Der Name allein macht schon Gänsehaut: Champions League. Doch bevor der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt tatsächlich in der Ligaphase der Königsklasse mitmischen dürfen, müssen sie zwei Schwergewichte aus dem europäischen Frauenfußball aus dem Weg räumen. Inter Mailand und Paris Saint-Germain heißen die Hürden, die kaum anspruchsvoller ausfallen könnten.
Das Duell des VfL Wolfsburg mit Inter Mailand wird am Mittwoch ab 18 Uhr live im Free-TV bei DF1 sowie im DF1-Livestream gezeigt. Eintracht Frankfurt gegen Paris Saint-Germain ist ab 19 Uhr bei EintrachtTV+ zu sehen.

Für Eintracht Frankfurt geht es am Mittwoch (19.00 Uhr) im heimischen Stadion am Brentanobad gegen PSG los. Trainer Niko Arnautis machte im Vorfeld keinen Hehl daraus, dass seiner Mannschaft ein Kraftakt bevorsteht. „Sehr schwer“ werde die Aufgabe, so der Übungsleiter, der die Franzosen „auf dem Papier“ klar in der Favoritenrolle sieht. Dennoch wolle die SGE dagegenhalten: Man werde „versuchen, ihnen weh zu tun und alles dafür zu tun“, um die Qualifikationshürde erstmals seit 2023 wieder zu überspringen.
Etwas günstiger scheint die Ausgangslage für den VfL Wolfsburg, der zeitgleich am Mittwoch um 18.00 Uhr auf Inter Mailand trifft. Zumindest auf dem Papier gilt die Partie als lösbar, allerdings befinden sich die Wölfinnen nach dem Abschied von Alexandra Popp erkennbar in einer Umbruchphase. Das zeigte sich zuletzt beim wilden 8:2-Ligaauftakt gegen den 1. FC Nürnberg, bei dem Wolfsburg nach der Pause einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen musste, ehe die Wende gelang.
Champions League der Frauen: Hier laufen die Qualifikationsspiele
Die beiden deutschen Vertreter sind am Mittwoch auch im TV und Stream zu sehen. Das Duell des VfL Wolfsburg mit Inter Mailand wird ab 18 Uhr live bei DF1 im Free-TV übertragen. Zusätzlich ist die Partie im Livestream von DF1 sowie bei Wölfe TV zu sehen.
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Eine Stunde später steigt Eintracht Frankfurt gegen Paris Saint-Germain. Die Partie aus dem Stadion am Brentanobad wird ab 19 Uhr bei EintrachtTV+ übertragen. Damit können Fans beide deutschen Qualifikationsspiele live verfolgen.
Wolfsburg gewarnt vor Inter-Test mit früherer Wölfin Magull
Inter selbst wartet zwar noch auf die Premiere in der Königinnenklasse, reist aber keineswegs als Fußnote an. Mit Lina Magull steht ausgerechnet eine Ex-Wolfsburgerin im Kader der Italienerinnen, die aktuell den Vizemeistertitel der Serie A tragen. Trainer Stephan Lerch fordert deshalb eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Nürnberg-Spiel. Seine Mannschaft müsse von der ersten Minute an „ans Maximum gehen“ und „Champions-League-Niveau“ auf den Rasen bringen, betonte Lerch.
Drei deutsche Teams als Signal für die Bundesliga
Gelingt beiden Klubs der Sprung, würde die Bundesliga erstmals seit der Saison 2021/22 wieder mit drei Vertreterinnen in der Ligaphase antreten. Das wäre nicht nur sportlich ein Achtungszeichen, sondern auch ein wichtiges Signal in der laufenden Debatte um Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Eliteklasse. Aktuell ist aus der Bundesliga nur Double-Gewinner Bayern München fix für die Ligaphase gesetzt. Die Rückspiele der Qualifikationsrunde steigen in der kommenden Woche.
Freigang als Frankfurter Trumpfkarte gegen Paris
Besondere Hoffnungen ruhen in Frankfurt auf Laura Freigang, die trotz eines noch laufenden Dopingverfahrens sportlich in Bestform präsentiert. Drei Treffer erzielte die Angreiferin bereits in der bisherigen Qualifikation, darunter ein Doppelpack gegen Malmö. Ein ähnlicher Coup gegen PSG käme der SGE mehr als gelegen. „Ich glaube, wir nehmen einfach den Kopf runter, konzentrieren uns auf die Aufgabe, und dann mal sehen, was dabei herauskommt“, sagte Freigang gegenüber dem HR mit Blick auf ihre Torgefährlichkeit.
Mit Paris verbindet die Eintracht zudem historische Erfolgsmomente. Als damaliger 1. FFC Frankfurt sicherte sich der Klub 2015 in Berlin seinen bislang letzten internationalen Titel, als man PSG im Champions-League-Finale bezwang.