Rudi Völler nimmt rund um die deutsche Nationalmannschaft bereits vor Jürgen Klopps erstem Einsatz als Bundestrainer eine spürbare Dynamik wahr. Der DFB-Sportdirektor traut dem neuen Chefcoach zu, mit seiner Ausstrahlung zusätzliche Kräfte freizusetzen.

Auch Klopps Tatendrang in den ersten Wochen seiner Amtszeit überzeugt den Weltmeister von 1990. Schon Ende September wartet auf den Nachfolger von Julian Nagelsmann ein außergewöhnlich dichtes Programm.
Völler sieht neue Energie durch Klopp
Vor Klopps Länderspielpremiere registriert Rudi Völler eine wachsende Aufbruchsstimmung im Umfeld des DFB-Teams. Dass ein Wechsel auf der Trainerbank zunächst Euphorie auslöse, sei allerdings kein ungewöhnliches Phänomen, erklärte der Sportdirektor am Rande des Wochenendes des Amateurfußballs auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main bei Sport1.
„Aber das war auch zu erwarten. Das ist ja immer so, wenn ein neuer Trainer kommt, auch bei Julian Nagelsmann gab es eine große Euphorie“, sagte Völler. Bei Klopp sieht der 1990er-Weltmeister dennoch eine besondere Konstellation. Seine erfolgreiche Vergangenheit als Coach und seine Fähigkeit, Menschen für ein gemeinsames Ziel zu gewinnen, könnten viel bewegen.
„Bei seiner enormen Trainervergangenheit und seiner Art, Menschen mitzunehmen, merkt man jetzt schon, dass er etwas entfachen kann.“
Vier Spiele binnen elf Tagen
Besonders positiv bewertet Völler den Einsatz, den Klopp seit Beginn seiner Tätigkeit am 15. August zeigt. Der neue Bundestrainer habe in den ersten Wochen bereits mehrere Bundesligapartien besucht und sich bei verschiedenen Klubs persönlich ein Bild gemacht.
„Man merkt, dass er brennt. Dass er es nicht abwarten kann, dass es endlich losgeht“, meinte Völler. Die zahlreichen Vor-Ort-Termine des ehemaligen Liverpool-Trainers seien aus seiner Sicht folgerichtig: „richtig so“.
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Klopp steht unmittelbar vor einem intensiven Start in die Nations League. Sein Debüt an der DFB-Seitenlinie steigt am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande. Danach folgen zwei Duelle mit Griechenland sowie eine Partie gegen Serbien. Damit bestreitet die Nationalmannschaft vier Spiele innerhalb von nur elf Tagen.
„Das ist schon sehr ungewöhnlich“, sagte Völler, „das ist eine Herausforderung – auch für mich.“