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Nach Thomas Tuchels Kritik an der Platzierung der Fotografen zieht die FIFA Konsequenzen. Bei der Nationalhymne sollen Trainer künftig freie Sicht auf ihre Spieler haben, auch wenn die Fotografen an ihren bisherigen Positionen bleiben.

Auslöser war eine Szene vor Englands 4:2-Sieg gegen Kroatien, als Tuchel während der Hymne direkt vor seiner Mannschaft keine klare Sicht hatte. Der 52-Jährige hatte die FIFA danach ausdrücklich aufgefordert, die Anordnung der Fotografen zu ändern.
FIFA reagiert auf die Beschwerde
Tuchels Bitte verhallte offenbar nicht ungehört. Nach Informationen der dpa hat der Weltverband für die betroffenen Partien in Stadien mit beengten Platzverhältnissen einen Kompromiss gefunden.
Die Fotografen sollen zwar weiterhin dort stehen, wo sie bislang platziert waren, allerdings enger zusammenrücken. Dadurch können sich die Mitglieder des Trainerstabs während der Hymne jeweils etwas weiter links oder rechts entlang der Seitenlinie aufstellen und werden nicht mehr unmittelbar von Kameraleuten blockiert.
Zuvor hatten auch englische Medien übereinstimmend über die Anpassung berichtet. Die „Times“ sprach in ihrem Liveblog von einem weiteren Erfolg für Englands Coach.
Der Moment, der Tuchel störte
Nach dem Spiel im Dallas Stadion schilderte der deutsche Übungsleiter der Three Lions die Situation deutlich. „Es war ein sehr spezieller Moment und ich habe vor einer Mauer von 50 Fotografen gestanden, einen halben Meter entfernt, und ich konnte keinen einzigen Spieler sehen“, sagte er. „Und das hat das Erlebnis ein bisschen ruiniert.“
Im Internet tauchten zudem Videos auf, die zeigten, wie sichtbar unzufrieden Tuchel während der Nationalhymne mit der Lage war.
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Tuchels WM-Gefühl wächst
Trotz des Ärgers überwog für Tuchel nach dem Auftaktsieg die Freude. Seine Begeisterung über das WM-Erlebnis dürfte durch den Erfolg noch einmal größer geworden sein.
Als er als Trainer begonnen habe, sei eine Weltmeisterschaft für ihn noch „zu groß gewesen, um davon zu träumen“, sagte der frühere Bundesliga-Coach. Nun verstehe er, was es bedeute, Teil eines WM-Turniers zu sein. „Ich will nirgendwo anders auf der Welt sein als hier.“