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Englands Nationalteam geht mit breiter Brust und großem Selbstvertrauen ins WM-Halbfinale gegen Lionel Messis Argentinien. Thomas Tuchel betonte am Dienstag in Atlanta, seine Mannschaft sei „sehr hungrig“ und wolle den nächsten Schritt gehen.

Tuchel setzt auf Hunger statt Druck
Der deutsche Chefcoach machte vor dem Duell am Mittwoch um 21.00 Uhr MESZ gegen den Titelverteidiger klar, dass seine Auswahl genau wisse, warum sie bei diesem Turnier sei und was sie erreichen wolle. „Wir wissen, warum wir hier sind und auch was, was wir wollen. Wir sind hier sehr hungrig angekommen. Wir wollen den nächsten Erfolg“, sagte Tuchel. Gleichzeitig unterstrich er: „Wir respektieren den Gegner, aber wir machen es nicht größer, als es ist. Wir sind aufgeregt, dankbar und sehr hungrig.“
Auch die besondere Konstellation schob Tuchel nicht in eine Drucksituation. Er spüre keine Last, dass er England erstmals seit 1966 in ein WM-Finale führen könnte. Vielmehr erwarte er ein intensives, emotionales Spiel zwischen zwei großen Fußball-Nationen, in dem das Momentum häufig wechseln werde.
Großes Lob für Messi und Argentiniens Stabilität
Besonders viel Anerkennung hatte Tuchel für Lionel Messi übrig, der Argentinien durch das Turnier trägt. Der Kapitän sei „absolut unglaublich“, sagte der 51-Jährige und ergänzte, er habe „keine Worte“, um Messi zu beschreiben. „Wer bin ich, um über ihn zu reden? Er ist Schlüsselspieler und Leader in jedem Team, für das er spielt“, erklärte Tuchel. Schmunzelnd fügte er hinzu, dass er sogar über „einen guten alten Manndecker“ nachgedacht habe.
Auch die argentinische Mannschaft insgesamt beeindruckt den Engländer. Die Südamerikaner seien „sehr erfahren, sehr, sehr gut trainiert“, zudem sei ihr großer Zusammenhalt eine zentrale Stärke. Genau das sei „die Essenz des Fußballs“ und ein Vorbild auch für England. „Wir können die großen Erfolge nur als Brüder holen“, sagte Tuchel.
„Jedes Team der Welt ist schlagbar“
Für das Halbfinale müsse England einige Punkte auf hohem Niveau abrufen. Tuchel forderte, Rhythmus, Spielaufbau und die Beschleunigung des Angriffsspiels müssten auf einem höheren Level liegen. Gleichzeitig betonte er, dass es „eine Menge zu beachten“ gebe, sein Team aber da sei, um „unser Spiel durchzubringen“.
Der frühere Bayern-Coach zeigte sich überzeugt, dass „jedes Team der Welt schlagbar“ sei. Das gelte für Argentinien ebenso wie für England. Damit das eigene Ziel erreicht werde, müssten die Engländer an ihre Grenzen gehen, doch gerade der Gegner, die Bedeutung der Partie und der große Rahmen würden das Beste aus der Mannschaft herausholen.
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