Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Chancenwucher auf dem Betzenberg – DFB-Frauen mit Nullnummer gegen Spanien
- 2 Gute Ansätze, schlechte Ausbeute
- 3 Spanien bleibt gefährlich – Deutschland wankt, fällt aber nicht
- 4 Verletzungssorgen und fehlende Durchschlagskraft
- 5 Alles offen vor dem Rückspiel in Madrid
- 6 UEFA Nations League Spielplan im Finale
- 7 Aufstellungen heute
Chancenwucher auf dem Betzenberg – DFB-Frauen mit Nullnummer gegen Spanien
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat im Hinspiel des Nations-League-Finals gegen Weltmeister Spanien trotz guter Leistung einen wichtigen Heimsieg verpasst. Vor 40.159 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern dominierte das DFB-Team phasenweise das Spiel, ließ jedoch reihenweise hochkarätige Torchancen liegen. Das 0:0 lässt alle Optionen für das Rückspiel in Madrid offen – doch dort muss die Wück-Elf nun liefern.

Gute Ansätze, schlechte Ausbeute
Das Team von Bundestrainer Christian Wück startete mutig und mit viel Tempo in die Partie. Insbesondere in der Anfangsphase übernahmen die Deutschen das Kommando, konnten ihre Überlegenheit jedoch nicht in Zählbares ummünzen. Fehlende Präzision im letzten Drittel und mehrere ausgelassene Großchancen, darunter zwei von Franziska Kett und Jule Brand in der 27. Minute sowie ein Pfostenschuss von Klara Bühl, verhinderten die verdiente Führung. Wück hatte trotz logistischer Probleme auf die erfahrene Ann-Katrin Berger im Tor gesetzt – die 35-Jährige war erst kurz vor dem Spiel angereist.
Spanien bleibt gefährlich – Deutschland wankt, fällt aber nicht
Nach etwa zehn Minuten kamen die Spanierinnen besser ins Spiel, gestützt auf ihre Ballkontrolle durch die Stars Aitana Bonmati und Alexia Putellas. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste phasenweise komplett die Kontrolle, schnürten das DFB-Team in der eigenen Hälfte ein. Besonders gefährlich wurde es in der 52. Minute, als Esther Gonzalez den Außenpfosten traf. Auch wenn das deutsche Team durch Moral und Zweikampfstärke überzeugte, fehlte im letzten Drittel oft die Präzision. Ein Lattentreffer von Brand in der 76. Minute blieb die letzte große Gelegenheit.
Verletzungssorgen und fehlende Durchschlagskraft
Die DFB-Frauen mussten auf mehrere Leistungsträgerinnen verzichten – darunter Lena Oberdorf, Lea Schüller und Sydney Lohmann. Diese Ausfälle machten sich bemerkbar, insbesondere bei der Offensivpower. Trotz guter Laufbereitschaft und taktischer Disziplin fehlte es an Effizienz im Abschluss. Der erhoffte Grundstein für den ersten Titel seit dem Olympiasieg 2016 wurde so verpasst.

Alles offen vor dem Rückspiel in Madrid
Am kommenden Dienstag (18.30 Uhr, ARD) muss die deutsche Mannschaft im Estadio Metropolitano bestehen, wenn sie sich den Nations-League-Titel sichern will. Die Nullnummer auf dem Betzenberg war ein Rückschlag, aber keine Vorentscheidung. Wer in Madrid jubelt, krönt das Turnier – und schreibt möglicherweise ein neues Kapitel in der jüngeren Geschichte des deutschen Frauenfußballs.
UEFA Nations League Spielplan im Finale
Aufstellungen heute
