Bundesliga-Transfers 2026: Saibari, Karetsas & Co. im Check

Der Bundesliga-Sommer 2026 hat die Kassen der Vereine kräftig geplündert: Rund 780 Millionen Euro flossen laut transfermarkt.de in neue Profis. Ganz vorne mit dabei war wieder einmal der FC Bayern, doch auch die Konkurrenz legte ordentlich nach. Die Transferbilanz der Bundesliga zeigt dabei ein durchaus interessantes Bild.

Das Startelfdebüt-Patch wird auf den rechten Ärmel eines Trikots des FC Bayern München gedrückt, direkt unter dem goldenen Bundesliga-Logo des Deutschen Meisters 2025/2026. (Reinaldo / Bundesliga Collection via Getty Images)
Das Startelfdebüt-Patch wird auf den rechten Ärmel eines Trikots des FC Bayern München gedrückt, direkt unter dem goldenen Bundesliga-Logo des Deutschen Meisters 2025/2026. (Reinaldo / Bundesliga Collection via Getty Images)

Besonders auffällig war das Vorgehen der Münchner bei Ismael Saibari. Der Rekordmeister hatte sich frühzeitig um den 25-Jährigen bemüht und saß damit längst in der Pole Position, als der Marokkaner bei der Weltmeisterschaft seine offensive Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Am Ende überwies der FC Bayern 50 Millionen Euro an PSV Eindhoven für den Techniker. Nahezu dieselbe Summe ließen sich die Bayern die Verpflichtung von Nathaniel Brown kosten. Der deutsche Nationalspieler kam von Eintracht Frankfurt und soll als Linksverteidiger, aber auch auf der Zehnerposition für zusätzliche Variabilität sorgen.

Junge Ausnahmetalente prägen den BVB und RB Leipzig

Bei Borussia Dortmund setzte man in diesem Sommer auf jugendlichen Offensivdrang. Konstantinos Karetsas ist gerade einmal 18 Jahre alt, avancierte durch seinen Wechsel von KRC Genk aber sofort zum zweitteuersten Transfer der Vereinsgeschichte. Rund 30 Millionen Euro Ablöse wurden fällig, unter Einrechnung möglicher Bonuszahlungen könnten es sogar 33 Millionen werden. Teurer war bislang nur einst Ousmane Dembélé. Als zweiten griechischen Neuzugang verpflichtete der BVB zudem Giannis Konstantelias für knapp 30 Millionen Euro von PAOK Saloniki. Der 23-Jährige sollte gemeinsam mit Karetsas für Furore sorgen, erlitt jedoch bereits im ersten Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV einen Kreuzbandriss und fällt nun für lange Zeit aus.

Auch bei RB Leipzig gab es einen emotionalen Auftakt: Rocco Reitz wechselte für 20 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach an die Pleiße und traf prompt beim 3:0-Auftaktsieg gegen seinen Ex-Verein, bei dem er seit seiner Geburt Mitglied war. Auf einen Torjubel verzichtete der Mittelfeldspieler aus Respekt. Gemeinsam mit Rückkehrer Christopher Nkunku, der leihweise vom AC Mailand kam, soll Reitz die Sachsen wieder in Richtung Titelkampf führen. Verstärkt wurde zudem die Defensive: Für 25 Millionen Euro wechselte Innenverteidiger Maxime Estève vom FC Burnley nach Leipzig.

Leverkusen greift tief in die Tasche, Frankfurt löst Torwart-Sorgen

Bayer Leverkusen setzte im Angriff auf eine bekannte Größe. Moussa Diaby kehrte für 28 Millionen Euro von Al-Ittihad an die Werkself zurück, für die er bereits zwischen 2019 und 2023 aufgelaufen war und in 173 Pflichtspielen 49 Tore sowie 48 Vorlagen beigesteuert hatte. Der 27-jährige Franzose soll künftig von Außenverteidiger Guela Doué unterstützt werden, der für rund 30 Millionen Euro von Racing Straßburg kam. Der Bruder von PSG-Star Désiré Doué komplettiert damit einen Umbruch, für den Leverkusen insgesamt 157 Millionen Euro investierte, ligaweit der höchste Betrag eines Bundesligisten in diesem Sommer.

Bei Eintracht Frankfurt drehte sich vieles um die Torwartposition. Noah Atubolu hatte seinen Abschied vom SC Freiburg frühzeitig verkündet, fand jedoch zunächst keinen internationalen Abnehmer. Als am Main akute Torwart-Not herrschte, verlängerte der 24-Jährige seinen Vertrag in Freiburg, um sich anschließend als neue Nummer eins an die SGE ausleihen zu lassen. Die vereinbarte Kaufoption könnte sich im kommenden Sommer in eine Verpflichtung verwandeln, dann wären schätzungsweise 13 Millionen Euro fällig.

Stuttgart hofft auf neuen Sturm-Hoffnungsträger

Der VfB Stuttgart wiederum verpflichtete mit Dzenan Pejcinovic für 25 Millionen Euro vom Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg einen Stürmer mit Perspektive. Der 21-Jährige hatte in der Vorsaison zwölf Pflichtspieltore erzielt und dabei angedeutet, dass für den U21-Nationalspieler noch größere Aufgaben warten könnten. Bundestrainer Jürgen Klopp sprach bereits über ein persönliches Treffen mit dem Angreifer, der nun mit Stuttgart in der Champions League antritt und möglicherweise schon bald auch im Nationaltrikot auflaufen könnte.