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Frauen Nationalmannschaft vergeben Sieg gegen Spanien – Jetzt wird’s ein echtes Finale in Madrid
Im ersten Finalhinspiel der Nations League gegen Spanien konnten die deutschen Fußballerinnen ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Das 0:0 auf dem Betzenberg in Kaiserslautern bedeutet: Der Titel entscheidet sich nun am Dienstag im Rückspiel in Madrid – ein echtes Endspiel, in dem die DFB-Elf ihre Chance auf den ersten großen Titel seit 2016 nutzen will.

Chancenwucher statt Revanche
Vor 40.159 Zuschauern dominierte die deutsche Mannschaft die Partie über weite Strecken. Doch was zählte, fehlte: Tore. Trotz eines engagierten und mutigen Auftritts blieb die Effizienz vor dem Tor aus – ein bekanntes Problem, wie Bundestrainer Christian Wück nach Abpfiff frustriert anmerkte. Der verpasste Sieg wiegt doppelt schwer, war doch eine Revanche für das EM-Aus im Halbfinale gegen Spanien fest eingeplant.
UEFA Nations League Spielplan im Finale
Wück kritisiert fehlende Spielintelligenz
Christian Wück sparte nach dem Spiel nicht mit Kritik – vor allem an der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Dann ist es wieder die alte Leier“, kommentierte er trocken. Für den Bundestrainer ist die fehlende Effektivität nicht nur eine Trainingsfrage, sondern ein Thema der Spielintelligenz und der situativen Entscheidungen. Auch ein kurzer emotionaler Disput mit Spaniens Trainerin Sonia Bermudez verdeutlichte, wie viel auf dem Spiel steht.
Spielerinnen bleiben optimistisch
Trotz des torlosen Remis zeigte sich das Team kämpferisch. Innenverteidigerin Rebecca Knaak sprach von Enttäuschung, aber auch von Selbstvertrauen: „Wir wollen da Vollgas geben.“ Ähnlich sah es Klara Bühl, die mehrfach knapp scheiterte: „Jetzt haben wir ein klassisches Endspiel. Den Lucky Punch müssen wir uns erkämpfen.“ Vizekapitänin Janina Minge stellte klar: Auch eine Verlängerung oder ein Elfmeterschießen schreckt das Team nicht ab.
Alles oder nichts in Madrid
Am Dienstag (18:30 Uhr, live in der ARD) steht für die DFB-Frauen das entscheidende Rückspiel im Estadio Metropolitano an. Nach dem Auftritt in Kaiserslautern ist klar: Die spielerische Klasse ist da, doch es braucht mehr Präzision im Abschluss. Die Ausgangslage bleibt offen – doch mit einem Sieg wäre der erste große Titel seit dem Olympiasieg 2016 in Reichweite. Und vielleicht schmeckt dann auch Christian Wück der Kaffee mit Sonia Bermudez etwas besser.