Schottland hat einen neuen Mann auf der Trainerbank gefunden. Der schottische Fußballverband hat Sébastien Pocognoli als neuen Nationaltrainer verpflichtet. Der 39 Jahre alte Belgier, zuletzt bei der AS Monaco tätig, unterschrieb einen Vertrag bis 2028.

Vom Linksverteidiger zum gefragten Übungsleiter
Die Verpflichtung wurde am Sonntag offiziell bestätigt. Pocognoli, einst als Linksverteidiger aktiv, beendete seine Spielerkarriere 2021 und stieg anschließend als Trainer bei der U21 von Union Saint-Gilloise ein. Bereits 2024 übernahm er dort die erste Mannschaft und lieferte gleich in seiner ersten Spielzeit als Chefcoach eines Profiteams ein beeindruckendes Debüt ab: Er führte den Klub zum Titel in der belgischen Pro League und erstmals in der Vereinsgeschichte in die Gruppenphase der Champions League. Diese Erfolge weckten offenbar auch das Interesse des schottischen Verbandes, der nun auf die Expertise des Belgiers setzt.
Nach seinem Engagement bei Monaco wagt Pocognoli nun den Schritt ins Nationalmannschaftsgeschäft. Zu seiner neuen Aufgabe äußerte er sich sichtlich stolz: „Es ist eine Ehre. Die schottischen Fans sind bekannt für ihre Leidenschaft. Ich habe sie selbst erlebt, als ich 2013 als Spieler für Belgien gegen sie gespielt habe. Gemeinsam mit meinem Trainerstab werde ich alles dafür tun, ihnen eine Mannschaft zu geben, auf die sie stolz sein können, und auf den Erfolgen aufzubauen, die mein Vorgänger bereits erreicht hat.“
Große Fußstapfen von Steve Clarke
Mit diesen Worten würdigt der Belgier zugleich seinen Vorgänger Steve Clarke, der sieben Jahre lang das Zepter bei den Schotten schwang und das Team zur ersten WM-Teilnahme seit 28 Jahren führte. Diese Ausgangslage gilt nun als Fundament, auf dem Pocognoli aufbauen soll, um die schottische Auswahl weiter voranzubringen.
Sein Einstand auf der Trainerbank der Nationalelf steht bereits fest: Am 26. September gibt Pocognoli sein Debüt beim Auftakt der Nations League gegen Slowenien.