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Im deutschen Fußball verdichten sich die Hinweise auf einen radikalen Wechsel auf der höchsten Ebene: Julian Nagelsmann könnte beim DFB durch Jürgen Klopp ersetzt werden. Sportlich mag das für viele logisch klingen, finanziell wäre es für den Verband aber ein äußerst teures Unterfangen.

DFB arbeitet nach dem WM-Aus am nächsten Schritt
Hinter den Kulissen läuft die Aufarbeitung des WM-Debakels bereits auf Hochtouren, während sich der DFB nach außen weiter bedeckt hält. Drei Tage nach dem unerwarteten Aus gegen Paraguay mehren sich jedoch die Anzeichen, dass es mit Nagelsmann als Bundestrainer nicht weitergeht.
Die Tendenz ist eindeutig: Nagelsmann soll zwei Jahre vor dem Ende seines Vertrags den Posten räumen, Klopp könnte übernehmen. In kicker-Umfragen liegt die Zustimmung für den früheren Chefcoach von Mainz 05, Borussia Dortmund und dem FC Liverpool fast auf dem Niveau der Ablehnung, wenn es um die Frage geht, ob Nagelsmann überhaupt noch der richtige Mann für den Job ist.
Warum der Wechsel den DFB teuer zu stehen käme
So naheliegend der Umbau aus sportlicher Sicht erscheinen mag, so groß wäre die finanzielle Belastung. Der Verband müsste nicht nur Nagelsmann abfinden, sondern auch Klopp aus seiner aktuellen Aufgabe bei Red Bull herauslösen. Dort ist er seit dem 1. Januar 2025 als „Head of Global Soccer“ tätig und noch bis Ende 2029 gebunden.
Nagelsmann stehen bei einer vorzeitigen Trennung nach kicker-Informationen rund sieben Millionen Euro zu. Diese Summe entspricht einem Jahresgehalt und soll Teil der Vereinbarung gewesen sein, die im Zuge der Vertragsverlängerung Anfang 2025 für den Fall eines sportlichen Misserfolgs bei der WM getroffen wurde.
Klopp ohne Klausel, aber mit großem Vertrag
Auch bei Klopp sieht es für den DFB nicht günstig aus. Nach kicker-Informationen enthält sein Arbeitspapier bei Red Bull keine Ausstiegsklausel. Zwar soll es mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff ein Gentlemen’s Agreement geben, wonach Klopp bei einer Chance auf den Bundestrainer-Posten keine Steine in den Weg gelegt würden. Bei seiner Vorstellung bei Red Bull hatte der 59-Jährige eine solche Abmachung allerdings zurückgewiesen und gesagt: „Ich habe nicht danach gefragt, er hat nicht nein gesagt“.
Eine schnelle Entscheidung über Klopps Zukunft wird nach kicker-Informationen nicht erwartet. Und selbst im Fall eines Wechsels dürfte Red Bull den leitenden Angestellten nicht kostenlos ziehen lassen, zumal Klopp in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits mehrere Mitarbeiter mit ins Fußball-Imperium des Konzerns gebracht hat. Zu diesen zählen etwa Zsolt Löw und Peter Krawietz, deren Zukunft ebenfalls geklärt werden müsste.
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Dazu kommt, dass sich Klopp wohl kaum mit einem Jahresgehalt von sieben Millionen Euro zufriedengeben würde. Sein Salär bei Red Bull soll bei gut zehn Millionen Euro liegen. Der DFB müsste also tief in die Tasche greifen, um einen prominenten Bundestrainer durch den nächsten zu ersetzen. Wie der frühere Nationalspieler und Klopp-Schützling Mats Hummels bei MagentaTV sagte: „Ich glaube, ein Sechzehntelfinal-Aus kostet noch mehr – in jeder Hinsicht.“