Eintracht Frankfurt feuert Albert Riera – Trainerbeben Nr. ?

Albert Riera hat sich nach seinem Aus bei Eintracht Frankfurt mit deutlichen Worten zu Wort gemeldet und den schnellen Abschied dennoch nicht bereut. Der 44 Jahre alte Malloquiner schrieb auf Instagram, er gehe „in Frieden, aber traurig“, weil er wisse, dass man „nur 20 Prozent der Kraft von Albert genutzt hat“.

Albert Riera gibt vor dem Bundesliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV ein DAZN-Interview. Der Cheftrainer der Adler sprach am 3. Mai 2026 vor dem Anpfiff im Deutsche Bank Park in Frankfurt mit den Medien. (Alex Grimm / Getty Images)
Albert Riera gibt vor dem Bundesliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV ein DAZN-Interview. Der Cheftrainer der Adler sprach am 3. Mai 2026 vor dem Anpfiff im Deutsche Bank Park in Frankfurt mit den Medien. (Alex Grimm / Getty Images)

Riera blickt auf schwierige Monate zurück

Der Spanier machte zugleich deutlich, unter welchen Bedingungen er den Job übernommen hatte. „Ich bedaure, dass ich während dieser Zeit mit vielen Problemen konfrontiert war, und uns allen im Verein klar war, dass es ohne Vorbereitungszeit und ohne Neuzugänge schwierig werden würde“, schrieb Riera. Er hatte am 1. Februar die Nachfolge von Dino Toppmöller angetreten, der erhoffte sportliche Aufschwung blieb allerdings aus.

Nach dreieinhalb Monaten war für den Exzentriker bereits wieder Schluss, einen Tag nach dem Saisonfinale wurde er entlassen. Neben den sportlichen Defiziten wurden ihm auch interne Spannungen angelastet. Zuletzt geriet er vor allem mit Stürmer Jonathan Burkardt aneinander. Auch mit Medienvertretern legte sich Riera an.

Streit mit Fans und Medien

Zum Abschluss des Heimspiels gegen den VfB Stuttgart am Samstag hatte es der frühere Profi zudem mit der Anhängerschaft zu tun. Beim 2:2 wurde er zunächst ausgepfiffen, später hielten ihm die Fans ein Plakat mit der Aufschrift „Nada de gracias, Alberto“ entgegen, sinngemäß „Danke für nichts, Alberto“.

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Riera verteidigte sich auf Instagram mit klaren Worten: „Ich hatte das Gefühl, dass ich den Verein und die Leistungen der Spieler schütze, und ich würde es wieder tun, weil ich dachte, dass genau darauf unser Fokus liegen musste, um zu gewinnen“, schrieb er. „Ich habe mir persönlich dabei keine Gedanken gemacht. Mein Ziel war, ist und wird immer dasselbe sein: die Spieler zu verbessern und den Verein zum Sieg zu führen.“

Abschied ohne internationalen Fußball

Eintracht Frankfurt beendete die Saison auf Rang acht und verpasste damit das internationale Geschäft. Riera schrieb, er akzeptiere, „wie der Beruf nun einmal ist“. Gleichzeitig betonte er, er gehe mit dem Gefühl, „dass ich alles gegeben habe, in einem fremden Land, in dem ich zuvor keine Erfahrung hatte, ohne Familie und mit vielen Nächten auf dem Trainingsplatz, in denen ich nachgedacht und versucht habe, Lösungen zu finden, wie wir gewinnen können“.