Bayern München ist bei der Ballon-d’Or-Gala in mehreren Kategorien vertreten und darf auf eine Reihe bedeutender Auszeichnungen hoffen. Harry Kane führt das Aufgebot des Rekordmeisters an, während Klara Bühl und Lennart Karl zu den wenigen nominierten deutschen Profis zählen. Die Preisträger werden am 26. Oktober in London gekürt.

Kane führt Bayerns prominente Auswahl an
Der FC Bayern stellt bei den Nominierungen für den Ballon d’Or ein namhaftes Aufgebot. Bei den Männern wurden neben Torjäger Harry Kane auch Michael Olise, Luis Diaz und Dayot Upamecano berücksichtigt. Vincent Kompany gehört zudem zum Kreis der Kandidaten für die Auszeichnung als bester Coach.
Bei den Frauen stehen Klara Bühl, Pernille Harder und Momoko Tanikawa auf den Listen. Als bester Nachwuchsspieler ist Bayerns 18-jähriger Senkrechtstarter Lennart Karl nominiert. Insgesamt finden sich mit Bühl, Karl und Torhüterin Ann-Katrin Berger allerdings nur drei deutsche Profis in den verschiedenen Kategorien wieder.
Besonders Kane darf sich Hoffnungen auf den wichtigsten Individualpreis im Weltfußball machen. Der englische Angreifer gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten auf die Nachfolge von Ousmane Dembélé. In der vergangenen Saison erzielte Kane 73 Treffer für Bayern und die englische Nationalmannschaft. Zuletzt hatte er bereits den Goldenen Schuh erhalten und war zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt worden.
„Die Saison, die ich gespielt habe, war mit Abstand meine beste, und jetzt müssen wir abwarten und sehen, was passiert“, sagte Kane zuletzt bei TNT Sports. Bayerns Sportvorstand Max Eberl hält seinen Stürmer für „eigentlich die klare Wahl“.
Zur erweiterten Riege der Anwärter zählen auch die spanischen Weltmeister Rodri und Lamine Yamal, die inzwischen beide für den FC Barcelona spielen. Ebenfalls im Rennen sind Frankreichs Kylian Mbappé von Real Madrid sowie Champions-League-Sieger Chwitscha Kwarazchelia von Paris Saint-Germain. Lionel Messi, inzwischen bei Inter Miami unter Vertrag und achtmaliger Ballon-d’Or-Gewinner, schaffte es ebenfalls in die Top 30. Cristiano Ronaldo von Al-Nassr und deutsche Spieler fehlen dagegen in dieser Auswahl.
Kompany und Bayern im Klubrennen gefordert
Kompany, der in seiner zweiten Münchner Spielzeit das Double aus Meisterschaft und Pokal holte, trifft im Wettbewerb um die Trainer-Auszeichnung auf hochkarätige Konkurrenz. Nominiert sind auch Spaniens Weltmeistercoach Luis de la Fuente, PSG-Erfolgscoach Luis Enrique, Premier-League-Sieger Mikel Arteta vom FC Arsenal sowie Unai Emery, der mit Aston Villa die Europa League gewann.
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Auch als bester Klub sind die Bayern im Rennen. Neben dem deutschen Rekordmeister wurden der FC Arsenal, die Königsklassen-Sensation FK Bodö/Glimt, Copa-Libertadores-Gewinner Flamengo und Paris Saint-Germain nominiert.
Bühl, Berger und Karl vertreten deutsche Farben
Bühl ist wie im Vorjahr die einzige Deutsche unter den 30 Kandidatinnen für den Ballon d’Or der Frauen. Die dreimalige Titelträgerin Aitana Bonmatí aus Spanien fehlt nach ihrer schweren Verletzung auf der Liste. Als große Favoritin gilt stattdessen ihre Landsfrau Alexia Putellas.
Bei den Torhüterinnen wurde erneut die 35 Jahre alte Ann-Katrin Berger vom US-Klub Gotham FC nominiert. In der Torwart-Kategorie stehen überraschend der Schweizer Gregor Kobel von Borussia Dortmund und der kapverdische WM-Held Vozinha zur Wahl.
Neben Karl gehören drei weitere aktuelle oder frühere Bundesligaprofis zu den zehn Nominierten für die U21-Auszeichnung. Dabei handelt es sich um Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen sowie Yan Diomandé, der früher für RB Leipzig spielte, und Johan Manzambi, einst beim SC Freiburg aktiv. Als Favorit auf den Nachwuchspreis gilt Yamal.
Über den U21-Gewinner entscheiden frühere Ballon-d’Or-Preisträger. In allen anderen Kategorien stimmen Journalisten ab. Die Gala wird am 26. Oktober erstmals nicht in Paris, sondern in London veranstaltet. Damit erinnern die Organisatoren an Stanley Matthews, den ersten Ballon-d’Or-Gewinner vor 70 Jahren.
Vergeben wird der Ballon d’Or von der französischen Zeitung „France Football“. Parallel zeichnet der Weltverband FIFA seit 1991 den Weltfußballer aus. Von 2010 bis 2015 kooperierten FIFA und France Football und verliehen die Trophäe gemeinsam als FIFA Ballon d’Or.