Der Fehlstart im Leagues Cup nimmt für Thomas Müller und die Vancouver Whitecaps bedrohliche Ausmaße an. Nach der Auftaktpleite gegen Atlante setzte es für die Kanadier auch gegen den FC Juárez eine Niederlage, obwohl die Whitecaps über weite Strecken das bessere Team waren. Am Ende stand ein 1:3 (1:1), das den Nordamerikanern trotz Führung und klarem Chancenplus keine Punkte einbrachte.

Frühe Führung reicht nicht gegen abgezockte Mexikaner
Müller lief im heimischen WM-Stadion von Vancouver als Kapitän auf und war maßgeblich am schnellen Führungstreffer beteiligt. Jeevan Badwal brachte die Gastgeber bereits in der 12. Minute in Führung, nachdem der frühere Bayern-Star die Aktion eingeleitet hatte. Nur wenige Momente später hätte der 36-Jährige selbst nachlegen können, vergab jedoch eine gute Gelegenheit zum 2:0.
Was folgte, war ein bitterer Rückschlag für die Kanadier. Der FC Juárez zeigte sich vor dem eigenen Rückstand unbeeindruckt und drehte die Partie mit kühler Effizienz. Ettson Ayón glich bereits in der 34. Minute aus, ehe Óscar Estupinán in der 74. Minute für die Führung der Mexikaner sorgte. Den Schlusspunkt setzte Ricardinho in der sechsten Minute der Nachspielzeit und besiegelte damit die zweite Heimniederlage der Whitecaps im zweiten Gruppenspiel in Folge.
Nächster Prüfstein wartet auswärts bei Tigres
Der Negativlauf trifft die Whitecaps zu einem Zeitpunkt, an dem sie in der MLS eigentlich glänzen. Als Tabellenführer der Western Conference gehen Müller und seine Teamkollegen mit breiter Brust in den Alltag der heimischen Liga, im Leagues Cup zwischen Klubs aus MLS und mexikanischer Liga MX läuft es für die Kanadier jedoch alles andere als rund. Bereits am Dienstag (Ortszeit) müssen sie auswärts bei UANL Tigres antreten, ihrem ersten Gastspiel im laufenden Turnier, und dabei dringend eine Reaktion zeigen, um den Anschluss an die K.o.-Runde nicht frühzeitig zu verlieren.