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Für Bosnien-Herzegowina ist im letzten Gruppenspiel in Seattle alles auf eine Karte gesetzt. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien gegen Kanada und die Schweiz bleibt gegen Katar nur der Sieg, soll der Sprung unter die besten 32 Teams noch gelingen.

Nur ein Erfolg hält den WM-Traum am Leben
Die Aufgabe am Mittwoch ist damit klar umrissen. Die Mannschaft von Sergej Barbarez braucht im Duell mit Katar unbedingt drei Punkte, um Geschichte zu schreiben und erst den zweiten WM-Erfolg in der bosnischen Fußball-Historie einzufahren. „Wir wissen, dass wir diesen Sieg brauchen.
Wir haben nichts zu verlieren, sondern müssen zeigen, was wir können, von der ersten Minute an angreifen und deutlich machen, dass wir gewinnen wollen“, fordert Verteidiger Amar Dedic. „Realistisch gesehen sind wir dazu auch in der Lage.“ Die Bosnier wissen allerdings auch, dass diese Partie kein Selbstläufer wird.
WM 2026 Tabelle der Gruppe B
So steht es vor dem letzten Spieltag in der WM 2026 Gruppe B. Alle aktuellen WM-Tabellen und die Antwort auf die Frage, wer weiterkommt, findest du in unserer Übersicht FIFA WM 2026: aktuelle Tabellen, wer kommt weiter ins Sechzehntelfinale?:
Katar ist trotz Punktverlust kein Selbstläufer
Wie unangenehm die Auswahl aus dem Emirat werden kann, bekam die Schweiz bereits am ersten Spieltag der Gruppe B zu spüren. Katar erkämpfte sich gegen die Eidgenossen ein 1:1 und glich erst in der Nachspielzeit aus.
Auch Edin Dzeko warnt vor dem Gegner und verweist zugleich auf die Bedeutung des Torverhältnisses. „Es wird nicht einfach gegen Katar. Wir werden versuchen, uns zu erholen, gut vorzubereiten und zu gewinnen. Die Niederlage gegen die Schweiz hat wehgetan, weil auch die Tordifferenz entscheidend sein kann“, betont Bosniens Kapitän Edin Dzeko.
Barbarez muss in der Innenverteidigung umbauen
Sportlich hat der klare 6:0-Erfolg Kanadas gegen den Asien-Meister den Bosniern zwar zusätzlich geholfen, die 1:4-Niederlage gegen die Schweiz blieb aber ein harter Rückschlag. Dazu kommt nun ein personelles Problem in der Defensive: Tarik Muharemovic sah gegen die Schweiz nach einer Notbremse an Breel Embolo Rot und fehlt gesperrt.
Sergej Barbarez muss deshalb einen neuen Nebenmann für Schalker Nikola Katic in der Innenverteidigung finden. Als naheliegende Lösung gilt der zwei Meter große Stjepan Radeljic. Katic und Radeljic standen schon Ende Mai im Test gegen Nordmazedonien gemeinsam in der Abwehrzentrale, das Spiel endete 0:0.
Rechnen reicht nicht mehr
Theoretisch würde den „Drachen“ sogar ein Remis genügen, um Platz drei in der Gruppe zu sichern. Möglich macht das die miserable Tordifferenz Katars von -6.
Praktisch dürfte ein Unentschieden aber wohl das Aus bedeuten. Nur ein Sieg hält den bosnischen Traum vom Sechzehntelfinale am Leben. Nach dem passiven Auftritt gegen die Schweiz, in dem die Mannschaft 74 Minuten lang vor allem auf ein Remis setzte, muss offensiv deutlich mehr kommen, wenn Bosnien-Herzegowina die Rechenspiele hinter sich lassen und den nächsten Schritt machen will.