Der deutsche Sportfernsehmarkt erlebt einen echten Paukenschlag: Laura Wontorra (37) kehrt DAZN vorzeitig den Rücken und heuert bereits in diesem Sommer bei RTL und Sky an. Erst vor einem Jahr hatte die Moderatorin ihren Vertrag beim Streamingdienst bis 2027 verlängert, nun soll ihr neuer Arbeitsvertrag in Köln Medienberichten zufolge mindestens drei Jahre laufen.

Warum RTL nach der Sky-Übernahme ein neues Gesicht braucht
Auslöser des Wechsels ist ein Deal, der den deutschen Fernsehmarkt im Sommer 2026 gehörig durcheinandergewirbelt hat. RTL übernahm Sky Deutschland für 150 Millionen Euro in bar, über mögliche Nachzahlungen könnte sich der endgültige Kaufpreis in den kommenden Jahren sogar auf bis zu 527 Millionen Euro summieren.
Von diesem Milliardendeal sollen vor allem die Fans profitieren. RTL-Boss Stephan Schmitter (51) kündigte an, künftig so viele Bundesliga-Partien wie nie zuvor frei empfangbar zu zeigen, bis zu zehn Livespiele pro Saison sollen möglich sein. Hinzu kommt der DFB-Pokal, der ebenfalls ins RTL-Programm wandert, inklusive des Finales in der Saison 2027/28. Für dieses umfangreiche Fußballpaket braucht der Sender ein Gesicht, das die Zuschauer sofort mit dem Sport verbinden, und genau hier kommt Wontorra ins Spiel.

Von der WM-Bühne zurück in die Domstadt
Zuletzt stand Wontorra bei der WM 2026 für MagentaTV vor der Kamera und moderierte dort unter anderem die Sendungen rund um das Finale. Bei Länderspielen der Nationalmannschaft ist sie ohnehin schon seit 2025 wieder für den Kölner Sender im Einsatz, mittlerweile mit Bundestrainer Jürgen Klopp als prominentestem Interviewpartner. Der Wechsel zu RTL und Sky schließt damit für die Moderatorin gewissermaßen einen Kreis.
Vom Sky-Einstieg bis zur RTL-Rückkehr: Die Karrierestationen
Die Nähe zu Sport und Fernsehen wurde Laura Ariane Christel Wontorra praktisch in die Wiege gelegt, ihr Vater ist der langjährige TV-Moderator Jörg Wontorra (77). Die gebürtige Bremerin begann ihre berufliche Laufbahn bei Sky, ehe sie 2013 zu Sport1 wechselte. 2017 folgte der erste Schritt zur RTL Group, wo sie neben Fußballformaten auch verstärkt in der Unterhaltung Fuß fasste, etwa bei „Ninja Warrior Germany“ sowie als Gesicht der Montagsshow zur Bundesliga bei Nitro. Ab der Saison 2021/22 kam schließlich die Station bei DAZN hinzu, die nun ihr vorzeitiges Ende findet.
So reagiert DAZN auf den Abschied
Die vorzeitige Trennung erfolgte nach Angaben beider Seiten einvernehmlich und in gegenseitigem Respekt. Der Streamingdienst reagierte prompt auf die Nachricht und schrieb bei Instagram: „Danke für unzählige besondere Momente und eine großartige Zeit vor und hinter der Kamera. Wir wünschen dir auf deinem weiteren Weg nur das Beste.“
Für die Zuschauer bedeutet der Wechsel konkret: Ab dieser Saison ist Laura Wontorra nicht mehr im kostenpflichtigen Streamingabo zu sehen, sondern im Free-TV sowie bei Sky. Welche Formate sie dort im Detail übernehmen wird, dürfte RTL noch vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison verkünden.
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