MLS: Messi nach Schlag gegen Gegenspieler gesperrt

Die MLS hat gegen Fußball-Star Lionel Messi eine Geldstrafe verhängt. Grund war ein Schlag gegen einen Philadelphia-Union-Profi, den der Superstar von Inter Miami sich im Kopf- und Halsbereich seines Gegenspielers erlaubt hatte. Auch ein Teamkollege des Argentiniers muss nach einem ähnlichen Vorfall zahlen.

Lionel Messi begrüßt vor dem Anpfiff Torhüter Andres Sanchez von Atletico San Luis: Der Kapitän von Inter Miami CF führt sein Team am 5. August 2026 im Nu Stadium in Miami in die Gruppenphase des Leagues Cup. (Megan Briggs / Getty Images North America via Getty Images)
Lionel Messi begrüßt vor dem Anpfiff Torhüter Andres Sanchez von Atletico San Luis: Der Kapitän von Inter Miami CF führt sein Team am 5. August 2026 im Nu Stadium in Miami in die Gruppenphase des Leagues Cup. (Megan Briggs / Getty Images North America via Getty Images)

Rangelei ohne Kartenkonsequenz sorgt im Nachhinein für Strafe

Beim torreichen 2:2-Remis von Inter Miami bei Philadelphia Union war es zu einer brenzligen Szene gekommen, die zunächst ohne direkte Konsequenzen auf dem Rasen blieb. Messi schlug im Verlauf der Partie mit der flachen Hand gegen den Nacken von Quinn Sullivan. In der Folge gerieten beide Akteure aneinander und standen sich Stirn an Stirn gegenüber, ehe Schiedsrichter Filip Dujic einschritt und die Kontrahenten trennte. Der Unparteiische verzichtete jedoch darauf, Gelb oder Rot zu zeigen, weshalb die Szene sportgerichtlich zunächst folgenlos blieb.

Disziplinarkomitee wird nachträglich aktiv

Weil auf dem Feld keine Karte gezogen wurde, schaltete sich im Nachgang das Disziplinarkomittee der nordamerikanischen Profiliga ein und wertete die Aufnahmen der Partie aus. Die Liga teilte mit, Messi sei „wegen eines Verstoßes gegen die Ligavorschriften bezüglich des Kontakts der Hände mit dem Gesicht, dem Kopf oder dem Hals eines Gegners“ sanktioniert worden. Über die genaue Höhe der Geldstrafe machte die MLS keine Angaben, wie es bei derartigen Disziplinarmaßnahmen üblich ist.

Nicht nur der argentinische Vizeweltmeister musste nachträglich eine Strafe hinnehmen. Auch sein Mannschaftskamerad Ian Fray wurde von der Liga wegen eines vergleichbaren Vergehens, eines Schlages gegen Kopf oder Hals eines Gegenspielers, zur Kasse gebeten.