Der FC Bayern München bekommt es im DFB-Pokal erneut mit einem alten Bekannten zu tun: Die Auslosung der zweiten Runde bescherte dem Titelverteidiger und Rekordmeister ein Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Der Zweitligist reist damit als Herausforderer nach München und darf sich auf ein historisch aufgeladenes Duell freuen.

Losglück und Wiedersehen mit Geschichte
Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund zog Bayern-Legende und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger am Samstagabend als Losfee die Paarung, die für Fußball-Romantiker längst Kultstatus besitzt. Die Bayern genießen dabei den Vorteil der eigenen Arena, müssen sich aber keineswegs in falscher Sicherheit wiegen. Schon einmal sorgte der FCM für eine faustdicke Überraschung: In der Saison 2000/01 warf der Klub aus Sachsen-Anhalt die Münchner sensationell im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb, ehe der Rekordmeister prompt im selben Jahr die deutsche Meisterschaft sowie die Champions League gewann. Es ist erst die zweite Begegnung beider Vereine im DFB-Pokal überhaupt. Während die Bayern mittlerweile 21 Titel in der Vitrine stehen haben, teilt sich Magdeburg als Rekordpokalsieger der DDR-Geschichte mit sieben Erfolgen den Spitzenplatz mit Dynamo Dresden.
Weitere Bundesliga-Duelle und das Kuriosum Jeddeloh
Neben dem Prestigeduell in München bescherte die Auslosung auch einige rein bundesligainterne Kräftemessen. So empfängt der 1. FC Köln den Hauptstadtklub Union Berlin, während Borussia Dortmund auf Werder Bremen trifft. Zudem misst sich der Hamburger SV mit Eintracht Frankfurt, und der SC Paderborn bittet den VfB Stuttgart zum Vergleich. Bemerkenswert ist zudem, dass es erstmals seit der Saison 2008/09 sämtlichen 18 Erstligisten gelang, die Auftaktrunde ohne Ausrutscher zu überstehen. Für eine echte Überraschung im Lostopf sorgte der SV Meppen-Rivale Jeddeloh II: Der Regionalligist, tiefstklassiger Verein im gesamten Teilnehmerfeld, hatte zuvor sensationell den Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim aus dem Pokal geworfen und bekommt es nun mit Zweitligist Hertha BSC zu tun.
Ausgetragen werden sämtliche Partien der Runde der letzten 32 Mannschaften am 27. und 28. Oktober. Das große Finale des Wettbewerbs steigt traditionell im Berliner Olympiastadion, in dieser Saison ist der 29. Mai 2027 als Termin vorgesehen.