Fußball heute Aufstellungen & Vorschau: Schweden gegen Tunesien bei der WM 2026

Für Schweden und Tunesien beginnt in den frühen Morgenstunden des Montags im Estadio BBVA in Guadalupe die WM 2026. Zwischen beiden Nationen liegen in der Weltrangliste sieben Plätze, trotzdem deutet vieles auf eine enge Partie hin. Für die Skandinavier ist es bereits der 13. Auftritt bei einer Endrunde, Tunesien peilt zum siebten Mal in Serie erstmals den Sprung in die K.o.-Runde an. Anstoß der Begegnung ist am Montag, 15. Juni 2026, um 04:00 Uhr MESZ. Die Live-Übertragung erfolgt exklusiv bei MagentaTV.

SOLNA, SCHWEDEN – 4. JUNI: Der Schwede Isak Hien (2. v. r.) im Gespräch mit seinen Teamkollegen Alexander Bernhardsson (links), Gustaf Lagerbielke und Daniel Svensson (rechts) während des internationalen Freundschaftsspiels zwischen Schweden und Griechenland in der Strawberry Arena am 4. Juni 2026 in Solna, Schweden. (Foto: Linnea Rheborg/Getty Images)
SOLNA, SCHWEDEN – 4. JUNI: Der Schwede Isak Hien (2. v. r.) im Gespräch mit seinen Teamkollegen Alexander Bernhardsson (links), Gustaf Lagerbielke und Daniel Svensson (rechts) während des internationalen Freundschaftsspiels zwischen Schweden und Griechenland in der Strawberry Arena am 4. Juni 2026 in Solna, Schweden. (Foto: Linnea Rheborg/Getty Images)
WM 2026 | Spieltag 1
| Estadio BBVA | 15.6.2026-4:00
Schweden
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Tunesien
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Schweden mit Rückenwind trotz holpriger Qualifikation

Dass man in einer WM-Qualifikationsgruppe kein einziges Spiel gewinnt und dennoch ein Ticket für das größte Turnier der Welt löst, ist ungewöhnlich. Für Schweden wurde die Nations League dabei zum Rettungsanker, denn durch das UEFA-Konstrukt schaffte Blagult als erstes Team der Geschichte die WM-Teilnahme, obwohl die Mannschaft die Qualigruppe ohne Sieg als Letzter beendet hatte.

Der WM-Zweite von 1958 blieb in Gruppe B gegen Kosovo, Slowenien und die Schweiz sieglos, doch Arsenal-Neuzugang Viktor Gyökeres fand in den Play-offs rechtzeitig zu alter Torgefahr zurück. Gegen die Ukraine erzielte er im Halbfinale einen Dreierpack, ehe er im Endspiel gegen ein konsterniertes Polen spät den entscheidenden Treffer setzte.

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Graham Potter, früher bei Chelsea tätig und vom schwedischen Verband sogar schon vor seinem ersten Sieg mit einer Vertragsverlängerung ausgestattet, soll nun die starke WM-Bilanz des Landes fortschreiben. Seit 1990 erreichten die Schweden bei den vergangenen vier Turnierteilnahmen jeweils die K.o.-Phase. Von den letzten zwölf Auftaktpartien bei Weltmeisterschaften gingen nur zwei verloren.

Die Testspiele vor dem Turnier offenbarten allerdings erneut Schwächen in der Defensive. Einem 3:1 gegen Norwegen folgte ein 2:2 gegen Griechenland. Damit kassierte Schweden inzwischen in elf Pflicht- und Testspielen nacheinander Gegentreffer, seit dem 2:0 gegen Ungarn im Juni 2025. Gleichzeitig traf Blagult in den vergangenen sechs Begegnungen immer selbst.

Tunesien reist mit perfekter Quali, aber wenig Turnierglück an

Tunesien sammelte in der afrikanischen Qualifikation dagegen fleißig Punkte und ließ kaum Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen. In einer Gruppe mit Namibia, Liberia, Malawi, Äquatorialguinea sowie Sao Tome und Principe gewann die Auswahl neun von zehn Partien und lag am Ende 13 Zähler vor dem Rest des Feldes. Zusätzlich blieb die Defensive in der Qualifikation ohne jeden Gegentreffer.

TORONTO, ON – 31. MÄRZ: Ellyes Skhiri (#17) aus Tunesien spielt den Ball während eines internationalen Freundschaftsspiels gegen Kanada im BMO Field am 31. März 2026 in Toronto, Ontario, Kanada. (Foto: Vaughn Ridley/Getty Images)
TORONTO, ON – 31. MÄRZ: Ellyes Skhiri (#17) aus Tunesien spielt den Ball während eines internationalen Freundschaftsspiels gegen Kanada im BMO Field am 31. März 2026 in Toronto, Ontario, Kanada. (Foto: Vaughn Ridley/Getty Images)

Die Bilanz bei Weltmeisterschaften fällt jedoch deutlich ernüchternder aus. Die Adler von Karthago scheiterten bei allen sechs bisherigen WM-Teilnahmen in der Vorrunde und brachten es in 18 Spielen nur auf drei Siege. Auch die jüngste Formkurve spricht nicht für einen deutlichen Umschwung: Im Achtelfinale des Afrika-Cups unterlag das Team von Sabri Lamouchi Mali, am 1. Juni setzte es ein 0:1 gegen Österreich und am 6. Juni folgte ein deutliches 0:5 gegen Belgien.

Damit wartet Tunesien seit drei Partien auf ein Tor, in den letzten vier Begegnungen gelang insgesamt nur ein Treffer. Immerhin bleibt ein kleiner historischer Hoffnungsschimmer, denn das bislang einzige Duell mit Schweden im neuen Jahrtausend, 2003, entschieden die Tunesier mit 1:0 für sich.

Personalsituation und mögliche Aufstellungen

Bei Schweden gibt es vor dem Auftakt keine Verletzungssorgen, nachdem Emil Holm seine Nominierung zurückgezogen hatte. Fragezeichen stehen lediglich hinter Gabriel Gudmundsson, der bei Leeds United als Linksverteidiger spielt und mit einem Virus kämpft. Für den Fall, dass er rechtzeitig gegen Tunesien ausfällt, kommen Daniel Svensson oder Elliot Stroud als Alternative für die linke Seite infrage. Victor Lindelöf, Anthony Elanga, Benjamin Nygren und Alexander Bernhardsson haben ihre kleineren Blessuren inzwischen vollständig auskuriert.

Potter dürfte in einer 3-4-1-2-Ordnung auf Lindelöf in der zentralen Dreierkette setzen. Davor sollen Gyökeres und Alexander Isak das Angriffszentrum bilden, gemeinsam bringen sie es im A-Nationalteam auf 37 Tore.

Tunesien wiederum kann laut aktueller Lage mit einem komplett fitten Kader antreten, wird gegenüber dem belgischen Debakel aber voraussichtlich umbauen. Hannibal Mejbri, der frühere Manchester-United-Spieler und inzwischen Kreativkopf bei Burnley, sollte ebenso in die Startelf zurückkehren wie Union-Berlins Mittelfeldmann Rani Khedira, der Bruder von Sami Khedira, dem Weltmeister von 2014.

In der Abwehr soll Omar Rekik, einst bei Arsenal unter Vertrag, die Linie vor Nummer eins Mouhib Chamakh organisieren, ohne verwandtschaftlichen Bezug zum früheren Stürmer der Gunners.

Mögliche Startelf Schweden: Nordfeldt; Hien, Lindelöf, Lagerbielke; Bernhardsson, Karlstrom, Ayari, Gudmundsson; Nygren; Gyökeres, Isak

Mögliche Startelf Tunesien: Chamakh; Valery, Rekik, Talbi, Ali Abdi; Skhiri, Khedira; Achouri, Hannibal, Gharbi; Chaouat

Wer gewinnt die WM 2026 Partie Schweden gegen Tunesien?

Der kleine Unterschied in der Weltrangliste macht diese Begegnung auch für Anhänger der besten WM-Wettseiten interessant, zumal Schweden regelmäßig trifft, aber ebenso fast ebenso zuverlässig Gegentore zulässt. Dennoch dürfte die größere individuelle Wucht der Skandinavier den Ausschlag geben, zumal sie ihren Auftritt in der WM-Qualifikation bereits übertreffen.

Wegen der Offensivqualität um Gyökeres und Isak spricht vieles für einen schwedischen Auftakterfolg, auch wenn Tunesien das Spiel lange offenhalten kann.

Wo wird Schweden gegen Tunesien live im TV übertragen?

Das WM-Gruppenspiel zwischen Schweden und Tunesien wird in den frühen Morgenstunden des Montags, 15. Juni 2026, ausgetragen. Der Anpfiff im Estadio BBVA in Guadalupe erfolgt um 04:00 Uhr MESZ.

MagentaTV beginnt die Übertragung bereits um 03:20 Uhr. Kommentiert wird die Begegnung von Alex Klich.