Jürgen Klopp hat für seine ersten Länderspiele als Bundestrainer einen erweiterten Kreis von 57 Profis zusammengestellt, das sagte er auf der ersten DFB-Pressekonferenz im August. Neben etablierten Nationalspielern könnten auch mehrere formstarke Talente auf eine Berufung für die Nations-League-Partien im September und Oktober hoffen. Am 17.September gibt er seinen ersten DFB-Kader bekannt, maximal 27 Spieler werden dabei sein, darunter drei Torhüter.

Der neue DFB-Chefcoach nutzte bereits zahlreiche Stadion- und Trainingsbesuche, um sich ein genaues Bild möglicher Kandidaten zu machen. Besonders Akteure aus Augsburg, Köln und Monaco spielten sich dabei in den Fokus.
Frankfurt. Bei seiner Antrittspressekonferenz erklärte Klopp, dass 57 Spieler auf seiner Liste stehen. Für viele Profis eröffnet das die Chance auf einen Anruf des neuen Bundestrainers, zugleich wird ein großer Teil dieses Kandidatenfeldes den Sprung in den ersten Aufgebotsblock für die anstehenden Maßnahmen nicht schaffen.
Um seine Auswahl vorzubereiten, war der 59-Jährige bereits in den Bundesliga-Stadien unterwegs. Klopp verfolgte Borussia Dortmund gegen den FC Bayern ebenso vor Ort wie den Ligastart der Münchner gegen den VfB Stuttgart. Auch die Begegnung zwischen dem FC Augsburg und Schalke 04 schaute sich der neue Nationaltrainer live an.
Welche Profis beruft Klopp für die vier Nations-League-Spiele der DFB-Auswahl?
Zusätzlich besuchte Klopp Trainingseinheiten beim FC Bayern, beim VfB Stuttgart, bei Mainz 05 und bei Eintracht Frankfurt. Aus diesen Eindrücken lassen sich erste Rückschlüsse auf seine Planungen für die vier Nations-League-Begegnungen gegen die Niederlande, Griechenland, Serbien und erneut Griechenland ziehen. Einige Akteure dürften ihren Kaderplatz sicher haben, andere sammelten zuletzt überzeugende Argumente.
Beim 3:0 des FC Augsburg gegen Schalke richtete sich Klopps Aufmerksamkeit wohl vor allem auf Torhüter Finn Dahmen, Offensivmann Anton Kade und Abwehrtalent Noahkai Banks. Dahmen hielt seinen Kasten mit mehreren starken Paraden sauber und hatte damit erheblichen Anteil am deutlichen Erfolg. Unter Julian Nagelsmann gehörte der junge Keeper bereits mehrfach zum Kreis der Nationalmannschaft, ein Einsatz für die deutsche A-Auswahl blieb ihm bislang jedoch verwehrt.
Kade steuerte einen der drei Augsburger Treffer bei. Der 20-jährige Angreifer hatte zuvor bereits im DFB-Pokal getroffen und bestätigte damit seine gute Form. Nach dem Schlusspfiff räumte er ein, von Klopps Platz auf der Tribüne gewusst zu haben. Auch Banks durfte sich zeigen: Der 19-Jährige ist aus der Augsburger Defensive kaum noch wegzudenken. Für deutsche Nachwuchsteams kam er bislang nicht zum Einsatz, lief jedoch bereits für die U-Nationalmannschaften der USA auf.

El-Mala und Brunner mit starken Argumenten
Said El-Mala dürfte sehr gute Aussichten auf eine Nominierung besitzen. Nach dem langen Transfer-Hickhack verlängerte der Stürmer beim 1. FC Köln und erhielt anschließend die legendäre Rückennummer 10 von Lukas Podolski. Zum Bundesliga-Auftakt bedankte sich das Offensivtalent mit einem Treffer. Zwar musste El-Mala zuletzt wegen einer Erkältung pausieren, laut Sky ist für ihn aber ein fester Platz in Klopps Überlegungen vorgesehen.
+++ 🔴 Bundesliga 2026/27 komplett sehen: 📺 Bei MagentaTV bekommst du WOW, DAZN und MagentaSport in einem Paket ⚡ Samstagskonferenz, alle Sonntagsspiele und die Champions League ➡️ 🔴 +++
Vor der EM 2024 hatte Reporter Florian Plettenberg mit seiner Einschätzung, Paris Brunner könne für die A-Nationalmannschaft nominiert werden, noch für viel Spott und einen Internet-Klassiker gesorgt. Gut drei Jahre später könnte aus dem damals gewagten Vorschlag Realität werden. Der inzwischen bei der AS Monaco unter Vertrag stehende Angreifer präsentiert sich in herausragender Verfassung: In fünf Pflichtspielen erzielte Brunner bereits vier Tore und könnte sich damit für Klopps ersten DFB-Kader empfohlen haben. (phm)