Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen setzt auch unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp auf die Stars des Rekordmeisters. Der 59-Jährige hält Klopp für die richtige Wahl des DFB und erwartet, dass dessen Persönlichkeit auf die Nationalmannschaft ausstrahlt.

Dreesen sieht Bayern-Spieler als Schlüssel zum Erfolg
Dreesen ist überzeugt, dass Klopp seine sportlichen Ziele mit der deutschen Nationalmannschaft nur erreichen kann, wenn er auf die Spieler des FC Bayern zurückgreift. „Ich habe Jürgen Klopp als jemanden kennengelernt, der Siege einfahren will, und das wird er nur mit den Spielern des FC Bayern. Das war jetzt keine Arroganz, das ist Tatsache“, sagte der Vorstandschef am Dienstag im „Presseclub München“.
Trotz des jüngsten WM-Desasters hält Dreesen ambitionierte Vorgaben für den richtigen Ansatz. Für den Deutschen Fußball-Bund könne es nicht genügen, sich lediglich vorzunehmen, beim nächsten Turnier weiterzukommen als bei der vergangenen Weltmeisterschaft. „Es kann ja nicht sein, dass das Land mit dem weltgrößten Sportverband DFB als Ziel hat, nächstes Mal weiterzukommen als beim letzten Mal. Deswegen finde ich es richtig, wenn man sich große Ziele vornimmt“, erklärte Dreesen.
Lob für Klopps Erfolge und Persönlichkeit
Bei der Nachfolgeregelung für Julian Nagelsmann habe der DFB nach Dreesens Einschätzung die richtige Entscheidung getroffen. Klopp müsse seine Qualität nicht mehr nachweisen. „Jürgen Klopp muss nicht mehr beweisen, dass er ein hervorragender Trainer ist. Jürgen Klopp hat an allen seinen Wirkungsstätten ganz hervorragende Arbeit geleistet. Die Champions League in Liverpool gewonnen. Also da kann keiner sagen, dass das nicht der Richtige wäre“, sagte der Bayern-Funktionär.
Besonders schätzt Dreesen Klopps Umgang mit Menschen und dessen Auftreten. Der neue Bundestrainer habe „eine empathische Art, ist ein Menschenfänger, hat ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein, das sich dann hoffentlich auf die Mannschaft überträgt“. Deshalb blickt Dreesen zuversichtlich auf die kommende Zusammenarbeit und ist „zuversichtlich, dass etwas Gutes dabei herauskommt“.