingeleitet, nachdem es unmittelbar nach Abpfiff zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen war.

Attacken direkt nach Spielende
Spanien hatte sich das Endspiel in New Jersey am Sonntagabend nach Verlängerung mit 1:0 gesichert. Statt sportlicher Anerkennung folgten jedoch hässliche Bilder: Auf im Netz kursierenden Videoaufnahmen ist zu erkennen, wie der Argentinier Leandro Paredes auf die spanischen Profis Eric Garcia und Gavi losgeht. Auch auf der Trainerbank eskalierte die Situation, denn Co-Trainer Roberto Ayala soll Spaniens Dani Olmo geschlagen haben. Die Aufnahmen sorgten international für Aufsehen und blieben auch der FIFA nicht verborgen.
FIFA schaltet Ethik-Staatsanwalt ein
Wie mehrere internationale Medien, darunter der US-Sender ESPN, unter Berufung auf eine offizielle FIFA-Erklärung berichten, wurde ein Disziplinar- und Ethikstaatsanwalt mit der Aufklärung der Vorkommnisse betraut. Dessen Aufgabe ist es, mögliche Regelverstöße im Zusammenhang mit den Nachspielszenen zu prüfen. Konkrete Details zu den Konsequenzen will der Verband erst veröffentlichen, sobald ein offizieller Untersuchungsbericht vorliegt.
Für Verwirrung sorgt unterdessen der Fall Paredes: Medienberichten zufolge soll der Mittelfeldspieler für seine Attacke nach Abpfiff die Rote Karte gesehen haben, in der offiziellen Spielübersicht auf der FIFA-Website taucht dieser Platzverweis bislang jedoch nicht auf.
Schon während der regulären Spielzeit gab es Ärger
Bereits im Spielverlauf war die argentinische Auswahl personell dezimiert worden. Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte Enzo Fernandez in der dritten Minute der Nachspielzeit der regulären Spielzeit die Gelb-Rote Karte, sodass die Albiceleste die entscheidende Verlängerungsphase bereits in Unterzahl anging.