MagentaTV Video: Nagelsmann „stolz“ auf seine Joker – Undav als „Decider“ beim 2:1

Nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste stand Deutschland vorzeitig im Sechzehntelfinale der WM 2026 – und Bundestrainer Julian Nagelsmann war im Anschluss bei MagentaTV voll des Lobes für seine Einwechselspieler. Im Video erklärt der Bundestrainer, warum er nach dem zweiten Sieg „sehr stolz“ ist und weshalb Joker Deniz Undav für ihn der perfekte „Decider“ ist.

Bundestrainer Julian Nagelsmann im MagentaTV-Interview nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste bei der WM 2026.
Bundestrainer Julian Nagelsmann im MagentaTV-Interview nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste bei der WM 2026. (Screenshot: MagentaTV)

Nagelsmann: „Ich bin schon sehr stolz auf die Spieler, die reingekommen sind“

„Wir sind mit Rückschlägen gut umgegangen“, bilanzierte Nagelsmann den Auftritt gegen den starken Gruppengegner. „Die ersten fünf Minuten haben wir gebraucht, ins Spiel zu kommen. Dann waren wir eigentlich sehr gut drin.“ Das Gegentor habe ihn an den Auftakt erinnert: „Das Gegentor ist eine ähnliche Situation wie gegen Curacao. Wir brauchen ein bisschen lang, um auf der ballfernen Seite zu schließen.“

Entscheidend sei die Reaktion gewesen: „In der zweiten Halbzeit wurden wir immer besser. Dann bin ich schon sehr stolz auf die Spieler, die reingekommen sind. Nicht nur Deniz, der es super gemacht hat, Nadiem mit einer Flanke. Leon hatte eine unfassbar wichtige Situation hinten, wo er verteidigt. Wenn er da nicht mitgeht, kann’s scheppern. Alle haben das sehr, sehr gut gemacht, auch nach den Wechseln.“

Auf die Frage, ob Undav nun von Beginn an spielen dürfe, antwortete der Bundestrainer mit einem Schmunzeln: „Das ist doch top für ihn gerade! Viel mehr Decider bei einer WM als er zu sein, kann man gar nicht.“ Den eingewechselten Spielern habe er vor allem eines mitgegeben: „Viel Position. Das zweite Tor ist ein klassischer Deniz Undav. Auch das erste macht er unfassbar gut.“

Das Interview im Transkript

Hier das MagentaTV-Gespräch als Transkript. Die automatische Verschriftlichung wurde sprachlich geglättet und um korrekte Namen ergänzt; unverständliche Passagen wurden gekürzt. Quelle: MagentaTV.

Reporter: Erst mal Glückwunsch zu drei Punkten und zum Sieg. Man hat gesehen, wie intensiv Sie in den letzten Minuten mitgegangen sind und wie sehr Sie sich gefreut haben. Was erfüllt Sie heute mit Stolz?

Julian Nagelsmann: Wir sind mit Rückschlägen gut umgegangen. Die ersten fünf Minuten haben wir gebraucht, um ins Spiel zu kommen, dann waren wir eigentlich sehr gut drin, nur der Punch im Sechzehner hat ein bisschen gefehlt. Dann kassieren wir den Rückstand aus einer symptomatischen Aktion: Wir sichern gut aus der Mitte, stellen drei gegen eins her, und dann geht der Ball über die lange Linie weg. Das ist eine ähnliche Situation wie das Gegentor gegen Curaçao, wir brauchen ein bisschen lang, um auf der ballfernen Seite zu schließen. In der zweiten Halbzeit wurden wir immer besser. Dann bin ich schon sehr stolz auf die Spieler, die reingekommen sind, nicht nur Deniz Undav, der es super gemacht hat, auch Nadiem Amiri mit der Flanke. Leon Goretzka hat eine unfassbar wichtige Situation verteidigt, wenn er da nicht mitgeht, kann es zum 2:0 für die Elfenbeinküste scheppern. Alle haben das sehr, sehr gut gemacht, auch nach den Wechseln.

Reporter: Hätte Leroy Sané vielleicht noch ein paar Minuten mehr bekommen sollen?

Julian Nagelsmann: Er hat wieder viel probiert und viel gemacht. Man muss die Spielertypen auch in Verbindung mit dem Rasen sehen, der war furztrocken. In der ersten Halbzeit war er total fleißig und hat alles geschlossen. Wir haben dann einfach entschieden, Jamal Musiala noch einmal reinzubringen, für mehr Frische, weil das Spiel offener wurde und beide gewinnen wollten. Das hatte nichts mit Leroy zu tun, null.

Reporter: Was haben Sie den Eingewechselten mitgegeben?

Julian Nagelsmann: Viel Position. Das zweite Tor ist ein klassischer Deniz Undav, und auch das erste macht er unfassbar gut, die Ballmitnahme in den Zwischenraum, der erste Kontakt, dass der Ball eben nicht in den Rücken von Nadiem geht. Über eine Startelfrolle zu reden, ist doch top für ihn gerade. Viel mehr Decider bei einer WM als er kann man gar nicht sein. Ich bin mir sicher: Wenn man Deniz fragt, hätte er auch nichts dagegen, mal von Anfang an zu spielen.