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Was macht diesen Weltmeister aus? Thomas Müller lieferte bei MagentaTV nach dem Finale die kompakteste Antwort auf diese Frage und beschrieb, warum Spaniens Spielanlage das gesamte Turnier über kaum zu knacken war.

Müllers Analyse der spanischen Spielanlage
„Die Spielanlage vorwärts wie rückwärts ist bei den Spaniern so dominant. Sie spielen mit viel Aufwand, Fleiß, Herz und Technik. Sie spielen mit allem.“
Die Zahlen des Abends stützen den Eindruck: 62 Prozent Spielanteile für Spanien, dazu eine Serie von 38 Partien ohne Niederlage.
Das Video im Transkript
Automatische Verschriftlichung des Videos, für die Lesbarkeit leicht geglättet. Quelle: MagentaTV.
Moderation: 106. Minute in New York, Nacht in Barcelona. Üblicherweise kommen die Jubelbilder aus der Hauptstadt, aus Madrid. Aber wenn schon ein Spieler des FC Barcelona den entscheidenden Treffer erzielt, dann können sie auch aus Katalonien kommen. Spanien ist wieder Fußball-Weltmeister, 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien. Wir haben zwei hier, die wissen, wie das ist. Wenn das Spiel abgepfiffen wird, nach Verlängerung, und du bist Weltmeister: Könnt ihr dieses Gefühl nachempfinden und schildern?
Thomas Müller: Erlösung.
Mats Hummels: Ja, ich wollte gerade das Gleiche sagen. Es war genau wie bei uns: Verlängerung, du schießt das Tor, musst es noch zehn Minuten wegverteidigen, jetzt waren es 15, und hoffst logischerweise, machst aber auch was dafür, dass es gleich vorbei ist. Und wenn dann der Moment kommt, ist es einfach Befreiung, Erlösung. Und erst mal geht auch jegliche Kraft raus aus dem Körper.
Moderation: Wobei man ja sagen muss, Jürgen, es war nicht wirklich ein Duell auf Augenhöhe. Warum ist Argentinien nie angekommen in diesem Finale?
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Jürgen Klopp: Spanien hat jetzt auch nicht 120 Minuten die Sterne vom Himmel gespielt. Aber ab der zweiten Halbzeit waren sie wirklich da. Sie haben in der ersten Halbzeit schon Momente gehabt, in der zweiten mehr davon, und dann irgendwann das Spiel komplett kontrolliert. Das war einfach heute nicht Argentiniens Tag. Messi hat gar nicht ins Spiel gefunden. Bei ihm wartet man immer darauf, dass irgendwann doch nochmal eine Aktion kommt. Die kam heute nicht. Nach dem 1:0 gab es nur eine Minute, in der Argentinien ein bisschen aufkam, dann haben sie es direkt wieder wegkontrolliert.
Thomas Müller: Die Spielanlage vorwärts wie rückwärts ist bei den Spaniern so dominant. Sie spielen mit viel Aufwand, Fleiß, Herz und Technik. Sie spielen mit allem.