MagentaTV WM Video: Verletzung von Nico Schlotterbeck

Die Sorge um Nico Schlotterbeck war nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste das beherrschende Thema im deutschen Lager. Bei MagentaTV erklärte Expertin Tabea Kemme – von Moderator Sascha Bandermann prompt zur „Dr. Kemme“ geadelt – mit medizinischem Sachverstand, wie es nun weitergeht.

MagentaTV-Expertin Tabea Kemme erklärt im Studio den Behandlungsablauf bei der Sprunggelenksverletzung von Nico Schlotterbeck.
MagentaTV-Expertin Tabea Kemme erklärt im Studio den Behandlungsablauf bei der Sprunggelenksverletzung von Nico Schlotterbeck. (Screenshot: MagentaTV)

„Dr. Kemme“: „Ein gutes Zeichen, dass erstmal Ruhe einkehrt“

„Nach dem Spiel geht es ins Hotel und es wird direkt das MRT organisiert“, schilderte Kemme den Ablauf. „Ich gehe davon aus, dass sie die Diagnose von Schlotterbeck schon haben.“ Anschaulich beschrieb sie die Tücken einer Sprunggelenksverletzung: „Was hat so ein Sprunggelenk? Es hat Bänder, eine Kapsel. Kapsel ist fies, da hast du immer mit Schwellung zu tun. Dann geht es über Physiotherapie, du liegst quasi nonstop auf der Liege. Dann wird viel gelympht, um die Schwellung rauszubekommen, und dann ist die Kunst, ein bisschen Mobilität und Stabilität reinzubekommen. Dann ist die Frage: Machst du es medikamentös oder über Spritzen?“

Dass noch keine Diagnose verkündet wurde, wertete die Expertin positiv: „Es ist ein gutes Zeichen, dass erstmal Ruhe einkehrt und nicht direkt eine Diagnose kommt. Total individuell – ich bin großer Hoffnung, dass es wieder heilt!“

Sollte Schlotterbeck ausfallen, würde ihn Antonio Rüdiger ersetzen. Auch da gab Kemme Entwarnung: „Stabil. Kein Grund zur Sorge!“ Die Kaderbreite – notfalls auch mit Waldemar Anton in einer Dreierkette – sei groß genug.

Das Interview im Transkript

Hinweis: Die folgende Verschriftlichung wurde automatisch erstellt und nur leicht geglättet. Es können kleinere Ungenauigkeiten enthalten sein. Quelle: MagentaTV.

MagentaTV (Sascha Bandermann): Du kennst das auch aus deiner Zeit – den Ablauf bei Verletzungen, auch in der Kommunikation?

Tabea Kemme: Ja, natürlich. Nach Spielende geht es ins Hotel, da wird direkt das MRT organisiert. Ich gehe stark davon aus, dass sie die Diagnose von Schlotterbeck schon haben. Was hat so ein Sprunggelenk? Es hat Bänder, es hat eine Kapsel. Die Kapsel ist immer fies. Es geht erst mal über die Physiotherapie, du liegst quasi nonstop auf der Liege. Dann wird viel gelympht, um die Schwellung rauszubekommen, und dann ist die Kunst, neben der Schwellung auch wieder ein bisschen Mobilität und Stabilität reinzukriegen. Dann ist die Frage: Machst du es medikamentös, über Spritzen – was braucht es da? Das ist eine Eins-zu-eins-Kommunikation zwischen der medizinischen Abteilung und Nico Schlotterbeck.

MagentaTV (Sascha Bandermann): „Dr. Kemme“! Dann ist natürlich die Anschlussfrage: Was ist das für ein Zeichen, wenn die Diagnose länger dauert?

Tabea Kemme: Es ist ein gutes Zeichen, dass es länger dauert, bis die Diagnose rausgeht. Ich hatte selbst die eine oder andere Verletzung bei der Nationalmannschaft. Es war ein gutes Zeichen, dass einfach Ruhe einkehrt und nicht direkt eine Diagnose kommuniziert wird. Ich bin großer Hoffnung, dass das wieder heilt.

MagentaTV (Sascha Bandermann): Und wenn es nicht klappt, dürfte es Antonio Rüdiger sein, der die letzten Minuten gespielt hat. Wie hast du ihn nach der Einwechslung gesehen?

Tabea Kemme: Stabil. Auch was die Standards angeht, auf jeden Fall keine Not. Die Breite des Kaders ist groß – selbst mit Waldemar Anton, falls eine dynamische Dreierkette gespielt werden soll, wäre das eine Möglichkeit. Aber: kein Grund zur Sorge.