BVB News: Kovac stellt Bestmarke auf – 107 Punkte in 50 Spielen

Ein 3:2-Erfolg bei der TSG Hoffenheim hat Niko Kovac nicht nur drei wichtige Punkte, sondern auch einen Vereinsrekord beschert. Mit 107 Zählern aus 50 Bundesliga-Spielen ist er der erfolgreichste Trainer, den Borussia Dortmund je hatte. Der Coach selbst gab sich bei der Würdigung jedoch betont zurückhaltend.

Maximilian Beier bedankt sich gemeinsam mit Trainer Niko Kovac bei den Fans von Borussia Dortmund. Der Angreifer stand am 1. September 2026 im Volksparkstadion beim Erstrundenspiel des DFB Pokals 2026/27 gegen den HEBC Hamburg auf dem Platz. (Oliver Hardt / Getty Images Europe via Getty Images)
Maximilian Beier bedankt sich gemeinsam mit Trainer Niko Kovac bei den Fans von Borussia Dortmund. Der Angreifer stand am 1. September 2026 im Volksparkstadion beim Erstrundenspiel des DFB Pokals 2026/27 gegen den HEBC Hamburg auf dem Platz. (Oliver Hardt / Getty Images Europe via Getty Images)

Ricken gratuliert persönlich, Kovac bleibt bescheiden

Sportgeschäftsführer Lars Ricken ließ es sich nicht nehmen, seinem Trainer direkt nach dem Abpfiff persönlich zu gratulieren. „Es gab eine kleine Umarmung in der Kabine“, schilderte Ricken die Szene in der Kabine der Dortmunder nach dem hart erkämpften Auswärtssieg. Mit Blick auf die historische Bestmarke fand der Sportgeschäftsführer lobende Worte: „107 Punkte nach 50 Spielen hatte noch kein Trainer bei uns – großes Kompliment.“

Kovac selbst wollte aus der Rekordmarke jedoch keine große Geschichte machen. Der frühere Profi reagierte auf den Meilenstein mit gewohnter Nüchternheit: „Die Statistik ist jetzt die, die sie ist. Wenn ich nicht mehr da bin, wird es ein anderer besser machen. Ich nehme die Blumen mit, aber mehr ist es nicht.“

Zittersieg mit später Wende

Der Weg zum Sieg am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga war für den BVB alles andere als geradlinig. Nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand bewiesen die Schwarz-Gelben in Hoffenheim allerdings Moral und drehten die Partie noch. Serhou Guirassy in der 61. Minute und Fabio Silva fünf Minuten später glichen zunächst aus, ehe ein spätes Eigentor von Albian Hajdari in der 87. Minute für die endgültige Entscheidung sorgte. Eingeleitet wurde der Treffer von Neuzugang Ethan Nwaneri, der mit einem klugen Querpass die entscheidende Vorarbeit leistete. Kovac würdigte diesen Spielzug anerkennend: „Das Tor hat er sich mit einem Quäntchen Glück hart erarbeitet.“

Warnschuss vor dem Champions-League-Auftakt

Trotz des glücklichen Erfolgs bleibt beim BVB Verbesserungsbedarf offensichtlich. Denn bereits am Dienstag steht mit dem Heimspiel gegen den FC Villarreal der Auftakt in die neue Champions-League-Saison an, und gegen die Spanier wird eine deutlich stabilere Leistung notwendig sein. Der neue Sportdirektor Ole Book räumte nach der Partie in Hoffenheim offen Schwächen im Kollektiv ein: „Wir haben als ganze Mannschaft nicht so optimal gespielt.“