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Fußballnationalmannschaft von Uruguay


Fußballnationalmannschaft von Uruguay

Uruguays's Kapitän Diego Lugano (C) stemmt den Pokal der Copa America 2011 in die Höhe - man gewinnt gegen Paraguay mit 3:0. AFP PHOTO / ANTONIO SCORZA

Uruguays’s Kapitän Diego Lugano (C) stemmt den Pokal der Copa America 2011 in die Höhe – man gewinnt gegen Paraguay mit 3:0. AFP PHOTO / ANTONIO SCORZA

Die Fußballnationalmannschaft von Uruguay

Mit Spanien, den Niederlanden, Portugal und England gibt es eine ganze Reihe an großen Fußballnationen, die weniger WM-Titel als das kleine Uruguay gewonnen haben. Nimmt man die Siege bei der Copa América und den ersten olympischen Fußballturnieren, die noch mit richtigen Nationalteams bestritten wurden, hinzu, ist Uruguay sogar das Land mit den meisten bedeutenden internationalen Titeln. Zwischendurch allerdings verschwand der uruguayische Fußball auch für einige Zeit in der internationalen Bedeutungslosigkeit. Bei mehreren Weltmeisterschaften war das Trikot Uruguays lediglich auf den Rängen präsent. Spätestens seit der WM 2010 in Südafrika hat sich das Land aber wieder im Konzert der Großen zurückgemeldet.

Die Anfänge der Mannschaft

Bereits im 19. Jahrhundert wurde in Uruguay Fußball gespielt. Eingeführt hatten das Spiel englische Arbeiter. Deren Kick-and-Rush-Stil wurde in dem kleinen südamerikanischen Land aber schnell über den Haufen geworfen und durch ein schnelles Pass- und Kombinationsspiel auf dem Boden ersetzt. Das erste Länderspiel am 20.07.1902 gegen Argentinien ging allerdings dennoch mit 0:6 verloren. Es ist bis heute die höchste Niederlage Uruguays überhaupt. In den 1920er Jahren wurde Uruguay dann zur zweifelsohne besten Mannschaft der Welt. 1920, 1923, 1924 und 1926 gewann das Land die Copa América. Der eigentliche Triumphzug des uruguayischen Fußballs fand aber bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris statt. Dort spielte Uruguay als erstes südamerikanisches Team auf europäischem Boden und wusste direkt zu überzeugen: 7:0 gegen Jugoslawien, 3:0 gegen die USA, 5:1 gegen Frankreich, 2:1 gegen die Niederlande und 3:0 gegen die Schweiz lauteten die Ergebnisse. Der verdiente Lohn war der Gewinn der Goldmedaille. Diesen Triumph konnte Uruguay bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam sogar wiederholen.

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und der Copa América

Während die uruguayische Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele noch nach Europa gereist war, wollte sie diese Mühe für Weltmeisterschaften zunächst nicht auf sich nehmen. So gewann das Land zwar die WM-Premiere 1930, trat dann aber 1934 in Italien und 1938 in Frankreich nicht an. Bei der Rückkehr 1950 in Brasilien folgte dann gleich der nächste WM-Titel. Die erste Teilnahme auf europäischem Boden fand 1954 in der Schweiz statt. Vier Jahre später verpasste das Land dann erstmals auf sportlichem Wege die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Ein Schicksal, das die uruguayische Mannschaft in den folgenden Jahrzehnten noch mehrmals ereilen sollte. So kommt das Land heute auf bisher zwölf WM-Teilnahmen.

Bei der Copa América hingegen war das Land deutlich häufiger vertreten. Lediglich zweimal verzichtete Uruguay freiwillig auf eine Teilnahme, ansonsten war das uruguayische Nationaltrikot bei allen Südamerikameisterschaften vertreten. Mit insgesamt 42 Teilnahmen ist man somit auch Rekordteilnehmer.

Erfolge der uruguayischen Nationalmannschaft

Natürlich sind bei der ersten Weltmeisterschaft noch nicht alle großen Fußballnationen angetreten. Betrachtet man allerdings die Erfolge der uruguayischen Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1924 und 1928, so dürften nur wenig Zweifel daran bestehen, dass das Land sich ab 1930 zu Recht Fußball-Weltmeister nennen durfte. Der zweite Titelgewinn 1950 in Brasilien war da schon deutlich überraschender. Denn eigentlich galten die Gastgeber als haushohe Favoriten. Ein klassisches Finale gab es dabei nicht, vielmehr spielten die besten vier Teams noch einmal eine Finalrunde im Modus Jeder gegen Jeden aus.

Vor dem letzten Spiel in Rio de Janeiro zwischen Uruguay und Brasilien stand aber bereits fest, dass nur eines dieser beiden Teams noch Weltmeister werden konnte. Brasilien hätte dabei bereits ein Unentschieden genügt, Uruguay musste gewinnen. Tatsächlich ging Brasilien vor rund 200.000 Zuschauer zunächst in Führung, musste dann aber nach einer guten Stunde den Ausgleich hinnehmen. Als sich FIFA-Präsident Jules Rimet aufmachte, um die Pokalübergabe vorzubereiten, geschah das, womit niemand gerechnet hatte: Der uruguayische Stürmer Alcides Ghiggia erzielte zehn Minuten vor Schluss den Siegtreffer und stürzte Brasilien in ein Tal der Tränen. Lange Zeit galt dieses Spiel als großes Trauma des brasilianischen Fußballs, die Nationalmannschaft wechselte anschließend sogar die Trikotfarbe, um nicht mehr an die Niederlage erinnert zu werden. Für Uruguay war es aber der wahrscheinlich größte sportliche Erfolg des Landes überhaupt.

Der Versuch 1954 in der Schweiz den dritten WM-Titel zu gewinnen und somit den WM-Pokal behalten zu dürfen, scheiterte allerdings. Uruguay wurde nur Vierter und konnte anschließend lange nicht mehr an die großen WM-Erfolge der Anfangsjahre anknüpfen. Erst 2010 in Südafrika kam das Land wieder bis ins Halbfinale, unterlag dort aber den Niederlanden. Bei der Copa América hingegen konnten die Spieler in den weiß-blauen Trikots noch einige Titel gewinnen und sind seit 2011 mit insgesamt 15 Triumphen der Rekordsieger dieses Wettbewerbs.

Uruguayische Fußballstars früher und heute

Der Wiederaufstieg des uruguayischen Fußballs in die internationale Spitze ist untrennbar mit dem Namen Diego Forlan verbunden. Denn mit 112 Länderspielen ist der laufstarke Angreifer nicht nur Rekordspieler seines Landes, sondern wurde bei der für Uruguay so erfolgreichen Weltmeisterschaft 2010 auch zum besten Spieler des Turniers gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war Forlan längst auch im Vereinstrikot ein international bekannter Star. Dabei war seine erste europäische Station bei Manchester United alles andere als erfolgreich verlaufen. In seinen drei Jahren dort erzielte er lediglich siebzehn Tore und wurde anschließend für drei Millionen Euro Ablöse an den FV Villarreal verkauft. Dort gelang Forlan der große Durchbruch, als er in der Saison 2004/2005 nicht nur spanischer Torschützenkönig wurde, sondern auch, gemeinsam mit Thierry Henry, den Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas erhielt. Zwei Jahre später wechselte er dann für stolze 27 Millionen Euro zu Atletico Madrid. Seinen größten sportlichen Erfolg im Vereinstrikot feierte er in der Saison 2009/2010 als er mit Madrid die Europa League gewann. Beim 2:1-Sieg im Finale gegen Fulham erzielte Forlan beide Tore. Bei der Weltmeisterschaft 2014 gehörte der Stürmer noch einmal dem Kader Uruguays an, war aber kein Stammspieler mehr. Anfang dieses Jahres gab er dann seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt.

Italiens Mario Balotelli (L) und Luis Suarez bei der WM 2014.   AFP PHOTO/ DANIEL GARCIA

Italiens Mario Balotelli (L) und Luis Suarez bei der WM 2014. AFP PHOTO/ DANIEL GARCIA

Eine eher unfreiwillige Pause im Nationaltrikot musste auch Luis Suarez einlegen, nachdem er bei der WM in Brasilien einem Gegenspieler in die Schulter gebissen hatte. Weil der schlitzohrige Stürmer dies bereits zweimal zuvor getan hatte, reagierte die FIFA alles andere als amüsiert und sperrte Suarez für neun Pflichtländerspiele. Vier Monate lang wurde er sogar von sämtlichen Fußballaktivitäten ausgeschlossen und musste daher auch das uruguayische WM-Quartier verlassen. In Uruguay wurde er allerdings wie ein Nationalheld empfangen, tausende Fans erwarteten ihn am Flughafen. Der Staatspräsident und das nationale Parlament solidarisierten sich mit dem Stürmer und kritisierten die harte Strafe der FIFA. Unvergessen sind in Uruguay nicht nur die zahlreichen Tore des Stürmers im Nationaltrikot, sondern auch seine Parade im Viertelfinale der WM 2010 gegen Ghana. Auf der eigenen Torlinie klärte er damals in der letzten Minute der Verlängerung mit der Hand und sah folgerichtig die Rote Karte. Ghana verschoss allerdings den fälligen Strafstoß und verlor anschließend auch das Elfmeterschießen, wodurch Suarez zum uruguayischen Helden wurde. Bei all diesen Eskapaden kann leicht in Vergessenheit geraten, dass Suarez sportlich zu den besten Stürmern der Welt gehört. So erzielte er in der Saison 2013/2014 für den FC Liverpool in 33 Ligaspielen stolze 31 Tore. Grund genug für den FC Barcelona knapp 82 Millionen Euro auf den Tisch zu legen und sich die Dienste des umstrittenen Stürmers zu sichern, obwohl dieser zunächst noch seine Sperre aufgrund der Bissattacke absitzen musste.

Uruguay's Stürmer Luis Suarez feiert sein Tor gegen Englandam 19.Juni 2014, during the 2014 FIFA World Cup.     AFP PHOTO / BEN STANSALL

Uruguay’s Stürmer Luis Suarez feiert sein Tor gegen Englandam 19.Juni 2014, during the 2014 FIFA World Cup. AFP PHOTO / BEN STANSALL

Das Trikot von Uruguay

In den ersten Jahren besaß Uruguay kein eigenes Nationaltrikot und lief zumeist in den Trikots von Vereinsmannschaften auf. Erst ab 1910 setzten sich dann die bis heute genutzten himmelblauen Trikots dauerhaft durch. Diese wiederum sorgten dann auch für den Spitznamen der uruguayischen Nationalmannschaft: La Celeste bedeutete auf Deutsch „Die Himmelblaue“. Das Auswärtstrikot ist zumeist in schlichtem Weiß gehalten. An den Ärmeln und auf den Stutzen kommt aber auch das bekannte himmelblau zum Einsatz. Auf beiden Trikotvarianten sind jeweils vier Sterne aufgestickt. Diese symbolisieren die Siege bei den Weltmeisterschaften 1930 und 1950, sowie bei den Olympischen Spielen 1924 und 1928. Ausgerüstet wird die Mannschaft seit dem Jahr 2007 durch Puma.

Das Heimtrikot zur WM 2018

Uruguay's Edinson Cavani bei der Qualifikation zum 2018 FIFA World Cup South American Qualifiers am 12.November 2015. AFP PHOTO / RODRIGO BUENDIA / AFP / RODRIGO BUENDIA

Uruguay’s Edinson Cavani bei der Qualifikation zum 2018 FIFA World Cup South American Qualifiers am 12.November 2015. AFP PHOTO / RODRIGO BUENDIA / AFP / RODRIGO BUENDIA

Das Auswärtstrikot zur WM 2018

Kein aktuelles Bild, da Uruguay bisher nur im hellblauen Trikot spielte. Hier das Away-Trikot aus 2014:

Members of the Uruguay's national team (back fromL) Uruguay's forward Luis Suarez, Uruguay's goalkeeper Fernando Muslera, Uruguay's midfielder Alvaro Pereira, Uruguay's defender Jose Maria Gimenez and Uruguay's defender Diego Godin , (front fromL) Uruguay's forward Edinson Cavani, Uruguay's midfielder Cristian Rodriguez, Uruguay's midfielder Egidio Arevalo Rios, Uruguay's midfielder Alvaro Gonzalez, Uruguay's midfielder Nicolas Lodeiro and Uruguay's defender Martin Caceres pose prior to a Group D football match between Italy and Uruguay at the Dunas Arena in Natal during the 2014 FIFA World Cup on June 24, 2014.   AFP PHOTO/ DANIEL GARCIA

Members of the Uruguay’s national team (back fromL) Uruguay’s forward Luis Suarez, Uruguay’s goalkeeper Fernando Muslera, Uruguay’s midfielder Alvaro Pereira, Uruguay’s defender Jose Maria Gimenez and Uruguay’s defender Diego Godin , (front fromL) Uruguay’s forward Edinson Cavani, Uruguay’s midfielder Cristian Rodriguez, Uruguay’s midfielder Egidio Arevalo Rios, Uruguay’s midfielder Alvaro Gonzalez, Uruguay’s midfielder Nicolas Lodeiro and Uruguay’s defender Martin Caceres pose prior to a Group D football match between Italy and Uruguay at the Dunas Arena in Natal during the 2014 FIFA World Cup on June 24, 2014. AFP PHOTO/ DANIEL GARCIA

Uruguay in der WM-Qualifikation 2018

Da seine Sperre nur für offizielle Länderspiele gilt, konnte Suarez sie bisher nur während der Copa América absitzen und wird deswegen noch die ersten Spiele der WM-Qualifikation verpassen. Diese beginnt im Oktober 2015 und wird in einer Gruppe mit allen zehn südamerikanischen Teams ausgetragen. Gespielt wird in einem Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel. Die ersten vier Teams sind direkt qualifiziert. Hoffnung machen darf sich zudem der fünftplatzierte, der in die interkontinentalen Playoffs muss. Uruguay hat damit allerdings bereits schlechte Erfahrungen gemacht. 2006 scheiterte man dort im Elfmeterschießen an Australien und konnte daher das uruguayische Trikot bei der Weltmeisterschaft in Deutschland nicht auf dem Feld präsentieren.

Tabelle WM2018 Qualifikation Südamerika

Stand: 29.03.2017
# qualifiziertSp.S.U.N.ToreDif.Pk.
1.Brasilien 14103135:102533
2.Kolumbien 1473418:15324
3.Uruguay 1472526:17923
4.Chile 1462524:19523
Plätze 1 bis 4 qualifizieren sich direkt für die WM Endrunde.
5.Argentinien 1464315:14122
Platz 5 spielt in den Playoffs gegen den Ozeanien-Meister.
6.Ecuador 1472423:20320
7.Peru 1443622:23-118
8.Paraguay 1453513:21-818
9.Bolivien 1421911:32-2010
10.Venezuela 1412917:34-176

Die südamerikanische WM-Qualifikation startete im Oktober 2015. Der Modus ist dabei denkbar einfach. Alle zehn Teams treffen in Hin- und Rückspiel aufeinander. Anschließend qualifizieren sich die ersten vier Teams direkt für die Endrunde, während der fünftplatzierte in die so genannten interkontinentalen Playoffs muss. Dabei kann es zu einem Aufeinandertreffen mit einem Vertreter aus Ozeanien, Asien oder Nord- und Mittelamerika kommen.

Daten über die Fußballnationalmannschaft von Uruguay

Spitzname:  nicht bekannt

Weltrangliste: 12 (Stand November 2015)

WM-Teilnahmen:

Größte Erfolge:

Südamerikanische Erfolge: Copa America 14 Siege, 39 Teilnahmen

letztes Spiel gegen Deutschland:

Bisherige Länderspiele gegen Deutschland

Länderspiel Nr.DATUMORTPAARUNGERGEBNISANMERKUNG
84629.05.2011SinsheimDeutschland - Uruguay02:01F-Spiel
83610.07.2010Port ElizabethUruguay - Deutschland02:03WM-Spiel um Platz 3
59913.10.1993KarlsruheDeutschland - Uruguay05:00F-Spiel
59220.12.1992MontevideoUruguay - Deutschland01:04F-Spiel
55825.04.1990StuttgartDeutschland - Uruguay03:03F-Spiel
52104.06.1986QueretaroUruguay - Deutschland01:01WM-Vorrunde
41808.06.1977MontevideoUruguay - Deutschland00:02F-Spiel
35420.06.1970Mexiko-StadtDeutschland - Uruguay01:00WM-Spiel um Platz 3
31423.07.1966SheffieldDeutschland - Uruguay04:00WM-Viertelfinale
28011.04.1962HamburgDeutschland - Uruguay03:00F-Spiel
6603.06.1928AmsterdamDeutschland - Uruguay01:04Olympische Spiele

Fotogalerie der  Fußballnationalmannschaft von Uruguay

Alle Fotos Copyright AFP