Messis Foulspiel: Algerien reicht Beschwerde ein – unfaire Schiedsrichterentscheidung?

Der algerische Fußballverband hat nach der umstrittenen Szene um Lionel Messi bei der FIFA Beschwerde wegen „unfairer Schiedsrichterentscheidungen“ eingelegt. Auslöser ist vor allem eine Aktion des argentinischen Superstars, der beim 3:0-Auftaktsieg des Titelverteidigers gegen Algerien in der 31. Minute Kapitän Aissa Mandi mit offener Sohle an der Wade traf, dafür aber nicht vom Platz gestellt wurde.

Argentiniens Kapitän Lionel Messi setzt sich im Zweikampf gegen Rayan Aït-Nouri von Algerien durch, aufgenommen beim WM-2026-Gruppenspiel am 16. Juni 2026 im Kansas City Stadium. (Francois Nel / Getty Images)
Argentiniens Kapitän Lionel Messi setzt sich im Zweikampf gegen Rayan Aït-Nouri von Algerien durch, aufgenommen beim WM-2026-Gruppenspiel am 16. Juni 2026 im Kansas City Stadium. (Francois Nel / Getty Images)

Messi im Fokus der Proteste

Zum Zeitpunkt des Foulspiels hatte Messi Argentinien bereits in Führung gebracht. Später legte er mit zwei weiteren Treffern nach und zog mit nun 16 WM-Toren in der Liste der Rekordschützen bei Weltmeisterschaften mit Miroslav Klose gleich. Dennoch steht für Algerien vor allem die nicht geahndete Aktion gegen Mandi im Mittelpunkt des Einspruchs.

Eine Quelle des Verbands sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP: „Die Beschwerde betrifft in erster Linie Messis Tackling, das nach allgemeiner Meinung eine Rote Karte verdient hätte. Außerdem gab es zwei Vorfälle mit Ellbogenstößen. Beide hätten einen Platzverweis rechtfertigt.“

Vorwürfe gegen den VAR

Aus Sicht der Algerier liegt das Problem nicht nur bei der Szene mit Messi. Die Verbandsquelle ergänzte: „Wir sagen nicht, dass die argentinische Mannschaft nicht stark war, aber wir können angesichts von Ungerechtigkeiten nicht schweigen. Es gab drei Vorfälle, die glasklar waren, und der VAR hat nicht eingegriffen.“

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Auch Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich kam nach der Partie bei MagentaTV zu einer klaren Einschätzung. „Für ihn sei es eine Rote Karte“, sagte er und verwies auf Vergleiche aus dem deutschen Oberhaus: „Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde. Er wollte das nicht, ohne Frage, aber das ist kein Grund, keine Rote Karte zu geben.“

Blick auf die nächsten Partien

Sportlich richtet Algerien den Fokus nun auf die weiteren Aufgaben in der Gruppenphase. Im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde geht es für das Team in der Nacht zu Dienstag um 5.00 Uhr MESZ gegen Jordanien weiter. Zuvor stehen am Montagabend um 19.00 Uhr MESZ noch die Begegnung zwischen Argentinien und Österreich auf dem Programm.