Der VfB Stuttgart hat den Auftakt in die Champions League 2026/27 gewonnen. Gegen Viking Stavanger setzten sich die Schwaben am 9. September 2026 mit 3:1 durch, alle drei Tore erzielte Ermedin Demirović innerhalb von zwölf Minuten. Alle Daten zur Partie stehen auf unserer Spielseite zu VfB Stuttgart gegen Viking Stavanger. Alle Partien, Ergebnisse und Übertragungen der Ligaphase stehen in unserer Übersicht Champions League: TV und Ergebnisse.

So hat der VfB Stuttgart gegen Viking Stavanger gespielt
Vor 60.000 Zuschauern, ausgerechnet am 133. Geburtstag des Klubs, lieferte der VfB einen Auftakt nach Maß. Schiedsrichter Nenad Minakovic aus Serbien sah eine Partie, die nach 32 Minuten entschieden war und danach kaum noch Spannung bot.
Erste Halbzeit: Zwölf Minuten, die alles entschieden
Sebastian Hoeneß hatte seine Elf nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln auf zwei Positionen verändert: Demirović begann für Dzenan Pejcinović, Jamie Leweling für Josha Vagnoman. Der Wechsel im Sturmzentrum sollte sich als Glücksgriff erweisen, auch wenn der VfB zunächst nervös begann.
Umso überraschender fiel die Führung, und zwar mit der ersten Chance. Angelo Stiller legte in der 20. Minute quer, Demirović schloss gedankenschnell ab. Die Freude hielt allerdings nur zwei Minuten: Einen Konter schloss Zlatko Tripić eiskalt zum 1:1 ab, nicht zum ersten Mal wirkte die Stuttgarter Abwehr in dieser Phase unsortiert.
Dann übernahm Demirović. In der 26. Minute traf er nach einer Vorlage von Deniz Undav zum 2:1, in der 32. Minute legte Undav erneut auf und der Angreifer stellte auf 3:1. Beim dritten Treffer half Viking-Torwart Arild Østbø allerdings tatkräftig mit. Drei Tore in zwölf Minuten, mit dem Halbzeitpfiff war die Partie entschieden.
Zweite Halbzeit: Verwalten statt nachlegen
Nach dem Wechsel hatten die Schwaben trotz des Vorsprungs zunächst erneut Probleme, ehe sie sich wieder fingen. In der 62. Minute nahm Hoeneß den gefeierten Dreifachtorschützen unter Standing Ovations vom Feld und brachte Pejcinović. Ohne Demirović fehlte vorne die Durchschlagskraft, um früh alles klarzumachen. Viking sah in der zweiten Hälfte drei Gelbe Karten, gefährlich wurde der norwegische Meister aber nicht mehr.
Die Tore im Überblick
- 20. Minute: 1:0 Ermedin Demirović (Vorlage Angelo Stiller)
- 22. Minute: 1:1 Zlatko Tripić
- 26. Minute: 2:1 Ermedin Demirović (Vorlage Deniz Undav)
- 32. Minute: 3:1 Ermedin Demirović (Vorlage Deniz Undav)

Demirović schreibt VfB-Geschichte
Demirović ist der erste Spieler des VfB Stuttgart, dem im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb ein Dreierpack gelungen ist. Vor der Cannstatter Kurve nahm er nach dem Abpfiff mit dem Pokal für den Spieler des Spiels die Glückwünsche entgegen.
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„Für mich persönlich war es auf jeden Fall ein perfekter Auftakt, für uns als Mannschaft natürlich auch“, sagte Demirović bei DAZN. „Wir hätten das Spiel noch besser gestalten können. Aber wir können zufrieden sein, wieder in der Champions League zu sein, drei Punkte geholt und das Spiel souverän runtergespielt zu haben.“ Über seinen Dreierpack sagte er: „Da hat sich ein bisschen was angestaut in mir. Wobei ich froh bin, jetzt hier zu sein. Das ist mittlerweile auch kein Thema mehr.“
Sein Trainer fand große Worte: „Was soll man dazu sagen? Er hat in zwölf Minuten drei Tore gemacht, er hat heute Geschichte geschrieben“, so Hoeneß. „Er fängt wieder mit dem an, was er eigentlich schon macht, seit er Fußball spielt: Tore machen, wichtige Tore.“
Zufrieden war der VfB-Coach mit dem Auftritt trotzdem nicht durchgängig. „Wir haben sehr offensiv gespielt und eine sehr offensive Mannschaft auf dem Platz gehabt. Da hat mir das Umschaltverhalten nicht immer gefallen“, sagte er. „Das müssen wir schon in Hoffenheim zeigen, denn die werden das noch besser ausnutzen als der heutige Gegner.“ Und zu Kapitän Undav, der zwei Torvorlagen beisteuerte, aber selbst weiter auf einen Treffer wartet: „Deniz braucht keine Hilfe. Er hat heute zwei Torbeteiligungen gehabt und hätte wahrscheinlich sogar vier oder fünf haben können. Deniz wird wieder treffen.“
Alle Ergebnisse vom 1. Spieltag der Champions League
Am Mittwoch standen sechs Partien auf dem Programm. Neben dem Stuttgarter Sieg empfing der FC Barcelona Feyenoord Rotterdam, der FC Liverpool traf auf Atlético Madrid, Titelverteidiger Paris Saint-Germain auf Slovan Bratislava, dazu Sporting CP gegen Galatasaray und die SSC Neapel gegen den FC Arsenal.
Alle Spiele und Ergebnisse des Tages stehen in unserer Übersicht Fußball heute: Wer spielt heute am 9.9.2026?. Den kompletten Spielplan gibt es auf unserer Turnierseite zur Champions League 2026/27.
Wie es für Stuttgart weitergeht
Zunächst wartet die Bundesliga: Am Samstag um 15.30 Uhr gastiert der VfB bei der TSG Hoffenheim. In der Königsklasse geht es am 14. Oktober auswärts bei Slovan Bratislava weiter, danach folgen die Heimspiele gegen Atlético Madrid, Club Brügge und den OSC Lille sowie die Auswärtsaufgaben bei Inter Mailand, der PSV Eindhoven und Galatasaray Istanbul.
Vor zwei Jahren war für Stuttgart nach der Ligaphase Schluss, damals holte das Team immerhin zehn Punkte. Diesmal ist der Anspruch größer. „Beim zweiten Mal wollen wir angreifen“, sagte Hoeneß vor dem Spiel. Der Auftaktsieg ist dafür die passende Grundlage. Für Viking Stavanger, nach 34 Jahren erst zum zweiten Mal in der Königsklasse dabei, folgt am 13. Oktober das Heimspiel gegen den FC Bayern München.
So sieht die Tabelle der Ligaphase nach dem 1. Spieltag aus. Die besten zehn Mannschaften:
Die komplette Tabelle mit allen 36 Mannschaften steht auf unserer Turnierseite zur Champions League 2026/27.