Wie geht es mit Sportwetten und Glücksspielen im Internet weiter?

Veröffentlicht: Donnerstag, 15. Oktober 2020 um 19:58 Uhr

Während der Fußballfreien Coronazeit hatten viele Webseiten, die sich mit Sportwetten beschäftigten, rückläufige Besuche. Die Menschen saßen zu Hause und wollten zocken, aus Langeweile. Wie in den USA wurden auch viele Deutsche an die Börse gezogen, neue Onlinebroker wie Flatex, Trade Republic oder in den USA Robinhood konnten sich vermehrt über Neukunden freuen. Aktien versprechen auch noch heute noch schnelle Gewinne. Dasselbe gilt auch bei Glücksspielen im Internet. Während die Banken in Deutschland und auch in Europa streng reguliert sind, geht es den Glücksspielanbietern nicht anders. Das deutsche Glücksspielgesetz wird nun aber aufgeweicht.

Am Sonntag werden die Qualifikationsgruppen zur Fußball EM 2020 ausgelost. AFP PHOTO / KIRILL KUDRYAVTSEV /
Wer nicht ins Casino möchte, spielt im Internet: Die Auswahl der Wetten ist gross. Sogar auf die möglichen Gruppen einer Fußball EM oder WM kann getippt werden. AFP PHOTO / KIRILL KUDRYAVTSEV /

Schaut man sich einige Sponsoren an von großen Fußballclubs, kann man es ahnen: Die Sportwettenanbieter oder Online-Casinos buhlen um ihre Fans. Der FC Bayern München hat als Platin Partner neben SAP, Siemens und Qatar Airways auch Tipico angenommen. Dasselbe gilt für RB Leipzig. Bei Real Madrid prangt sogar schon seit einiger Zeit bwin auf dem Trikot.

Was gibt es Neues zum Glücksspielgesetz?

Doch das alles muss finanziert werden – natürlich von den zahlenden Kunden der Webseiten. In Deutschland ist das Glücksspiel bisher den physischen Casinos vorbehalten, Webseite werden meistens auf Malta betrieben. Ebenso hat das Bundesland Schleswig-Holstein eine Ausnahmeregelung erwirkt. Im Fernsehen sieht man Werbung und am Ende kommt der Disclaimer „Nur Kunden aus Schleswig-Holstein erlaubt!“.

Die Verhandlungen dauerten Jahre, nun wurde ein Kompromiss gefunden. Das neue Glücksspielgesetz sollte insbesondere Online-Sportwetten und Casinospiele im Netz von Sommer 2021 an neu regeln. Bundesweit sollten nun virtuelle Automatenspiele unter strengen Auflagen erlaubt sein.

Seit heute nun ist die Duldungsphase des neuen Glücksspielgesetzes in Kraft. Eigentlich soll der Schutz des einzelnen Spielers im Mittelpunkt stehen wie z.b. die maximale Einzahlung pro Monat oder die Dauer einer Spielrunde.

Schaut man sich das Gesetz an, sieht es eher so aus, als würde die Glücksspielindustrie gehörig Ihre Hände im Spiel haben. Viele Online-Casinos haben ihre Pforten in Deutschland über Nacht geschlossen, da man Konsequenzen befürchtet, trotz einer EU-Zulassung über das Land Malta. Dennoch wird der Markt gar nicht überwacht, da es die zugehörige Aufsichtsbehörde noch gar nicht gibt. Wer sich an die Auflagen bis zum Sommer 2021 hält, wird sowieso keine Konsequenzen befürchten müssen.

Über Nacht dürfen nun keine Casinospiele mehr angeboten werden wie Roulette oder Jackpot-Slots.

Das Problem: Die Bundesländer sind alle selbst verantwortlich für ihre Regeln, das gilt auch für die Sportwetten-Betreiber. Auf den neuen und Deutschland weiten Glücksspielstaatsvertrag hatten sich die Ministerpräsidenten im März geeinigt, nun wartet man auf das Okay von der EU. Deshalb gibt es nun die Übergangsregeln ab heute.

Seien wir gespannt, was es für die Sportwettenanbieter und die ganzen Fußball-Zocker für Konsequenzen haben wird. Geplant ist ein Einzahlungslimit von 1000 Euro pro Monat, Vorgaben für die Spielfrequenz, Überwachung der Spieler und ein Anschluss an eine bundesweite Datei mit gesperrten Spielsüchtigen und Problemspielern.

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