Österreich geht mit viel Selbstvertrauen, aber auch mit großer Ehrfurcht ins Duell mit Titelverteidiger Argentinien. Ralf Rangnick kann vor dem WM-Spiel in Dallas personell aus dem Vollen schöpfen, die Startelf steht bereits fest. Einzig Stefan Posch bleibt nach seinem Kieferbruch ein Fragezeichen.

Rangnick hat seine Elf schon festgelegt
Für Österreich wartet bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 am Montag die wohl härteste Aufgabe der Gruppenphase. Mit Lionel Messi steht dem ÖFB-Team im Dallas Stadium ausgerechnet der Superstar der Argentinier gegenüber, der beim 3:0 zum Auftakt gegen Algerien alle drei Treffer erzielt hatte. Dennoch gibt es aus österreichischer Sicht vor allem positive Nachrichten, denn der gesamte Kader ist einsatzbereit.
Rangnick bestätigte im ORF-Interview: „Es sind alle einsatzbereit. Alle 23 Feldspieler und alle drei Torhüter haben heute normal trainiert“. Damit hat der Teamchef sämtliche Optionen. Öffentlich wollte er sich bei der Aufstellung zwar nicht vollständig festlegen, intern kennt die Mannschaft die Startelf aber bereits seit Sonntag. „Es kann sein, dass wir auf der einen oder anderen Position etwas verändern, aber es kann auch sein, dass wir in der gleichen Formation spielen.“

Offizielle Aufstellungen Argentinien gegen Österreich (Update 18 Uhr)
Aufstellung Argentinien
Martínez – Molina, Romero, L. Martinez, Medina – de Paul, Mac Allister, Fernandez, Almada – Messi – L. Martinez
Aufstellung Österreich
A. Schlager – Posch, Danso, Alaba, Laimer – X. Schlager, Seiwald – Schmid, Wanner, Sabitzer – Gregoritsch
Posch nach Kieferbruch noch nicht sicher
Besonders im Fokus steht Stefan Posch, der sich beim 3:1-Auftaktsieg gegen Jordanien einen Kieferbruch zugezogen hatte und zuletzt mit einer Spezialschiene trainierte. Ob der Verteidiger gegen Argentinien von Beginn an auf dem Platz steht, ließ Rangnick offen. „Wir müssen schauen, ob wir ihn von Anfang an oder von außen ins Spiel bringen“, sagte er. Posch war in den vergangenen Tagen mehrfach nach Los Angeles gereist, damit seine Schutzschiene angepasst werden konnte.
Messi beeindruckt, doch Österreich schaut auf mehr
Die größte Aufmerksamkeit gilt einmal mehr Lionel Messi. Der achtfache Weltfußballer sorgte mit seinem Dreierpack gegen Algerien für mächtig Respekt im österreichischen Lager. Rangnick nannte den Offensivmann „ein absolutes Phänomen“. Auch die Spieler äußerten sich voller Anerkennung. Marko Arnautovic sprach von „den Größten aller Zeiten“, Michael Gregoritsch meinte: „Er hat das Spiel verändert.“
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Gleichzeitig betont Österreich, dass Argentinien deutlich mehr ist als nur Messi. Rangnick sieht eine „absolute Spitzenmannschaft“ und eine „komplette Ballbesitzmannschaft“. Vor allem das Mittelfeld mit Enzo Fernández, Rodrigo De Paul und Alexis Mac Allister gilt im Trainerstab als Schlüsselsektor. Nach dem 3:1 gegen Jordanien hält Österreich bereits bei drei Punkten. Ein weiterer Zähler gegen Argentinien würde die Chancen auf den Sprung ins Achtelfinale massiv steigern, mit einem Sieg wäre das Sechzehntelfinale praktisch fix. Zudem könnte die Auswahl erstmals seit dem legendären 3:2 gegen Deutschland bei der WM 1978 einen amtierenden Weltmeister in einem Pflichtspiel schlagen.