Das sind die neuen Regeln der Fußball-Bundesliga 2026!

Seit Freitag rollt der Ball in der Bundesliga wieder. Bei der letzten Tagung auf dem DFB-Campus in Frankfurt den Medienschaffenden erklärt, was sich regeltechnisch geändert hat. Einige kennen wir von der letzten FIFA Fußball WM. Zunächst wurden drei Grundsätze präsentiert, an die sich die deutschen Schiedsrichter nach den Eindrücken bei der WM festhalten. Das Image des Fußballs soll ebenso wie die Gesundheit der Spieler geschützt und Unsportlichkeiten konsequent geahndet werden.

Schiedsrichter Robert Hartmann zeigt Facundo Medina von Bayer 04 Leverkusen im Bundesliga-Spiel beim SV Elversberg am 29. August 2026 in der Ursapharm-Arena die Gelbe Karte. (Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images)
Schiedsrichter Robert Hartmann zeigt Facundo Medina von Bayer 04 Leverkusen im Bundesliga-Spiel beim SV Elversberg am 29. August 2026 in der Ursapharm-Arena die Gelbe Karte. (Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images)

Fünf-Sekunden-Countdown bei Abstoß und Einwurf

Bereits von der WM bekannte Bilder werden künftig auch in der Bundesliga zu sehen sein: Der Schiedsrichter reckt eine Hand in die Luft und zählt von fünf herunter. Grund dafür ist, dass Zeitspiel verhindert werden soll.

Ganz konkret wird der Schiedsrichter bei einem Einwurf oder Abstoß zunächst pfeifen, dann signalisieren, dass das Spiel fortgesetzt werden soll und schließlich den Fünf-Sekunden-Countdown starten.

Wird ein Einwurf nicht bis zum Ende des Countdowns ausgeführt, bekommt die gegnerische Mannschaft einen Einwurf. Kommt der Ball beim Abstoß nicht rechtzeitig ins Spiel, geht es mit Eckball für das andere Team weiter.

Zehn Sekunden bei Auswechslungen

Auswechslungen sollen ebenfalls beschleunigt werden. Ab dem Moment, in dem die Auswechseltafel hochgehalten wird, muss der weichende Spieler binnen zehn Sekunden das Spielfeld verlassen. Wenn er den Platz nicht innerhalb von zehn Sekunden verlassen hat, darf der einzuwechselnde Spieler erst frühestens eine Minute später in der nächsten Spielunterbrechung auf das Spielfeld.

Dauert es länger als eine Minute, bis das Spiel unterbrochen wird, muss die Mannschaft dennoch bis zur nächsten Unterbrechung in Unterzahl agieren.

Änderungen auch bei Verletzungs-Unterbrechungen

Sobald ein verletzter Spieler auf dem Spielfeld behandelt wird, für eine Spielunterbrechung sorgt oder die Spielfortsetzung verzögert, muss er das Spielfeld für eine Minute verlassen und darf den Platz erst auf Zeichen des Schiedsrichters wieder betreten.

Neuerungen auch beim Vorteil

Neu ist, dass der Schiedsrichter nun auch den Vorteil laufen lassen kann, wenn zuvor eine Mannschaft das Spiel nicht korrekt fortgesetzt hat und der Ballbesitz dadurch wechselt. Als Beispiel hierfür nannte Daniel Siebert einen falschen Einwurf und präsentierte wie für andere Änderungen auch ein passendes Video zur Veranschaulichung.

Wenn bei einer Notbremse der Vorteil gewährt wird und daraus ein Tor entsteht, bekommt der Spieler, der das Foul begangen hat, keine Karte mehr. Bislang hätte es eine Reduzierung von Rot auf Gelb oder von Gelb auf keine Karte gegeben.

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Außerdem gibt es keine Karte mehr, wenn ein Spieler vergeblich versucht, ein Tor mit dem Arm oder der Hand zu verhindern.

Kleinere Änderungen beim VAR

Neuerdings darf bei einer gelb-roten Karte die zweite Verwarnung überprüft werden, wenn sie falsch ist. Zudem darf der VAR nun bei Spielerverwechslungen und bei Vergehen, die vor einem Eckball oder Freistoß stattgefunden haben, eingreifen.

VAR-Kontrollen bei Eckbällen wie bei der WM wird es nicht geben. Außerdem wurde die Rote Karte für das Verdecken des Mundes als Änderung nicht übernommen. Insgesamt soll die Eingriffsschwelle des VAR erhöht werden, sodass es zu weniger Einsätzen kommt.

Quelle: https://www.zdfheute.de/sport/fussball-bundesliga/bundesliga-regelaenderungen-saison-2026-2027-100.html