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Der FC Bayern wird am Wochenende seine 35. Meisterschaft ausgiebig feiern. Doch der Blick der Münchner richtet sich längst auch auf die nächsten Aufgaben. Erst Schale, Bierduschen und Rathausbalkon, dann aber zählt für den Rekordmeister vor allem das Ziel Double und das Pokal-Finale gegen Stuttgart. Sportvorstand Max Eberl machte vor dem Bundesligaabschluss am Samstag gegen den 1. FC Köln klar: „Wir sind noch nicht am Ende. Wir haben wir die große Chance, nach sechs Jahren endlich wieder den Pokal zu holen – und das wollen wir natürlich unbedingt.“

Feiern in München, Fokus auf Berlin
Nach dem Spiel um 15.30 Uhr gegen Köln erhalten Kapitän Manuel Neuer, Torjäger Harry Kane und die übrige Mannschaft in der Allianz Arena die Meisterschale. Anschließend steht am Abend eine interne Feier im Paulaner am Nockherberg auf dem Programm, bevor sich die Stars am Sonntag auf dem Marienplatz den Fans präsentieren. Gleichzeitig läuft die Vorbereitung auf das Pokalfinale in Berlin gegen den VfB Stuttgart am 23. Mai bereits auf Hochtouren.
Auch personell bleibt beim deutschen Rekordmeister kaum etwas beim Alten. Der 40 Jahre alte Neuer steht vor einer weiteren Vertragsverlängerung, Eberl sagte dazu: „Es sieht gut aus“. Leon Goretzka, Raphael Guerreiro und Nicolas Jackson werden am Samstag offiziell verabschiedet. Zudem sollen Min-Jae Kim und Hiroki Ito angeblich zum Verkauf stehen.
Kaderumbau und klare Ansagen von Eberl
Als möglicher „Königstransfer“ des Sommers gilt Offensivspieler Anthony Gordon von Newcastle United. Ob die Bayern die von englischen Medien kolportierte Ablöse von 90 Millionen Euro zahlen, erscheint jedoch eher unwahrscheinlich. Als Alternativen wurden zuletzt Dusan Vlahovic von Juventus Turin, Charles De Ketelaere von Atalanta Bergamo und Mika Godts von Ajax Amsterdam genannt. Gesucht wird darüber hinaus ein Außenverteidiger.
Neuen Streit um die Führungsebene gibt es derweil nicht. Einen neuen Sportvorstand müssen die Münchner nicht suchen, nachdem Eberl Berichte über einen möglichen Kontakt mit dem saudi-arabischen Erstligisten Al-Ittihad ins Reich der Fabel verwiesen hatte. Das sei „nicht von dieser Welt“, sagte er am Freitag. Sein Vertrag läuft bis 2027.
Blick auf die Zukunft unter Kompany
Gemeinsam mit Chefcoach Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund arbeitet Eberl daran, die national wieder entrückten Bayern auch international zurück an die Spitze zu führen. Kompany sagte mit Blick auf die nächsten Aufgaben: „Die Latte liegt sehr, sehr hoch. Und der Anspruch bleibt, dass wir uns nächstes Jahr auch wieder entwickeln wollen. Und das ist jetzt die nächste Aufgabe“. Sein Team war im Halbfinale an Titelverteidiger Paris Saint-Germain gescheitert.
Trotz des ausstehenden Pokalfinales zog auch Eberl bereits ein positives Zwischenfazit. Die Saison sei bislang schon „sehr besonders“ gewesen, betonte er. Der Klub habe „Stabilität gefunden. Wir haben uns über die Klub-WM entwickelt zu dieser Mannschaft. Wir haben den Campus involviert. Wir haben in der Kaderentwicklung Schritte gemacht – und da steckt noch Potenzial drin.“ Außerdem habe Bayern mit Kompany einen Trainer, „der eben selbst Spieler wie Harry Kane und Luis Díaz entwickelt neben den Jungen, die noch Entwicklungspotenzial haben. Wir sind sehr glücklich und auch stolz über das, was wir bisher geleistet haben in der Saison.“ Dafür gab es erst einmal die nächste Bierdusche.