Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Die große Frage: Wie stoppt man Lionel Messi?
- 2 Keine Ausreden beim Klima
- 3 Historische Chance für die Schweiz
- 4 Erinnerungen an das WM-Duell von 2014
- 5 Verletzung von Johan Manzambi schmerzt die Schweiz
- 6 Respekt vor Argentinien, aber keine Angst
- 7 Xhaka fordert Mut und Glauben an den Traum
- 8 Kansas City als Bühne für Geschichte
Pressekonferenz zum Spitzenspiel der Nati! Titelverteidiger Argentinien trifft im Viertelfinale der Fußball-WM 2026 auf die Schweiz. Die Partie wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag (12. Juli, 03:00 Uhr MESZ) im Kansas City Stadium angepfiffen und exklusiv bei MagentaTV übertragen. Während Lionel Messi und die Albiceleste den nächsten Schritt Richtung Titelverteidigung machen wollen, steht die Schweiz erstmals seit 1954 wieder unter den letzten acht Mannschaften einer Weltmeisterschaft und träumt vom historischen Coup.

Die große Frage: Wie stoppt man Lionel Messi?
Kaum ein Thema bestimmte die Pressekonferenz stärker als der Umgang mit Lionel Messi. Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin machte deutlich, dass es gegen den Weltstar keine einfache Patentlösung gebe. Vielmehr müsse die gesamte Mannschaft defensiv geschlossen auftreten und vor allem die Zuspiele auf den argentinischen Kapitän unterbinden.
Auch Kapitän Granit Xhaka deutete an, dass Messi über die gesamte Spielzeit kaum komplett auszuschalten sei. Die Schweiz wolle deshalb kompakt verteidigen, Räume eng machen und selbst möglichst lange Ballbesitzphasen erzeugen, um den Argentiniern möglichst wenige Angriffe zu ermöglichen.

Keine Ausreden beim Klima
Die klimatischen Bedingungen in den USA und die kurzen Reisezeiten zwischen den Spielorten beschäftigen bei dieser WM viele Mannschaften. In der Schweizer Delegation wollte davon jedoch niemand etwas wissen.
Yakin verwies darauf, dass die Mannschaft ähnliche Bedingungen bereits während des Turniers erlebt habe und die Abläufe mittlerweile kenne. Xhaka machte noch deutlicher klar, dass im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft weder Hitze noch Luftfeuchtigkeit als Entschuldigung gelten dürften.
Historische Chance für die Schweiz
Für die Schweizer Nationalmannschaft ist das Spiel gegen Argentinien bereits jetzt historisch. Zum ersten Mal seit 72 Jahren steht die Nati wieder im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft.
Xhaka erklärte, dass allein die Teilnahme an diesem Spiel bereits Stolz auslöse, die Mannschaft jedoch mit deutlich größeren Ambitionen nach Kansas City gereist sei. Gerade weil das Halbfinale plötzlich greifbar erscheine, sei der Hunger innerhalb des Teams noch einmal gewachsen.
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Erinnerungen an das WM-Duell von 2014
Das Achtelfinale der WM 2014 gegen Argentinien ist in der Schweiz bis heute präsent. Damals verlor die Nati erst in der Verlängerung mit 0:1 gegen die Südamerikaner.
Xhaka erinnerte daran, dass es seine erste Weltmeisterschaft gewesen sei und die Mannschaft damals bereits eine starke Leistung gezeigt habe. Gleichzeitig betonte er, dass die heutige Schweiz nur noch wenig mit jener Mannschaft gemeinsam habe. Die neue Generation verfüge über mehr Erfahrung, mehr internationale Qualität und eine gewachsene Siegermentalität.
Verletzung von Johan Manzambi schmerzt die Schweiz
Verzichten muss die Schweiz im Viertelfinale auf Mittelfeldspieler Johann Manzambi. Yakin bestätigte, dass sämtliche Versuche gescheitert seien, den Spieler rechtzeitig fit zu bekommen.
Der Nationaltrainer deutete an, dass der Ausfall sportlich und emotional schwer wiege, da Manzambi bislang zu den positiven Überraschungen des Turniers gehört habe. Die Mannschaft sei jedoch bereit, die entstandene Lücke gemeinsam aufzufangen.

Respekt vor Argentinien, aber keine Angst
Die Schweizer Delegation zeigte großen Respekt vor dem amtierenden Weltmeister, vermied jedoch jede Form von Ehrfurcht. Yakin verwies auf die enorme Intensität und die körperliche Präsenz der Argentinier, die in vielen Duellen den Unterschied ausmachen könnten.
Gleichzeitig habe die Schweiz in den bisherigen K.o.-Spielen bewiesen, dass sie gegen starke Gegner bestehen könne. Vor allem Umschaltsituationen und schnelle Gegenangriffe könnten gegen die hoch verteidigenden Argentinier zu Chancen führen.
Xhaka fordert Mut und Glauben an den Traum
Immer wieder betonte Xhaka die besondere Mentalität innerhalb der Mannschaft. Die Schweiz wolle nicht nur ein respektables Viertelfinale spielen, sondern tatsächlich gewinnen.
Der Kapitän deutete an, dass große Erfolge nur möglich seien, wenn Spieler bereit seien, über ihre Grenzen hinauszugehen. Gemeinsam mit den Fans wolle die Mannschaft weiterträumen und die vielleicht größte Geschichte des Schweizer Fußballs schreiben.

Kansas City als Bühne für Geschichte
Für Murat Yakin besitzt das Spiel auch unabhängig vom sportlichen Wert einen besonderen Reiz. Der Schweizer Trainer, selbst großer NFL-Fan, zeigte sich beeindruckt vom Besuch ehemaliger Spieler der Kansas City Chiefs und der Atmosphäre rund um das Stadion.
Doch trotz aller Begeisterung für die Sportstadt Kansas City soll der Fokus auf dem Fußball liegen. Die Schweiz steht vor der größten Herausforderung ihrer jüngeren Geschichte und zugleich vor der größten Chance seit Generationen.
Ob David tatsächlich den Goliath stürzen kann, entscheidet sich in der Nacht zum Sonntag im ausverkauften Kansas City Stadium.
Wer Murat Yakins und Granit Xhakas Aussagen im Original hören möchte, findet hier die komplette Pressekonferenz der Schweiz vor dem Duell mit Argentinien.