Monatelang war Leon Goretzka ohne Klub, nun ist die Zukunft des deutschen Nationalspielers geklärt. Der 31-Jährige heuert nach acht Jahren beim FC Bayern in der Premier League an und schließt sich Europa-League-Sieger Aston Villa an. Für den Mittelfeldspieler bedeutet der Wechsel den Sprung ins Ausland, den ersten seiner Karriere.

Nach langer Vereinssuche: Goretzka wagt den Schritt nach England
Der Klub aus Birmingham bestätigte den Transfer am Donnerstag in einer knappen Erklärung. Für den 73-fachen Nationalspieler endet damit eine Phase der Ungewissheit, die bereits im Januar begonnen hatte. Damals hatten die Bayern öffentlich gemacht, den auslaufenden Vertrag mit Goretzka nicht verlängern zu wollen. In den folgenden Monaten wurde der gebürtige Bochumer immer wieder mit hochkarätigen europäischen Adressen in Verbindung gebracht, darunter der FC Barcelona, der FC Arsenal, Juventus Turin, die AC Mailand und die SSC Neapel. Konkrete Verhandlungen kamen jedoch nie zustande, sodass sich die Suche nach einem neuen Arbeitgeber deutlich länger hinzog als ursprünglich erwartet.

Villa hofft auf frischen Schwung nach Fehlstart
Für Aston Villa kommt die Verpflichtung zu einem passenden Zeitpunkt. Die Truppe von der Villa Park war denkbar schlecht in die neue Saison gestartet und musste sich am vergangenen Wochenende bei Brighton & Hove Albion deutlich mit 0:4 geschlagen geben. Bereits am Montag wartet mit dem Heimspiel gegen Meister FC Arsenal die nächste Herausforderung. Sportlich zählt Villa dennoch zu den ambitionierten Adressen der Liga: Als Vierter der abgelaufenen Spielzeit und amtierender Europa-League-Champion ist der Klub wie schon 2024/25 wieder in der Champions League vertreten. Goretzka soll dem Team im Mittelfeld zusätzliche Stabilität und internationale Erfahrung verleihen.
Historische Verbindung zwischen Deutschland und Birmingham
Mit seinem Wechsel reiht sich Goretzka in eine kleine, aber illustre Gruppe deutscher Profis bei Aston Villa ein. Er wird erst der vierte deutsche Spieler im Trikot der Villans. Vor ihm hatte bereits Thomas Hitzlsperger zwischen 2000 und 2005 für den Klub gespielt. Noch früher, von 1992 bis 1994, liefen die späteren Rostocker Stefan Beinlich und Matthias Breitkreutz für Aston Villa auf.