MagentaTV Video: Thomas Müller über Witze und die Wahrheit zum Völler-Gespräch

Vor dem Exklusiv-Spiel Frankreich gegen Senegal lieferte MagentaTV schon vorab reichlich Gesprächsstoff. Bei Laura Wontorra saßen Thomas Müller und Mats Hummels erstmals gemeinsam am Mikrofon und ordneten dabei auch die viel diskutierte Schalte mit Rudi Völler zum deutschen WM-Auftakt ein.

Mats Hummels und Thomas Müller bei der Vorstellung des MagentaTV-Expertenteams für die Fußball-WM 2026. Die Telekom präsentierte am 23. März 2026 in Ismaning ihre prominente TV-Runde für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Alexander Hassenstein / Getty Images
Mats Hummels und Thomas Müller bei der Vorstellung des MagentaTV-Expertenteams für die Fußball-WM 2026. Die Telekom präsentierte am 23. März 2026 in Ismaning ihre prominente TV-Runde für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Alexander Hassenstein / Getty Images

Müller stellt die Völler-Szene richtig

Im Mittelpunkt stand die oft zitierte Szene rund um den deutschen WM-Start gegen Curacao, als Völler Thomas Müller auf einen möglichen Trainerschein angesprochen hatte. Müller machte deutlich, dass das Gespräch aus seiner Sicht völlig anders einzuordnen sei: „Das Gespräch war insgesamt ein bisschen unstrukturiert. Das hat bei dem ein oder anderen vielleicht zu Interpretationsschwierigkeiten geführt. Der hintere Teil war vom Rudi absolut nett gemeint. Wir haben uns in Mexiko City im Hotel getroffen und haben zwei Stunden geplaudert. Über sein Leben, seine Rolle, über mein Leben, was ich so vorhabe. Ich heilfroh mich mit erfahrenen Leuten auszutauschen.“

Der Bayern-Profi erklärte außerdem, Völler habe im Gespräch nicht immer zwischen seiner Rolle im DFB und dem persönlichen Austausch getrennt. „Er hat es im Gespräch nicht ganz geschafft, zu trennen von seinem Verteidigen beim DFB, also die Bärenmutter. Das fand ich gut, dass er das in seiner Rolle angemerkt hat mit den Komikern. Das ist genau seine Aufgabe das gesamte Gebilde zu schützen. Ich weiß nicht, ob das bei uns so gut adressiert war, weil wir flachsen halt ein bisschen während wir auch Fußball-Expertise einbringen. Polemisch draufgesprungen sind da eher andere, aber ich fand es trotzdem gut.“

Locker bleiben, aber nicht alles ins Lächerliche ziehen

Für Müller steckt hinter der Debatte vor allem eines: Gelassenheit. „Das mit dem Trainerschein war Null als Kritik gemeint vom Rudi. […] Es ist null böse gemeint. Du sollst nicht jeden Witz machen, aber wir sollen uns in Deutschland auch mal ein bisschen locker machen.“ Zugleich stellte er klar, dass Außengeräusche für ihn zum Fußball dazugehören. „Wenn das die Spieler und Trainer wirklich beeinflusst, das Ergebnis beeinflusst, dann sollen sich alle neu orientieren. Für mich war es immer so: die sollen außen Geräusche machen, das macht die Stadien voll und schürt Interesse. Aber wenn mich das als Spieler beeinflusst, habe ich ein eigenes Problem.”

Auch abseits der Völler-Schalte zeigte sich Müller offen für seine Zeit nach der aktiven Karriere. Mit Blick auf einen möglichen Trainerschein sagte er: „Ich möchte den Weg danach erleben, ich will etwas lernen. Egal, wo es dann hingeht, ich will mir nicht schnell einen Schein in die Tasche stecken und beim Bernd Neuendorf anrufen und sagen: ‘Ich bin übrigens Weltmeister, hast du nicht irgendwas für mich vorbereitet’.”

Hummels sieht Müller schon in der Vermittlerrolle

Mats Hummels nutzte die Runde zudem für eine kleine Liebeserklärung an Konrad Laimer. Der Ex-Nationalspieler outete sich als Fan des Mittelfeldmanns und sprach sich für eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern aus. Auf die Frage nach Einflussnahme in Vereinsdinge winkte Hummels zunächst ab. „Ich werde da jetzt niemandem in die Vereinsführung reinreden. Aber (zu Müller gewandt) – bist du nicht schon die Vereinsführung?“

Dann wurde es konkret mit Blick auf Müllers Zukunft. Hummels hält seinen früheren Mitspieler als Chefcoach für durchaus geeignet: „Ich glaube, er wäre ein sehr guter Trainer. Er ist so schon in eine Rolle geschlüpft, wo er mannschaftsintern vermittelt hat. Er kann mit allen. Da habe ich ihn immer ein bisschen darum beneidet.”