Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Tuchel lobt Bellingham: „Alles ist sein Verdienst“
- 2 Besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Fans
- 3 Hydration Breaks verändern laut Tuchel den Charakter des Spiels
- 4 Ghana als gefährlicher Gegner im Umschaltspiel
- 5 Keine Verletzungssorgen bei England
- 6 WM Tabelle in Gruppe L mit England
- 7 Rice strotzt nach Arsenal-Titel vor Selbstvertrauen
- 8 Harry Kane als Vorbild für die gesamte Mannschaft
- 9 England will den nächsten Schritt machen
England kann am zweiten Spieltag der WM 2026 einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale machen. Vor der Partie gegen Ghana sprach Nationaltrainer Thomas Tuchel auf der offiziellen Pressekonferenz über die Stärken des kommenden Gegners, die besondere Verbindung zu den englischen Fans und den Konkurrenzkampf innerhalb seines Kaders. Mittelfeldspieler Declan Rice blickte vor seinem möglichen 75. Länderspiel auf die bisherige Turnierleistung zurück und zeigte sich äußerst selbstbewusst. Die Partie England gegen Ghana findet am Dienstag, 23. Juni 2026, um 22 Uhr (MESZ) im Gillette Stadium in Foxborough bei Boston statt. Die Übertragung erfolgt live in der ARD sowie bei MagentaTV.

Tuchel lobt Bellingham: „Alles ist sein Verdienst“
Einer der ersten Gesprächspunkte war Jude Bellingham, der beim Auftaktsieg gegen Kroatien erneut zu den auffälligsten Akteuren gehörte. Für Tuchel gibt es keinen Zweifel daran, wem die starken Leistungen zuzuschreiben sind.
Stadion WM heute: Wo spielt England gegen Ghana? Gillette Stadium in Boston
„Alles, was man sieht, ist sein Verdienst“, erklärte der englische Coach. Bellingham verfüge über außergewöhnliches Talent, liebe den Wettbewerb auf höchstem Niveau und ordne sich gleichzeitig vollständig dem Mannschaftsgedanken unter.
Besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Fans
Großen Eindruck hinterließ bei Tuchel die Atmosphäre nach dem Auftaktspiel gegen Kroatien, als Spieler und Fans gemeinsam feierten. Der Trainer sprach von einem „besonderen Moment“ und betonte, dass die Anhänger genau jene Energie wahrgenommen hätten, die er täglich innerhalb der Mannschaft erlebe.
Die Verbindung zwischen Team und Fans sei keine theoretische Möglichkeit, sondern bereits Realität. Genau solche Momente seien es, von denen Nationalspieler träumten, wenn sie ihr Land auf der größten Bühne vertreten.
Hydration Breaks verändern laut Tuchel den Charakter des Spiels
Auch die bei dieser WM häufigen Trinkpausen waren Thema. Tuchel räumte ein, dass die Unterbrechungen den Spielfluss stärker beeinflussen würden, als er ursprünglich erwartet hatte.
Aus Trainersicht böten die Pausen zwar zusätzliche Möglichkeiten zur Einflussnahme. Insgesamt bevorzuge er jedoch Fußball, der möglichst ohne Unterbrechungen gespielt werde. Durch die regelmäßigen Hydration Breaks werde eine Partie beinahe in vier Abschnitte geteilt, was den natürlichen Rhythmus und den Aufbau von Momentum erschwere.

Ghana als gefährlicher Gegner im Umschaltspiel
Mit Blick auf den kommenden Gegner erwartet Tuchel eine völlig andere Herausforderung als gegen Kroatien. Ghana verfüge über enorme Athletik, hohes Tempo und große individuelle Qualität.
Die „Black Stars“ seien besonders im Umschaltspiel gefährlich und hätten kein Problem damit, längere Ballbesitzphasen dem Gegner zu überlassen. Stattdessen setze Ghana auf schnelle Gegenangriffe, direkte Angriffe und die Beteiligung vieler Spieler in der Offensive.
„Wir müssen ihre Stärken respektieren und gleichzeitig unsere eigenen Qualitäten auf den Platz bringen“, forderte Tuchel.
Keine Verletzungssorgen bei England
Positive Nachrichten gab es aus personeller Sicht. Laut Tuchel stehen sämtliche Spieler zur Verfügung und haben am Mannschaftstraining teilgenommen.
Besonders hob der Coach die Einwechselspieler hervor, die gegen Kroatien großen Einfluss auf den Spielverlauf genommen hätten. Namen für die Startelf wollte er allerdings nicht verraten. Auch bei Bukayo Saka ließ sich Tuchel nicht in die Karten schauen, bestätigte jedoch, dass der Flügelspieler nach seinen Beschwerden wieder vollständig schmerzfrei trainieren könne.
WM Tabelle in Gruppe L mit England
Rice strotzt nach Arsenal-Titel vor Selbstvertrauen
Declan Rice reist mit viel Rückenwind zur Weltmeisterschaft. Nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft mit Arsenal fühle er sich selbstbewusster denn je.
Der Mittelfeldspieler erinnerte daran, dass Arsenal zuvor zweimal knapp am Titel vorbeigeschrammt war. Diese Rückschläge hätten ihn geprägt und letztlich stärker gemacht.
„Ich komme mit einer echten Leichtigkeit und großem Selbstvertrauen in dieses Turnier“, sagte Rice. Je länger die Weltmeisterschaft dauere, desto mehr werde man seine beste Version sehen.

Harry Kane als Vorbild für die gesamte Mannschaft
Besonders emotional sprach Rice über Kapitän Harry Kane. Der Stürmer sei einer jener Spieler, von denen man später seinen Kindern erzählen werde.
Kane führe jeden Tag durch Leistung und Professionalität. Seine Trefferquote überrasche Rice längst nicht mehr, weil der Bayern-Stürmer dieselbe Qualität auch regelmäßig im Training zeige.
„Es ist eine Ehre, mit ihm zusammenzuspielen“, erklärte der Arsenal-Profi.
England will den nächsten Schritt machen
Nach dem spektakulären Auftaktsieg gegen Kroatien möchte England nun nachlegen. Tuchel sieht Ghana als einen weiteren starken Prüfstein in einer seiner Ansicht nach besonders anspruchsvollen WM-Gruppe.
Rice glaubt sogar, dass die zweite Halbzeit gegen Kroatien zu den besten 45 Minuten unter Tuchel gehört habe. Gelinge es England, dieses Niveau über eine gesamte Partie abzurufen, könne die Mannschaft „jeden Gegner der Welt schlagen“.
Die Voraussetzungen für den nächsten Schritt stimmen also. Doch sowohl Tuchel als auch Rice warnten eindringlich davor, Ghana zu unterschätzen. England erwartet einen hochmotivierten Gegner, der den Favoriten mit Tempo, Physis und gefährlichen Kontern vor erhebliche Probleme stellen könnte.
Wie England das Duell mit Ghana wirklich angehen will, verrieten Thomas Tuchel und Declan Rice auf der Pressekonferenz.