Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Dzeko als möglicher Spielverderber
- 2 Gattuso reagiert nach dem wichtigen 2:0 gegen Nordirland
- 3 Spieltermin, Übertragung und Bedeutung des Playoffs
- 4 Gazzetta, Kinderbilder und die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation
- 5 Dzekos Heldentat gegen Wales und persönliche Rekorde
- 6 Dzekos Karriere in Italien und die Heimspiel-Problematik in Zenica

Dzeko als möglicher Spielverderber
Edin Dzeko setzte vor dem Showdown um eines der letzten WM-Tickets gegen Italien den Ton, als er sagte, Italien sei „eine große Nation, und da sie sich für die letzten beiden Weltmeisterschaften nicht qualifiziert haben, stehen sie unter Druck“.
Der bosnische Stürmer stichelte damit bereits aus über 1000 Kilometern Entfernung und machte klar, dass er und sein Team die Rolle des Herausforderers annehmen wollen. Gleichzeitig stellte seine Aussage die psychologische Komponente des Playoffs in den Mittelpunkt.
Gattuso reagiert nach dem wichtigen 2:0 gegen Nordirland
Nationaltrainer Gennaro Gattuso und die gesamte Fußballnation atmeten gerade erleichtert auf nach dem wichtigen 2:0 (0:0) gegen Nordirland. Solche Spielchen interessierten Gattuso nach dem Erfolg jedoch nicht, er wollte die Diskussion um verbale Sticheleien nicht aufgreifen.
Der 48-Jährige betonte deutlich: „Den Druck, den wir verspüren, den haben auch die anderen“. Damit stellte Gattuso klar, dass sein Team den Fokus auf die eigenen Aufgaben und nicht auf Provokationen legen will.
Spieltermin, Übertragung und Bedeutung des Playoffs
Im Finale der WM-Playoffs trifft Italien am Dienstag um 20.45 Uhr (DAZN) auf Bosnien-Herzegowina – ein alles entscheidendes Duell um eines der letzten Tickets für die Weltmeisterschaft. Für die Squadra Azzurra steht viel auf dem Spiel, weil seit 2014 Italien nicht mehr Teil einer Weltmeisterschaft war.
Diese ewig lange Durststrecke machte die nationale Erwartungshaltung noch drückender, sodass das Spiel nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein emotionaler Gradmesser ist. Für Gattuso und sein Team ist das Spiel deshalb mehr als nur ein Qualifikationsspiel.
Gazzetta, Kinderbilder und die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation
Vor der Partie gegen Nordirland hatte die Gazzetta dello Sport die Situation unbarmherzig vor Augen geführt und auf ihrer Titelseite Fotos von Jugendlichen und Kindern abgebildet, die die Azzurri noch nie bei einer WM erlebt haben. Diese Bildwahl unterstrich die historische Bedeutung des möglichen WM-Comebacks.
Manuel Locatelli drückte die kollektive Verantwortung unmittelbar nach dem Spiel aus: „Wir haben diese enorme Verantwortung gegenüber den Kindern gespürt“. Gleichzeitig warnte Teamkollege Sandro Tonali vor falscher Sicherheit: „Wir werden noch mindestens 90 Minuten durch das Feuer gehen müssen“.
Dzekos Heldentat gegen Wales und persönliche Rekorde
Der 40-Jährige Edin Dzeko rettete Bosnien-Herzegowina in Wales am Donnerstagabend mit einem Kopfballtreffer in der 86. Minute zum 1:1 in die Verlängerung und ermöglichte so erst den späteren Sieg im Elfmeterschießen. Sein Treffer brachte das Spiel in die Verlängerung und bereitete den Weg für den Erfolg vom Punkt.
Mit dem Tor erzielte Dzeko im 20. Jahr nacheinander ein Länderspieltor und wurde gleichzeitig zum ältesten europäischen Spieler, der in einer WM-Qualifikation traf. Bei all den persönlichen Rekorden will der Routinier aber vor allem eins: Mit seiner Mannschaft ebenfalls nach zwölf Jahren wieder auf die WM-Bühne.
Dzekos Karriere in Italien und die Heimspiel-Problematik in Zenica
Für den Schalker ist das anstehende Playoff-Spiel vermutlich die letzte Chance auf WM-Teilnahme; Dzeko hat in seiner Karriere bereits in Italien gespielt und dort große Spuren hinterlassen. In Zenica empfängt Dzeko dabei ausgerechnet die Nationalelf des Landes, in dem er insgesamt acht Jahre für die AS Rom, Inter Mailand und die AC Florenz spielte – und in dem die Angst vor einem erneuten Scheitern besonders groß ist.
Den Druck sieht Dzeko jedoch beim Gegner, wie er sagte: „Italien ist der Favorit, auch wenn wir zu Hause spielen.“ Damit betonte der erfahrene Torjäger einerseits die Rolle Italiens als Favorit, andererseits die Entschlossenheit Bosniens, die Heimchance zu nutzen.