
VAR korrigierte Entscheidung gegen Paredes
Die strittige Szene von Breel Embolo ereignete sich beim Stand von 1:1. Schiedsrichter Joao Pinheiro hatte zunächst auf ein Foul von Leandro Paredes entschieden und dem Argentinier die Gelbe Karte gezeigt. Nach einem Hinweis des Videoassistenten sah sich der portugiesische Referee die Sequenz jedoch noch einmal an.
Die Bilder zeigten, dass Embolo überhaupt nicht getroffen worden war. Der Schweizer Stürmer hatte sich fallen lassen, um einen Freistoß zu erwirken. Pinheiro nahm daraufhin die Verwarnung gegen Paredes zurück und zeigte Embolo wegen der Schwalbe seine zweite Gelbe Karte. Damit musste der Angreifer das Feld verlassen.
Argentinien setzte sich letztlich mit 3:1 nach Verlängerung durch. Nach der nun veröffentlichten Klarstellung des IFAB war der Platzverweis für Embolo dennoch regelwidrig zustande gekommen.
Verwechslungsregel wurde zu weit ausgelegt
Das IFAB stellte am Dienstag klar, dass die bei der Weltmeisterschaft neu eingeführte Regel zur Spielerverwechslung nur zur Identifizierung desjenigen Spielers eingesetzt werden darf, der das bereits geahndete Vergehen begangen hat. Sie erlaubt dem VAR hingegen nicht, die ursprüngliche Entscheidung inhaltlich zu überprüfen oder zu verändern.
Im Fall Embolo hätte der Videoassistent daher nicht prüfen dürfen, ob tatsächlich ein Foul vorlag oder eine Simulation begangen wurde. Die Verwechslungsregel sollte ausschließlich klären, welchem Spieler die bereits ausgesprochene persönliche Strafe zuzuordnen ist.
Auch beim US-Amerikaner Tim Ream wurde die Bestimmung nach Einschätzung des IFAB falsch angewandt. Im Gruppenspiel gegen Paraguay hatte der Schiedsrichter Ream wegen eines vermeintlichen Foulspiels verwarnt. Der VAR empfahl eine Überprüfung, woraufhin die Entscheidung geändert wurde. Statt Ream erhielt anschließend sein paraguayischer Gegenspieler wegen einer Simulation die Gelbe Karte.