Said El Mala könnte seinen wohl letzten Auftritt im Trikot des 1. FC Köln bereits hinter sich haben. Zwischen dem Effzeh und Borussia Dortmund kommt in der Personalie offenbar Bewegung ins Spiel, ein Rekordtransfer rückt in greifbare Nähe.

Beim Testspiel gegen Real Sociedad San Sebastián, das die Kölner mit 2:1 (1:1) für sich entschieden, zeigte El Mala im Müngersdorfer Stadion noch einmal seine ganze Klasse. Über die linke Angriffsseite setzte er immer wieder Akzente, ehe ihn Krämpfe schließlich zur Auswechslung zwangen. Nach der Partie nahm sich der 19-Jährige ausgiebig Zeit für die Fans, verteilte Autogramme, posierte für Selfies und überreichte am Ende sogar sein rotes Trikot ins Publikum. Sollte er tatsächlich das nächste Mal in Müngersdorf auflaufen, dann möglicherweise schon in den Farben Schwarz-Gelb.
Dortmund nähert sich der Kölner Preisvorstellung an
Die seit Wochen andauernde Hängepartie um den Offensivspieler scheint sich nun einer Lösung zu nähern. Laut übereinstimmenden Berichten pirscht sich der BVB Schritt für Schritt an die kolportierte Ablöseforderung von 50 Millionen Euro heran, die der 1. FC Köln aufgerufen haben soll. Die „Express“ berichtete konkret von einem sogenannten All-in-Angebot der Dortmunder, das mindestens 48 Millionen Euro für den Rechtsaußen vorsieht. Bereits zu Wochenbeginn könnte demnach spürbar Bewegung in die Verhandlungen kommen.
Das wäre eine echte Kehrtwende, denn bislang pochten beide Klubs öffentlich auf ihre jeweiligen Schmerzgrenzen. Während der FC auf einen Rekordverkauf seiner Vereinsgeschichte hofft, ist der BVB grundsätzlich bereit, mit El Mala einen neuen Vereinsrekord aufzustellen, noch vor Ousmane Dembélé, der 2016 für 35 Millionen Euro von Stade Rennes an die Weser… pardon, an den Borsigplatz wechselte und mittlerweile zum Weltfußballer avancierte.
Kurios: Vereinzelt war in Medienberichten sogar von einer Empfehlung aus höchsten Kreisen die Rede. Nach SID-Informationen gab es in dieser Sache jedoch keinerlei Kontakt zu Jürgen Klopp. Der frisch installierte Bundestrainer ist an den Transferaktivitäten rund um El Mala nicht beteiligt.
Kessler betont Vertragssituation, hält Tür aber einen Spalt offen
Einer Fürsprache von ganz oben bedarf es beim BVB ohnehin kaum, denn El Mala hat längst signalisiert, den nächsten Karriereschritt gehen zu wollen. Nach einer beeindruckenden Debütsaison mit 13 Toren und fünf Vorlagen fühlt sich der Youngster reif für die neue Herausforderung. In der abgelaufenen Spielzeit trug er die Offensive des Effzeh phasenweise im Alleingang, erzielte entscheidende Treffer im Abstiegskampf und begeisterte unter anderem mit einem spektakulären 60-Meter-Solo gegen den FC Bayern.
Noch aber steht El Mala unter Vertrag beim 1. FC Köln, wie Geschäftsführer Thomas Kessler regelmäßig betont. Erst im Juli 2025 hatte der Flügelflitzer sein Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2030 verlängert, eine Ausstiegsklausel wurde dabei nicht vereinbart. „Said hat einen langfristigen Vertrag und wir haben keinen Grund, den Spieler abzugeben“, stellte Kessler am Samstag klar, ließ jedoch ein Hintertürchen offen: „Wir haben auch gesagt: Wenn etwas kommt, das für den 1. FC Köln in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun.“ Borussia Dortmund, so viel scheint sicher, arbeitet unterdessen weiter an dem Deal.