Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Deutschland hat sich in einem emotionalen WM-Spiel am 2.Spieltag mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste durchgesetzt. Zum Matchwinner wurde Deniz Undav mit zwei Treffern, während Bundestrainer Julian Nagelsmann vor allem den Einsatz und die Entwicklung der Mannschaft lobte.

Undav trifft doppelt und bleibt im Flow
Nagelsmann sprach nach der Partie von einem intensiven Abend, an dem jeder Spieler seine Bedeutung für die Gruppe gespürt habe. Der Sieg sei sich die Mannschaft gemeinsam erarbeitet habe. Auch wenn es am Ende noch einmal offen geworden sei, sei das in einem solchen Spiel normal gewesen, betonte der Bundestrainer. Entscheidend war für ihn vor allem die Qualität von Deniz Undav, dessen zwei Tore er als „Top-Tore“ bezeichnete. Der Angreifer sei ein „Vollblut-Stürmer“, der ohne langes Nachdenken abschließe und genau wisse, wo das Tor stehe. Seine Rolle erfülle er „herausragend gut“. Die anschließende Diskussion, ob Undav künftig von Beginn an spielen sollte, ließ Nagelsmann bewusst offen und sagte auch: „Lass ihn in seinem Flow.“
Undav selbst gab sich nach seinem Doppelpack gewohnt schlicht. Auf die Frage nach seinem Erfolgsrezept antwortete er: „Wie ich das mache? Keine Ahnung. Ich stehe richtig. Meine Mitspieler machen mir es einfach. Ich versuche einfach, da zu stehen. Wir sind auf einem guten Weg, aber jede Mannschaft ist schwer. Wir müssen jetzt den Flow mitnehmen.“
Bank bringt Energie, Teamgeist trägt das deutsche Spiel
Auch Jonathan Tah hob nach dem Sieg die Mentalität der deutschen Auswahl hervor. Für ihn waren Siegermentalität und Teamgeist genau die Bausteine, die eine Turniermannschaft brauche. Dass das Team nicht nachgelassen und immer weitergemacht habe, wertete er als zentrales Signal. Zudem hätten die Joker von der Bank neue Energie ins Spiel gebracht. Tah stellte dabei besonders Undav heraus und nannte dessen Auftritt „überragend“.
Faé sieht ein Duell auf hohem Niveau
Auf der Gegenseite ordnete Emerse Faé die Partie ebenfalls als hochwertig ein. Der ivorische Coach ärgerte sich allerdings darüber, dass seine Mannschaft das mögliche 2:0 nicht nachgelegt hatte. Genau diese verpasste Chance sei schade gewesen, auch wenn sein Team insgesamt ein gutes Spiel gezeigt habe. Am Ende hätten Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben, dazu kam aus seiner Sicht der Erfahrungsvorteil der Deutschen. Gegen große Mannschaften sei man nie davor geschützt, ein Gegentor zu kassieren, erklärte Faé.