Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
WM 2026: Deutschland hat erstmals ein Elfmeterschießen verloren! Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika wurde ein historisches Kapitel mit bitterem Ausgang für Deutschland geschrieben. Nach einem denkwürdigen Spiel gegen Paraguay unterlag die DFB-Auswahl im Elfmeterschießen mit 3:4. Erstmals in einer WM-Nervenschlacht riss damit eine Serie, die über Jahrzehnte als unantastbar galt.

Ein Mythos fällt in Foxborough
Bis zum Abend in Foxborough war ein Elfmeterschießen bei Weltmeisterschaften gegen Deutschland für den Gegner fast ein aussichtsloses Unterfangen. 1982 setzte sich die DFB-Elf gegen Frankreich durch, vier Jahre später gegen Mexiko. Auf dem Weg zum WM-Titel 1990 war England chancenlos, und auch bei der Heim-WM 2006 behielt Deutschland gegen Argentinien die Oberhand. Insgesamt leistete sich die Nationalmannschaft in diesen Duellen nur einen einzigen Fehlschuss, den von Uli Stielike 1982.
Gegen Paraguay ging diese Bilanz nun verloren. Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah verschossen vom Punkt gleich dreimal, sodass die Partie mit 3:4 endete. Damit war auch dieser Nimbus Geschichte.
Ballbesitz ohne Durchschlagskraft
Die Mannschaft von Julian Nagelsmann rannte an und rannte an. Kapitän Joshua Kimmich und seine Mitspieler zirkulierten immer wieder um den Strafraum der Südamerikaner, fanden aber kaum zündende Ideen. Laut Datenanbieter Opta kam Deutschland auf 75,4 Prozent Ballbesitz. In K.o.-Spielen bei Weltmeisterschaften hatten nur zwei Teams den Ball noch häufiger in den eigenen Reihen, Spaniens Mannschaft 2018 gegen Russland mit 79,3 Prozent und 2022 gegen Marokko mit 76,8 Prozent. Beide Partien gingen ebenfalls im Elfmeterschießen verloren.
Deutschland brachte den hohen Besitzanteil jedoch nicht in zwingende Abschlüsse um. Das Spielgerät lief oft kontrolliert, doch der letzte Pass und der entscheidende Punch fehlten über weite Strecken.
Zu viele Flanken, zu wenig Wirkung
Einmal zahlte sich die Flügelaktion aus. Florian Wirtz schlug eine präzise Hereingabe, Kai Havertz köpfte zum verdienten Ausgleich in der 54. Minute ein. Die Hoffnung auf eine Befreiung war groß, doch die offensive Unschärfe blieb insgesamt das Problem.
Inklusive Eckbällen segelten 55 Flanken in den Strafraum der Paraguayer. Seit Beginn der Statistikerhebung im Jahr 1966 hatte noch kein WM-Teilnehmer so viele Hereingaben geschlagen. Trotzdem kamen nur zehn Bälle beim Mitspieler an. Paraguays starker Torhüter Orlando Gill musste bei sechs Abschlüssen auf sein Gehäuse nicht übermäßig eingreifen.
+++ 🟡 NEU zur WM 2026: 📒 Panini Update-Set mit 120 Stickern (Neymar, Neuer & Co.) ⚡ Jetzt für 19,90 € vorbestellen, lieferbar ab 03.07.! ➡️ 🟡 +++
Undav bleibt wirkungslos
Julian Nagelsmann hatte Deniz Undav nach seinen starken Joker-Auftritten erstmals in die Startelf beordert, um die Offensive zu beleben. Der Plan griff jedoch nicht. Der Wechsel von Jamal Musiala zum Stürmer des VfB Stuttgart verpuffte komplett.
Undav kam in 63 Minuten nur auf neun Ballaktionen. Sein X-Goal-Wert lag bei 0,03, Gefahr für das Tor von Paraguay strahlte der 29-Jährige damit nicht aus.